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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Cange —

der in die Cortes berufen, eine hervorragendepolitische Rolle wieder zu spielen. Er starb 1843.C. schr.: Nsm. sobrs ei orsäito publiso, Madr.1820; Rlemsntas äs Iu oieuoia äs lmoisnäa,Lond. 1825; vieeionario äs lmoienäa, pars sluso äs 1a suxrema älrsooion äs slla, ebd. 1827 f.,5 Bde. Lagai.'

Cange, Charles du Fresne, Sieur du C.,s. Ducange.

Canicatti (Canigatü), Stadt in der italien.Provinz u. im Bezirke Girgentr (Sicilien); Techn.Schule; Acker- u. Obstbau; beträchtliche Schwesel-gruben; iu der Gem. 20,908 Ew.

llsnioula (lat., Hündchen), der Stern Sirius;daher Oanieularss äies (Canicularferien), Hunds-tage; Cauicularperiode, alt-ägyptischer Zeit-cyklus von 1461 Jahren; s. u. Jahresrechnung.

Canigou, granitischer Gebirgsrücken der Py-renäen im franz. Depart. Pvrenees orientales,mit 4 Spitzen (die höchste 2787 m, auf ihr eineisernes Kreuz u. zwei Hütten, welche für magne-tische Beobachtungen errichtet wurden); 7 Monatemit Schnee bedeckt; in den Schluchten Bären, Wölfeu. wilde Schweine; am Fuße Schwefelquellen.

Canrna, Luigi, ital. Architekt u. Archäolog,geb. 23. Oct. 1795 in Casale; stndirte in Turin,lebte seit 1818 in Nom, mit Studien der antikenArchitektonik beschäftigt; er leitete auch 1839 dieAusgrabungen von Tusculum u. 1848 der Via^.xxia, sowie die Restauration des alten Forumsin Rom; er lebte daraus längere Zeit zu Alnwick,dem Schlosse des Grasen vou Northumberland. C.st. 17. Oct. 1856 zu Florenz, auf der Rückkehrnach Rom begriffen; 1864 wurde ihm in seinemGeburtsorte ein Denkmal errichtet. Er schrieb:V'sidiitetüurs, autioa, Rom 1832—44, 6 Bde.,2. A., 1834; Rsposirüons äsl t'oro rom., 1834,2. A., 1845, Fol.; Ltoria s iopvAratis, äi Romaantäea a. sua sampaAna, Rom 1839—48, 6 Bde.,2. A., 1856; Vsposimons topoAraüsa äi RomaLntüos,, ebd. 1842, 4. A., 1851; vssoririonsäi Osrs antüea, ebd. 1838; veil' antüoo Vusoolo,1841, Fol.; Lull' arelätsttura, piü propria äslismxz srist., 1843, 2. A., 1846, Fol.; V'antioaoittä äi Veji, 1847, Fol.; V'antioa Rtruriamarit., 1846—51, 2 Bde., Fol.; 6Ii säiüoz äslconburni äi Roma ooZuiti per alouns roliguis,1849—64, 6 Bde.; V'arclütstturs, äomsstioa äisvslts korms äsl piü riuomati xopoli anbiolä, Rom1852; Va prima parts äslla via tlppia äsllaporta 6apsna a Lovills, ebd. 1851—53, 2 Bde. ^

Camno, Flecken im Bezirke Viterbo der ital.Provinz Rom; 2414 Ew.; Fundort zahlreicheretruskischen Vasen u. Schalen; ebenso wie in letz-ter Zeit Reste alter Gebäude einer alt-etruskischenStadt aufgedeckt wurden; Geburtsort des PapstesPaul III. C. kam 1815 in den Besitz LucianBonaparles (s. d. 7), der deshalb vom Papst PiusVII. zum Fürsten von C. ernannt wurde.

Lanlnus (lat.), hündisch; daher Vaoiua, hund-artige Thiere; 6anma sonvulsio, Hundskramps;Rabies eauina Hundswuth; ^xxetütus eauiuus,Hundshunger.

Caniram (6. vet. Donars), älteste Bezeich-nung von Ltr^olmos Nux vowiea und anderenArten, auch von lAnseia amara u. Vasivstoma

- Canitz.

oirrbosa; daher Caniramin, so v. w. Brucin(s. d.), weil dieses Alkaloid ein wirksames Mittelgegen die Hundswuth ist.

Lanis (lat.), Hund; s. d.

Canisius (latinisirt für de Hondt), Peter,geb. 8. Mai 1524 in Nimwegen; trat 1543 iuKöln in den Jesuitenorden; in das Jesuitencolle-gium zu Ingolstadt versetzt, wurde er hier 1549Professor u. Rector der Universität u. 1551 Rectorder Jesuiten in Wien, auch Hofprediger des Kai-sers Ferdinand l.; er formte die dasige Universitätu., bei einjähriger Verwaltung des Wiener Bis-thums, das Kirchen- u. Schulwesen iu Österreichnach den Grundsätzen seines Ördens, war iuKöln, Bayern u. Österreich überaus thätig zurUnterdrückung des Protestantismus. Als ersterdeutscher Provincial der Jesuiten legte er ihreCollegien in Prag, Augsburg, Dillingen u. Frei-burg in der Schweiz an, wo er 21. Dec. 1597starb. Er wurde 20. Nov. 1865 vom PapstPius IL. beatificirt. Seine Hauptschrift ist seinKatechismus; der größere erschien als LuminaäostrinLö et institutioms ebristianas, Wien1554 u. ö., beste Ausgabe Prag 1587, Fol., neue,Landsh. 1842, in fast alle Sprachen übersetzt(auch griechisch, Prag 1612, griechisch-lateinisch,Augsb. 1612, und Auszug, n. A., ebd. 1762,deutsch) u. von Pet. Busäus commentirt, Köln1586, n. A., Augsb. 1833 f., 4 Bde.; der kleinere,als lustitutiones ebrist. xistatis, 1566, war bisin die zweite Hälfte des 18. Jahrh. die Grund-lage des Bolksunterrichtes im kath. Deutschland,in neuester Zeit wieder ausgenommen, Landsh.1833, Mainz 1840; Llanuals sutbolieorum (Gebet-buch), Antw. 1530, n. A., Augsb. 1841, deutsch, 8.A., Landsh. 1829. Seine Lebensbeschreibung ver-faßte Röder, Münch. 1614; Sacchini, Ingolstadt1616; Dorigny, Köln 1692. Löffler.'

Oanitws (lat.), Grauwerden der Haare.

Canitz, alte, aus Meißen u. der Lausitz stam-mende, seit dem Ende des 14. Jahrh. durch denDeutschen Orden nach Preußen gekommene Familie;Hans von C. wurde dort 1491 mit Mednickeubei Königsberg beließen, welches noch das MajoratderFamiliebildet. Aus derselben stammt: 1) Fried-rich Rudolf Ludwig Freiherr vou C., preuß.Diplomat u. deutscher Dichter, geb. 27. Nov.1654 in Berlin; studirte in Leyden u. Leipzig dieRechte, machte eine Reise durch Deutschland, Ita-lien, Frankreich, England, Holland, wurde 1677Kammerjunker des Großen Kurfürsten, den er auchauf seinen Kriegszügen nach Pommern u. Preußen1678—79 begleitete, hierauf Amtshauptmaun inTrebbin u. Zossen, 1680 Legationsrath, 1688Geheimer Staatsrath, 1697 Wirklicher Geheim-rath u. 1698 in den Reichsfreiherrnstaud erhoben.Er wurde von dem Großen Kurfürsten u. dessenNachfolger mit vielen wichtigen Aufträgen andeutsche Höfe betraut. Er starb nach seiner Rück-kehr aus dem Haag, wo er sich an den Verhand-lungen über die spanische Erbfolge betheiligt hatte,1. Aug. 1699 in Berlin. Eine achtunggebietendePersönlichkeit, in der sich der Geburtsadel zumSeelenadel, die höfische Feinheit zur Humanitätverklärte. Seine Dichtungen — für ihn bloßeNebenbeschäftigung — sind Verstandeswerk, schwache