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Candish — Canga-Arguclles.
welche candirt werden sollen, Früchte, Blüthen,Gewürze, Wurzeln rc. (Candirte Sachen), hinein-wirft und nach kurzer Zeit wieder herauszieht.2 ) Aus Zucker und Krastmehl allerlei Confectverfertigen.
Candish, Thomas, so v. w. Cavendisch.
Candiszncker (Candelzucker, Zuckerkand), wirdaus gereinigtem Zucker dargestellt, indem manden zur Syrupsdicke eingedampften Saft in me-tallenen Kästen, die mit Fäden durchzogen sind,in einem heißen Raume zur Verdunstung hinstellt.Der Zucker gelangt an Boden u. Seitenwändenbald zur Krystallisation, welche durch die Fädennoch beschleunigt wird. Die Krystalle sind vonweißer, gelber od. brauner Farbe, je nachdem sieweniger oder mehr Syrup beigemischt enthalten.
Clören.
Candolle, s. Decandolle.
Candy (Kandi, sanskr. Srivardhapatanam,singal. Maha-Neura), alte Stadt aus der osiind.Insel Ceylon, am Mahavali - Gangs, in einenvon dichten Wäldern durchzogenen Thal, 500 whoch gelegen, mit Colombo durch eine Straßeverbunden; 17,406 Ew. C. war ehemals Residenz-stadt der Könige. 16 Tempel zeugen von der frühe-ren religiösen Bedeutung der Stadt, darunter derDalada Maligawa, in dem die seit alten Zeitenhochheilige Reliquie, der aus Elfenbein geschnitzte,von den Gläubigen für echt gehaltene ZahnBuddhas unter Aufsicht der Engländer verschlossenliegt; jetzt Sitz der engl. Behörden, Garnison u.Centralpunkt der Mission; in der Nähe ein vomletzten König angelegter künstlicher See mit Bade-pavillon. C., seit dem 14. Jahrh. Residenz desReiches u. Sitz der uralten Dynastie von Ceylon,wurde 20. Febr. 1803 von den Briten unterMacdowall besetzt, wobei ein großer Theil deransgehäusten Kostbarkeiten in Flammen aufging.Da der flüchtige König, Sri Bikrama, jedochdie englische Besatzung 1805 überfiel u. ermor-dete, entspann sich der Krieg von Neuem, welchermit der Wegführung und Jnternirung des Kö-nigs, 2. März 1815, endete (s. Ceylon, Gesch.).
Thielemann.
Cane, Nebenfluß des Dschnmna in Vorder-Jndien; s. Keua.
Canea (auf Kreta), s. n. Chania.
Cäneel (holl.), Zimmt.
Caneelstein (Kaneelstein), so v. w. Jdokras;s. u. Granat.
Lanolin CiVillteraria L.), Pflanzengatt, ausder Fam. der Canellaceen (XI. 1); Blüthen ohneBlumenblätter; Fruchtknoten mit zwei 2—3eiigenSamenleisten; Frucht eine kugelige Beere. Arten:6. alba (^intsraua 6. T,., 0. IVinterania MEf.,Canellbaum), hoher Baum auf den Antillen, mitwohlriechenden Blumen. Officinell ist die starkund angenehm gewürzhaft riechende, bitterlichschmeckende Rinde (6ortsx (lausllao uidas oderauch 0. alba 6ostu8 äuleis); sie gibt den Canell(weißen Zimmt, Canellzimmt); oft mit OortexIVinterruus u. Oortsx Oooti arabioi verwechselt;daher auch falsche Wintersche Rinde u. Lostuveortioosuo. Sie dient als magenstärkendes, bläh-nngtreibendes Mittel u. wird von den Amerikanernan Stelle des Zimmts benutzt. 6. laurikolia Loäck.,
ebenfalls in Westindien heimisch; liefert eine ähn-liche gewürzhafte Rinde. Engter.
Canella, Giuseppe, ital. Lrchitekturmaleraus Verona, gest. 1847 in Florenz; bildete sichdaheim, ging 1826 nach Paris n. malte dort fürLouis Philipp: Ansicht von Paris; Halle bei St.Eustache; Chinesische Bäder; Ansicht des Boule-vards; ging 1830 nach Mailand u. malte dort:Milchhof bei Pavia; Ansicht von Pallanza; An-sicht von Salo am Comer-Sec; Venedig zur Nacht-zeit; Heide zwischen Gallarate u. Somma. Außer-dem existiren von ihm: Innenansicht des Mai-länder Domes; Sta. Croce in Florenz; Hasen vonHonfleur; die Neue Straße in Venedig. C. er-weist sich als tüchtiger Zeichner u. seiner Colorist,der seine Bilder der Natur ablauscht u. sie sehrlebendig zu staffiren weiß. Regnet.
Lanollacoao Lörckl., kleine Pflanzenfamilie, welcheden Violarieen zunächst steht. Mit zu ihr gehöreneinige südamerikanische Bäume mit abwechselnden,neben blattlosen, ungetheilten, durchscheinend punk-tirten Blättern und regelmäßigen, zwitterigenBlüthen; unterhalb jeder Blüthe stehen 3 kleinekreisförmige Vorblätter; darauf folgen 4—5 Kelch-u. ebenso viele od. gar keine Blumenblätter; die20 Staubblätter sind in eine Röhre verwachsen;der Fruchtknoten ist einfächerig mit 2—5 wand-ständigen, vieleiigen Samenleisten; Frucht eineBeere mit 2 oder mehr Samen, welche in demfleischigen Eiweiß einen kurzen oder gekrümmtenEmbryo mit länglichen Keimblättern einschließen.
Engler.
Canellaöl, ätherisches Öl, ans dem weißenZimmt, der Rinde von lüanslla alba L., ge-wonnen.
Canevas(Canuevas,fr.), Stramin,eintaffetarti-ges, ans Baumwolle, Seide, Wolle od. Leinen, auchgemischt, verfertigter Stoff, welcher als Grund-lage zu Stickereien (Tapisserie) dient. Entwederist der C. ein einfacher Lasset, dessen hartgedrehteKett- n. Einschlagfäden mehr vder weniger großeviereckige Löcher lassen, od. die Kett- u. Einschlag-fäden sind paarweise dicht neben einander undbilden so wieder viereckige, von doppelten Fädenumgebene Löcher. Auch in ähnlicher Weise ge-webte Stoffe, welche für Stickereien, auch wol zuanderen Zwecken dienen, nennt man C. od. Stramin,z. B. Waffelstramin. B-yss-l.
Canga-Arguellcs, Don Josö, span. Staats-mann, geb. um 1770 in Asturien; wurde 1812Abgeordneter von Valencia bei den Cortes. AlsConstitntioneller wurde er nach Ferdinands VII.Rückkehr 1814 nach Peniscola verwiesen; 1816znrückgekehrt, bekleidete er in Valencia ein Ver-waltungsamt, war 1820—21 Finanzminister, alswelcher er den Cortes eine Übersicht aller Staats-u. Kircheugüter in Spanien gab und auch dieFinanzverhältnisse Spaniens, sowie die Mittel zurDeckung des jährlichen Deficits darlegte. Nachseinem Rücktritte wieder in die Cortes gewählt(1822), bekannte er sich zur Partei der gemäßigtenLiberalen u. beantragte verschiedene Maßregelnzur Festigung der Constitution u. Besserung derFinanzlage. Nach dem Sturze der Constitution1823 wanderte er nach England aus, wurde aber1829 znrückberufen, ohne jedoch, wenn auch wie-