WGrenze bei der Vancouvers-Jnsel (die sogen.San-Juan-Streitigkeit). Durch die Beilegungdieser Streitfragen erhielten die Unionsstaaten mitHinsicht auf die erste durch den Vertrag vonWashington die Freiheit, gegen Zahlung einerdurch eine Commission zu bestimmenden Summe10 Jahre lang in den canadischen Gewässern zufischen, wogegen sie aber die canadischen Fischezollfrei bei sich eingehen lassen müssen. Der St.-Lorenzstrom ist den Bewohnern der Uniois aufewige Zeiten geöffnet u. der Michigan-See denCanadiern auf eine Reihe von Jahren. Was dieN- u. WGrenze bei der Vancouvers-Jnsel anbe-trifft, so bestimmte der deutsche Kaiser, daß diekleine im Queen-Charlotte-Sonnd gelegene Insel-gruppe San Juan den Vereinigten Staaten ge-höre u. daß sich die streifige Grenzlinie westlichvon dieser Inselgruppe durch den Qneen-Charlotte-Sound, den King-Georges-Sonnü u. die Straßevon Fuca ziehe.
Literatur: Rudlic aceount ok Oanaäa kor1873 (xrintsä box oräsr ok Rarliamsnt), Ottawa1874; Report (6) ok tlrs Department okLlarinsanä Rislisriss kor 1873. ebd. 1874; Report,rsturos null statistics ok kirs Inland rsvenussok 0. kor 1873, ebd. 1874; Faillon, Ikistoire äoIn Oolonis kranyaiss on 0., Montreal 1865;F. S. Hunt, 6., a §soArapl,ical, aAricnlturalanä minsraloAical süstcli, Toronto 1865; M.Macfie, Vanconver Island anä Lritisli Oolnm-bia, Lond. 1865; CH. Marshall, Tlrs OanaäianDominion, Lond. 1871; Martindale, RscoRsc-tions ok 6., Lond. 1873; A. Monro, Distorz',AooZiapIrx anä statistics ok Lritislr lilortlr-Lms-rioa, Montreal 1864; Philpot, Oniäs Look kotlrs Oanaäian Dominion, Lond. 1871; Th. Raw-lings, Mrs Oonkeäeration ok tlrs Lritislr Rortir-Lmsrican Lrovinoss, tlrsir past lristor/ anäkntnrs xrospocts, Lond. 1866. Bartling.
Cänadabalsam, der aus der nordamerikani-schen Lines dalsamsa D<7. ausfließende Terpen-tin. Er bildet eine farblose bis blaßgelbe, zäh-flüssige Masse von aromatischem Geruch, inWeingeist nur unvollständig löslich. An der Lufttrocknet er zu einem harten Firniß. Mit Wasserdestillirt liefert er ca. 17 pCt. eines Kamphers vonbalsamischem Geruch, während eine Harzmasse zu-rückbleibt, von der ein Theil in Alkohol, ein an-derer in Äther löslich, ein dritter Theil in beidenFlüssigkeiten unlöslich ist. Er wird zum Verkittenvon optischen Gläsern benutzt. Clären.
Canadian River, Fluß in den VereinigtenStaaten von NAmerika; entspringt auf der Gua-dalupe Range im Gebiete Neu-Mexico, fließt inöstlicher Richtung durch den nördlichen Theil desStaates Texas, dann durch den südlichen Theildes Jndianergebietes u. vereinigt sich nach einemLause von ungefähr 320 irm mit dem Arkansas.Während des Sommers ziemlich seicht, schwillt erEnde Winter plötzlich an und überschwemmt dieUmgegend. Von seinem gefärbten Wasser führt«r den Beinamen Rio Colorado; sein nördlicherHauptarm ist der Rio Nutria (Norrh-Canadian).
Canadische Compagnie, eine Gesellschaftfranzösischer Unternehmer, welche den Handel mitBiberhäuten in Canada ausbeuten wollte; ver-
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einigte sich 1719 mit der Französisch-IndianischenGesellschaft u. ging mit dieser zu Grunde.
Canadische Krankheit (ülordns canaäsnsis.Englische Krankheit, ülalaäis «iss öbonlemsnts),ein 1760 zuerst unter den Bewohnern der Baivon St. Paul beobachtetes Syphilord und be-sonders 1785 grassirend. Zeichen: Pusteln undGeschwüre im Munde, flechtenartige Geschwürein der Haut, nächtliche Knochenschmerzen, Knochen-fraß der Knochen der Nase, des Gaumens, desSchädels, der Extremitäten, Anschwellungen derAchsel-, Hals- und Leistendrüsen, Ausfallen derHaare, Brustbeschwerden, Verlust der Sinne, Aus-zehrung; s. Syphilo'rde.
Canadische Seen heißen die 5 großen Süß-wasserseen zwischen dem Dominion of Canada u.den Vereinigten Staaten, welche ihr Wasser ge-meinschaftlich aus dem St.-Lorenz-Strome unterdessen verschiedenen Namen (St. Louis, St. Ma-rys Strait, Strait of Mackinaw, St. Clair, Detroit,Niagara) empfangen n. durch denselben unter sichin Verbindung stehen. Es sind: der Obere See(Dalcs Superior), Michigan, Huron, Eric undOntario (s. d. einzelnen Artikel und vgl. unterAmerika, S. 542). Sie bilden das größte Binnen-seensystem der Erde, nehmen zusammen einenFlächenraum von nahezu 275,000 f^jlcin ein, sinddurch ihre Schifffahrt, Eisenbahn- und Kanal-verbindungen von größter Wichtigkeit für die Ver-einigten Staaten sowol, als für die englischen Be-sitzungen.
Canaille (franz.), 1) gemeines Volk aus derniedrigsten Klasse. 3) Niedriges Schimpfwort lie-derlicher, lasterhafter Leute aus der untersten Klasse;daher canaillös, liederlich, nichtswürdig; Ca-naillerie, niedriges, schändliches Betragen.
Canale (Canaletto), Antonio, auch ilTonino,Landschaft- u. Prospectmaler, geb. 1697; malte an-fangs Theaterdecorationen, ging 1719 nach Rom,wo er die alten Bauwerke aufnahm u. sich dabeizuerst der Oamsra odsoura zur richtigen Darstell-ung der Perspective bedient haben soll. Späterkehrte er nach Venedig zurück u. zeichnete sich durchtreue Darstellung der Straßen, Plätze u. Kanäledieser Stadt aus u. reiste zweimal nach London,wo er 1768 starb. Er gab 31 Blätter Ansichtenvon Venedig, die er selbst radirt hat, heraus. Erist nicht zu verwechseln mit seinem Neffen Bern.Canaletto (s. u. Bellotto). Regnet.»
Canaletto, 1) Antonio, s. Canale. 2)Ber»nardo, s. Bellotto.
Lanalioüli (lat., Anat.), kleine Gänge; besonders6. lacrimalss, Thränenkanäle; 0. ssminalss, Sa-menröhrchen.
LanLlis (lat.), 1) Röhre, s. u. Wasserleitungen.2) (Anat.) Gang, Kanal; z. B.: 6. alveolaris,so v. w. Unterkieferkanal; 0. (Ductus) artoriosusLokallii, s. u. Botalli; 6. caroticus, s. Kopfarterien-kanal; 0. Ralloxii, s. Fallopischer Kanal; 0. in-Auinalis, Leistenkanal; 0. inkraorlntalis, so v. w.Unteraugenhöhlenkanal; 6. lacrimalis, so v. w.Thränengang; 6. maxillaris, s. Unterkieferkanal;0. msäullas spinalis, s. Rückenmarkskanal; 0. na-salis, Nasenkanal; 0. Palatinos, s. u. Oberkiefer;0. Rstiti, s. Peütscher Kanal; 0. Lzlvii, Sylvi-scher Kanal; 0. xztAomaticus, Zionistischer Ka«