Oanariuni — Cancan.
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Erklärung der C-n I. zu Freihäfen (1852) derHandel sehr gehoben. Die C-n I. bilden eine be-sondere Provinz des Königreichs Spanien; stehenunter einem Generalgouverneur, der zu Santa-Cruz auf Teneriffa residirt, u. zerfallen in 3 Ber-waltungs- u. 8 Gerichtsdistricte. Die Einkünftedecken die Verwaltungskosten nicht. Die Geistlich-keit steht unter einem Bischof; der Schulunterrichtist sehr vernachlässigt; höhere Schulen gibt es garnicht. Die Miliz zählt in 8 Bataillonen 11,600Mann. Vgl. L. v. Buch, Beschreibung der C-nI., Berl. 1825, mit Atlas; Lärmig Islanäs kxViäsl L ^rlstt, Lond. 1834—38; Barker, Webbu. Berthelot, Riat. rmturslls äss Istos Oanarloa,Par. 1836—44, Bd. 1 —S, mit Atlas. — DieC-n I. hießen im Alterthnm Insnlas Xtlanbioao(I. lorbuuatas, I. Hsspsrickum), später klanariasn. Oanarias. Die Namen der einzelnen warennach Ptolemäos u. Plinius: Ombrios (Plnvialia),Junonia, Capraria (Casperia), Ninguaria undCanaria (Planaria). Um das Jahr 1350 wurdensie den Arabern bekannt, welche röthliche undschwarzbraune, langhaarige Leute, die Ackerbautrieben und gastfrei waren (Gnanches), dort fan-den. Aber schon Ende des 13. Jahrh. hatten dieGenuesen u. 1341 der Florentiner Angiolinv delTegghia die Inselgruppe gesehen u. besucht, dannschenkte Papst Clemens VI. 1344 dieselbe demspanischen Prinzen Ludwig de la Cerda, der je-doch nie in den Besitz derselben kam. 1402 lan-dete der normannische Baron Jean de Betheu-court an den C-n I., mit denen ihn Heinrich III.von Castilien belehnt hatte; er eroberte Ferro u.zwei andere Inseln, aber sein Neffe Marciot deBethencourt mußte diese Inseln dem JnfantenHeinrich von Portugal 1424 überlaffen. 1455besuchte sie Cadamosto auf dessen Befehl. DieInseln Canaria, Teneriffa und Palma eroberteerst seit 1478 Fernande; de Lngo für Castilien.Sieger und Besiegte verschmolzen zu einemVolke, doch tritt in Sitten und Gebräuchen derafrikanische Typus noch sichtbar hervor, wennauch die Besiegten Christen geworden sind u. ihreSprache bis auf wenige Spuren vergessen haben.
Kolpe.*
esnsrimn L. (Canarienbaum), Pflanzengatt, ausder Fam. der Burseraceen (VI. 1), hohe, harzreicheBäume, mit großen unpaarig-gefiederten lederarti-gen Blättern u. kleinen, in achselftändige Rispenvertheilten Blüthen, deren becherförmiger Kelch 3-,seltener 5theilig ist n. deren 3—4, seltener 5 Blu-menblätter ziemlich dick sind; Staubblätter 8—10;Fruchtknoten eiförmig, meist 3fächerig, mit je 2Eichen in jedem Fache; Frucht eine eiförmige, oft3kantigc Steinfrucht mit einem einsamigen Stein-kern. Bon den etwa 50 Arten der Gattmig findetsich die große Mehrzahl im Indischen Archipel, mirwenige in Afrika u. auf Len Mascarenen, einein Australien. 6. oommuns L. (LalsainockönckronWzfianiollm LstnM.), auf den Molukken; im übri-gen tropischen Asten cultivirt. Die mandelähnlichenSamenkerne (Canariennüsse) sind süß u. ölreichu. werden roh oder geröstet mit Salz gegessen u.unter das Brod verbacken; unreif genossen erzeugensie Dysenterien. Ferner liefert der Baum das demElemi ähnliche Canarienharz, eine weißgelbe,
mit einem weißen Anfluge bedeckte, feste, zwischenden Fingern erweichende, erwärmt dem Elemiähnlich riechende Masse, welche hauptsächlich zuFackeln verwendet wird. 6. bonxalenso Äowd.,in Silhet einheimisch, liefert den ostindischen Kopat(6opa1 tensr), welcher auch nach Europa verhandeltwird. 6. kimsla Loir., liefert in seinen Früchtendie sogen, chinesischen Oliven, welche roh od.zubereitet genossen werden. Ebenso tragen eineAnzahl anderer in Ostindien u. China einheimischenArten mehr oder minder gute Früchte. Engter.
Canarue (Canarac), Ort im District Pnri,Prov. Orissa des brit.-ind. Gouv. Bengalen; be-rühmt durch den unweit gelegenen großartigenHindutempel, die sogen. Schwarze Pagode, einenthurmartigen Bau, mit einer Kapelle das Bilddes Gottes enthaltend, dessen Eingang eine vier-eckige Halle bildet.
stLnavalia Pflanzengatt, aus der Fam.
der?s.yilloiiao<zno-I?stasko1ens-I)ioo1sL8 (XVII.2), windende oder kriechende Kräuter mit 3thci-ligen Blättern, ziemlich großen, purpurviolettenoder rosenfarbcnen Blüthemrauben auf langen,achselständigen Zweigen; Kelch ungleich 2lippig,Oberlippe sehr groß u. 2lappig, Unterlippe sehrklein; das eine vor dem fahnenförmigen Blumeu-blatte stehende Staubblatt ist an der Basis frei,dann mit den übrigen zu einer Röhre verwach-sen; Frucht eine große, längliche, zusammenge-drückte, neben der oberen Naht etwas geflügelteBlnthe mit kurzen, eiförmigen Samen. Von den12, in den wärmeren Gegenden beider Hemisphä-ren einheimischen Arten werden einige bei uns inWarmhäusern cultivirt. Engter.
Canby, Eduard Richard Sprigg, nord-amerik. General, geb. 1819 in Kentucky; verlebteseine Jugend in Indiana, besuchte 1836—39 dieAkademie in Westpoint, kämpfte in dem folgendenJahre mit Auszeichnung gegen die Seminolen inFlorida, machte 1846 als Adjutant des GeneralsRiley den Mexicanischen Krieg mit u. stand dannan,der Jndianergreuze und in New-Mexico, woer zuletzt Departementscommandant wurde; 1861blieb er bei der Unionsarmee, wurde 1862 Ge-neralmajor u. in demselben Jahre in die Kanzleides Kriegssecretärs Staunton nach New-Dort be-rufen; im April 1864 löste er Banks als Militär-gouverneur des Mississippi-Departements in New-Orleans ab u. eroberte 12. April 1865 Mobile.Nach Beendigung des Krieges wurde er Comman-Lant des Departements Columbia in der Militär-division des Stillen Oceaus zu Portland, wurdeaber bei einer Unterredung mit den aufständischenModoc-Jndianern 11. April 1873 von dem Häupt-ling Capitän Jack meuchlerisch erschossen. DerMörder wurde bei einem Rachekriege gegen dieIndianer gefangen genommen u. hingcrichtet.
Cancale, 1) (Rocher de C.) Vorgebirg undFelsenbank, in Steinbrüchen ausgebeutet. 2 ) Stadtim Arrond. St. Malo des französischen Depar-tements Jlle-et-Bilaine, an der gleichnamigen Bai;guter Hafen; Meerbäder; bedeutender Austern-fang; 6654 Ew.
Cancan (fr., eigentlich Lärmen, Geschnatter,Klatscherei, Chahut), neu-französischer Tanz, demContretanz ähnlich, aber von so gemeinem, un-