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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
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447
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Unterricht in der Geographie, Eisl. 1830, 2. A.,ebd. 1836; Statistisch-geographische Beschreibungdes Königreiches Preußen, Dresd. 1828, 6 Bdchn.,n. A., 1835; von Württemberg, ebd. 1828, 2Bde.; Neuestes Gemälde von Frankreich u. denNiederlanden, Wien 1831, 2 Bde.; des europäi-schen Rußland und Polens, ebd. 1832 u. 33, 2Bde.; den 6. Bd. der neuesten Länder- u. Völ-kerkunde (Niederlande, Jonische Inseln n. Krakau,1821) u. den 23. Bd. derselben (Baden, Nassau,Hoheuzollern rc., 1827); Hilfsbuch beim Unter-richt in der Geographie für Lehrer rc., Eisl.1833—38, 3 Bde., 2. A., 1838—40, u. gab mitH. Meynert die 8.—10. Aust, von Gallettis all-gemeiner Weltkunde, Pest 1847, heraus. MitStreit begründete er 1822 die Zeitschrift Der«Globus. He»ne-Am Rhyll?

Cannabiness, Pflanzenfam. aus der Klasse derUrtäeiuoas Lartl., krautartige Gewächse mitfreien oder verwachsenen, bleibenden Nebenblätternder gegenständigen oder oberwärts spiraligen, ge-fingerten oder gelappten Blätter; Blüthen 2häusig,männliche mit üblätterigem Perigon u. kurzgestiel-ten Staubbeuteln; Perigon der weiblichen Blüthenden Fruchtknoten dicht einschließend, ungetheilt;dieser einfächerig mit einer hängenden, krummläu-figen Samenknospe u. 2 fadenförmigen Narben;Samen ohne Eiweiß, mit gekrümmtem Embryo.Gattungen: Lannabis u. Humulns. Engter.

Cannabis L. (Hanf, plattdeutsch Hamp), Pflan-zengatt. aus derFam. der Cannabineen (XXII. 5);rnännl. Blüthen mit hängenden Staubbeuteln;Keimling knieförmig gebogen, das Würzelchen deinRücken eines Keimblattes anliegend; Stengelaufrecht, meist rispig; Blüthenstände seitlich in denAchseln schuppenartiger Blätter am Grunde einesZweiges; die männlichen trugdoldig, die weiblicheneinzeln, von dem an dem Stiel angewachsenenTragblatte kapuzenartig umhüllt; die weiblichePflanze ist kräftiger u. höher, als die männliche.Art: <l. sativa L., einjährige Pflanze von sehrstarkem Gerüche, in Persien u. Ostindien heimisch,bei uns häufig angebaut. Aus dem Baste desStengels werden Seilerwaaren u. sehr feste Lein-wand bereitet; vgl. Hanf. Der Samen (LomsnOannabis) enthält ein fettes Öl; er wird zu reiz-mildernden Emulsionen, namentlich bei Blasen-krankheiten, äußerlich zu schleimigen, warmenUmschlägen verwendet. Die stark riechenden, 5 bis7fingerigen Blätter sind narkotisch, u. aus ihnenwird im Orient das Haschisch bereitet, welcheswegen des nach seinem Genüsse erfolgenden eigen-thümlichen Rausches berühmt ist u. neuerdingsbei uns mit dem besten Erfolge medicinisch ange-wendet wird. Engler.

Cannaceao, Pflanzenfam. aus der Klasse derScitamineen bei Endlicher, Kräuter mit faserigerWurzel, seltener mit kriechendem, perennirendemGrundstöcke, einfachem oder oberwärts verzweigtemStengel, abwechselnden, einfachen, am Grundescheidigen Blättern, unregelmäßigen, endständigen,in Trauben oder Rispen gestellten Blüthen, derenäußeres Perigon kelchartig n. deren inneres Peri-gon aus 3 bunt gefärbten Blumenblättern besteht,welchen die blumenblattartigen Staminodien gleich-gesärbt sind; nur ein Staubblatt trägt eine halbe

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Anthere; der Fruchtknoten ist unterständig, baldeinfächerig mit einem einzigen gekrümmten Eichen,bald 3fächerig mit einem oder mehreren Eichen;der dicke Griffel trägt eine ziemlich dicke Narbe;Frucht eine einfächerige oder dreifächerige, fächer-spaltig aufspringende Kapsel-, mit einzelnen fastkugeligen oder mehreren etwas kantigen Samen,welche in der Mitte des mehligen oder hornigenEiweißes einen kleinen, geraden oder gekrümmtenEmbryo einschließen. Die Fam. bewohnt aus-schließlich das tropische u. subtropische Amerika.Gattungen: liralia L., Llarantg, I-VrE., i?drz'-nium Vi, Oalatttsa Ip) 6anna L. Engler.

Cannanore (Cananore), ziemlich große See-stadt im Distr. Malabar der brit.-vorderind. Prä-sidentschaft Madras; Rhede; bedeut. Handel. C.ist Besitzthum der mohammedanischen FamilieMoplai; seit 1791 unter britischer Oberhoheit.

Cannele (v. Fr.), Stellen eines Gewebes, woentweder mehrere nebeneinanderliegende Kett-fäden oder Einschlagfäden in gleicher Weise flot-tiren. Man nennt sie auch Kettspiegel oderEinschlagspiegel. Man unterscheidet 6-, 7-rc.-theiligen C. nach der Zahl der Fäden, über welchedie Spiegelfäden flottiren. Auch läßt man zurHaltbarkeit des Gewebes zwischen je 2 Spiegel-fäden einen Taffetfaden arbeiten, dessen Deckerdurch die Spiegelfäden verdeckt werden. Gewebe,welche ganz aus abwechselnden Kettspiegeln be-stehen, sind 6ros äs lonrs u. Roxal (zweitheilig).Rips ist ein mehrtheiliges Gewebe aus Einschlag-spiegeln. B-yssel.

Eannelirung (v. fr. lüanslks, Rinne, auchRiwbäosis), nach einem Vierthcil, Dritttheil, hal-ben Zirkelbogen oder einer Curve ausgehöhlte,lothrecht an den Schaft einer Säule oder einesPilasters (cannelirte Säule, cannelirter Pilaster)herablaufende Furchen (canneliren), deren 20—24um eine Säule angebracht werden, um derselbenein schlankeres, aufstrebendes Aussehen zu gebenu. zugleich eine lebhafte Licht- u. Schattenwirkunghervorzubringen. Nur bei der dorischen Ordnungstoßen sie scharf zusammen, werden gewöhnlich auseinem gleichseitigenDreiecke construirt u. laufen obenam Capitäl in einem Bogen, unten am Abschlußdes Schaftes aber frei aus; bei der ionischen u.korinthischen Säule sind sie durch einen Zwischen-raum (Steg, Cotes) getrennt, der H—j. desDurchmessers der C. breit ist. Bei Säulen mitFüßen schließen sie sich über dem Fuße u. unterdem Capitäl gewöhnlich nach einem ihrer Wölb-ung gleichen Bogen, selten nach einer wagerechtenLinie. Die C. ist sehr alt; man findet sie schonan den frühesten Tempeln; sie wurde erst nachdem Versetzen der runden Säulentrommeln aus-gefllhrt, weil sonst die Kanten zu leichr abgesprun-gen sein würden. Die Römer cannelirten ihreSäulen häufig nur theilweise u. ließen das untereDrittel der Säule glatt, oder versahen die C. hiermit kleinen röhrenartigen Stäbchen. Die mittel-alterlichen Säulen und Pfeiler besitzen keine C.mehr, weil sie bei ihnen nicht passen würde; inder Renaissance dagegen spielt sie wieder eine großeRolle; auch hier ist meist das untere Sänlen-drittel glatt gelassen, oder mit anderweitigem or-namentalen Schmuck versehen. Ewerbcck.