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Canulejus —
Canulejus, Gajus, War 445v. Chr. Volks'tribun u. brachte mit seinen College» den Gesetz-vorschlag (Osnulsjs lex) ein, daß Plebejer und'llatricier sich gegenseitig heirathen u. PlebejerKonsuln werden dürften; s. Rom (Gesch.).
Canusium, s. Canosa 1 ).
Canüti, Dominica Maria, ital.Maler, geb.1620 in Bologna, Schüler Guido Rems, gest.6. April 1684 Las.; eiferte diesem mit Glück nach,vbwol es ihm an feinerem Farbensinne fehlte; auchführte er den Stichel mit großer Sicherheit. SeineStärke liegt im Fresco. Werke: eine Kreuzab-nahme bei Fackelschein, und die Fresken in derLibreria von S. Michele in Bosco zu Bologna.
Regnet?
Canzöne (ital., fr. Otzsnscm), 1) jedes Liedod. Liedchen. 2) (Poet.) Lyrische Dichtart, pro-venxalischen Ursprunges, schon im 13. Jahrh. inItalien gebräuchlich, von Petrarca in bestimmteForm gebracht (daher 6. kotrsrollsoos) u. vonden Toscanern ausgebildet (daher 0. lllosoans).Sie gliedert sich in Stanzen von 11- u. 7silbigenVersen. Der erste Theil derselben zerfällt in gleicheHälften (§ronts, klsäi) mit correspondirendenReimen; der zweite (Lirims, Volts) ist von freie-rer Bildung. Nach einer Reihe von 5-10 solcherStanzen schließt die C. mit einer kleinen Stanze(Ripress, OonZsäo, Oommisto, Olüuss), worinder Dichter von seinem Liede Abschied nimmt u.ihm den Ort seiner Bestimmung anweist. Nebendieser regelmäßigen C. gab es schon früh die 0.clistsss, welche die Verse nicht innerhalb ihrerStrophe, sondern mit den entsprechenden Versender folgenden Strophen reimen ließ. EinzelneStrophen verbanden die Dichter auch durch An-hänge u. Zusätze (Ostens od. ülonili). Die 0.^nsoreonties besteht aus kleineren Stanzen u. kür-zeren Versen. Die 0. kinäsrios (0. slls Orsos),von kühnerem Schwünge u. freierem Metrum,wird getheilt in Volts, ltlvolts u. Ltsnrs oderllsllsts, Oontrsbsllsts u. Ltsnrs, entsprechendder griechischen Odentheilnng in Strophe, Anti-strophe u. Episode; sie wurde erst im 16. Jahrh.von Luigi Alamanni eingeführt u. von Chiabreraausgebildet; dieser nannte seine sehr willkürlichgegliederten C-n auch Osnronotts, 6. s bsllo(Lsllsts), eine der ältesten ital. Dichtarten, beimTanze gesungen, bis zum 16. Jahrh. 3 ) Jedezum Thema für Variationen dienende Melodie.4 ) Ein kleines Singstück für 4 u. mehr Stimmen.
(lsuronetts (ital.), ein kleines einfaches Lied imVolkstone.
Caolin, s. Kaolin.
Caorle, Psarrdorf auf einer Lagnneninsel inder Prov. Venedig des Königreichs Italien; stehtmit der Stadt Venedig durch Kanäle in Verbind-ung; kleinerHafen, kleines Fort; 2719 Ew. EinstSitz des Patriarchen von Venedig.
Cap (v. ital. Ospo, engl. Cape), 1) Vorgebirg;2) besonders das Vorgebirg der guten Hoffnung,s. u. Capland.
Capabel (v. Fr.); fähig, im Stande.
Capaeeio, Stadt in der ital. Prov. Salerno,am Mittelmecre; theilt sich in C. Vecchio (bloß dieKathedrale u. geistlichen Gebäude; war frühereine bischöfliche Stadt für sich und wurde vom
Capece-Latro.
Kaiser Friedrich II. zerstört) u. in C. nu ovo;Bischofssitz; 3945 Ew.; auf den Trümmern desalten Pästum.
Capacrtiit (v. Lat.), 1) der körperliche Inhalteines hohlen Raumes. 2) Fassungskraft, Fähig-keit, Begabung eines Menschen, besonders zurErlernung einer Kunst od. Wissenschaft.
Capatti, Alessandro, namhafter ital. Histo-rienmaler der Gegenwart in Rom, geb. 1810;ward schon 1840 einstimmig zum Mitgliede derAkademie von S. Luca in Rom gewählt. Haupt-werk: Boas u. Ruth, Fresken für den FürstenTorlonia.
kupax (lat.), 1) fähig, Etwas in sich anfzuneh-men, geräumig. 2) Fähig, tauglich zur Verwalt-ung eines Amtes, zur Führung eines Geschäf-tes rc.; daher bei den Johannitern ein Ritter, derfähig war, eine Comthurei zu bekleiden; 0. tsucli,lehnsfähig.
Cap blane (Cabo Blanco), Vorgebirg an derNWKüste von Afrika, nördl. von Senegambien,u. 22° n. Br. u. 2" ö. L. (v. Ferro).
Cap-Colonie, so v. w. Capland.
Cap Corsa, die nördlichste Spitze der InselCorsica; dann auch die lange schmaleHalbinsel, inwelche diese Insel ausläuft. Sie ist von einemGebirge bis 1625 m Höhe durchzogen u. enthälteine Menge von Thälern, die zu den schönsten,fruchtbarsten (Wein u. SFrüchte) u. wohlhabend-sten Theilen der Insel gehören.
Capdueil, Pius de, Baron v. Puy-Ste.-Marie, proven^al. Troubadour; lebte im 12.Jahrh., machte den Kreuzzug von 1190 mit undfiel in Palästina. 3 begeisterte Kreuzzugslieder u.etwa 20 Liebesgedichte sind von ihm vorhanden.
Cape (engl.), so v. w. Cap.
Capeadores, s. u. Stiergefecht.
Cape Ann, Vorgebirg im äußersten O. desCounty Essex, im nordamerikan. UnionsstaateMassachusetts; 2 Leuchtthürme.
Cape Breton, Insel u. Colonie am äußerstenEnde der kanadischen Prov. Neu-Schottland (NovaScotia) in Brit.-NAmerika, U.45H—47°n. Br. u.60—61° w. L.; 8094 Hstcm (147 UM). Ihrenatürlichen Verhältnisse find im Ganzen die vonNeu-Schottland (s. d. A. u. Canada, L. S. 433/34);reiche Fischerei; Steinkohlenbau; 50,000 Ew.Hauptstädte: Sidney u. Louisburg. Ein tiefer Busen(Bras d'Or) dringt vvu N. her seeartig in die Inselu. theilt sie in zwei nur an schmaler Stelle zusam-menhängende Hälften. Zwischen dem NCap u. CapeKay auf Neu-Fundland befindet sich der 29 laubreite Eingang zum St. Lorenzstrom.
Capece-Latro, Giuseppe, neapolit. Staats-mann, geb. 23. Sept. 1745, aus einer der älte-sten Familien Neapels; wurde sehr jung Erz-bischof von Tarent mit dem Titel n. den Vor-rechten eines Primas des Königreiches, kämpftegegen veraltete Ideen u. Aberglauben, wies dieUnrechtmäßigkeit des Tributs nach, welchen Neapelan den römischen Hof entrichtete, schrieb gegenden Cölibat, erklärte sich dann aber auch mitFreimuth gegen die verwerfliche Staatsverwalt-ung der Königin Caroline. Nach Errichtung derRepublik 1799 vom Volke zur Leitung des Staa-tes berufen, wurde er nach der Rückkehr der