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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Canada (Gcogr. u. Statist.).

Gelehrsamkeit, wol aber durch Berufstreue undeinen hohen Grad von Moralität aus. Die Prie-ster erhalten neben ihrer fixen Besoldung nochLandzehnten (4 pCt. des Getreideertrages). Auchexistiren einige geistliche Orden u. Klöster. DieAnglicanische Kirche hat Bischöfe in Quebec u.Montreal (zu dessen letzterer Diöcese auch Obsr-C. u. die Hudsonsbai-Läuder gehören), einen Archi-Liaconus in Quebec u. unter ihnen Pfarrer fürdie einzelnen Kirchspiele. Die Anglicanische unddie Schottische Kirche erhalten Staatsunterstützung.Der öffentliche Unterricht ist in der ProvinzQuebec ganz nach demselben System eingerichtet,wie in Ontario, das thatsächliche Verhältnis istjedoch ein gerade umgekehrtes. Indem die Ka-tholiken hier die Mehrzahl ausmachen, haben dieProtestanten, od., wie sie hier heißen, die Dissen-rienten, ihre besonderen denomiuationalen (con-sessionellen) Schulen, während die gewöhnlichenöffentlichen Schulen fast nur von Katholiken be-tucht werden. In allen Elementarschulen wirdsowol Englisch wie Französisch gelehrt. In Mont-real besteht eine französische u. eine englische u.in Quebec eine französische Normalschule. 1869bestanden in der Provinz 3913 Schulen mit212,838 Schülern. Bon höheren Schulen (Se-minare u. Colleges) gibt es das M'Gills College(protestantisch) u. das Seminar von St. Sulpice(katholisch) in Montreal, ein Seminar (katholisch)in Stanstead, ein College (katholisch) in St. Ni-colet, eine Akademie (protestantisch) in Sherbrooke,ein Seminar (katholisch, einer Universität ähnlicheingerichtet, Unterricht unentgeltlich) u. die Ro^slInstitution kor tiis aävaneoinsnt ok IsarninAin Quebec. Die Eintheilung ist in 60 Coun-ües, die meist französische Namen tragen. Sie sindfolgendermaßen gruppirt: 9 am Ottawa, 14 amnördlichen u. 26 am südlichen User des Lorenz-stromes u. 11 östlich davon. Die Counties mitvorwiegend französischer Bevölkerung zerfallen wie-

g derum in Seigneuries, die mit vorwiegend eng-

, lischer in Townships. Städte: Quebec, Haupt-stadt der Provinz, u. Montreal.

> I)) Neu-Braunschweig (Hsrv-Lrausrviok)

> grenzt im N. an die Prov. Quebec, im O. anden Lorenz-Busen, im S. an den Isthmus vonChignecto u. an die Bai von Fundy, im W. audie Vereinigten L-taatcn (Maine). Hauptbe-schäftigung: Schiffbau, Fischerei u. vor Allemder Hvlzschlag, der, trotzdem das Land weitefruchtbare Ebenen besitzt, den Ackerbau bis jetzti» den Hintergrund gedrängt hat. Der Bodenbringt an Getreide hervor: Weizen, Mais undBuchweizen. Das öffentliche Land wird in Grund-stücken von je 100 Acres gegen Zahlung von 20Doll. od. Arbeitslieferung zum Belause von 30Doll, frei verwilligt, nachdem der Ansiedler 3Jahre aus demselben gewohnt u. 10 Acres ge-lichtet u. bestellt hat. Der Schiffbau in St. John,Mirauüchi, St. Andrews ist von großer Bedeut-ung. 1870 wurden 88 Schiffe von 35,599 Ton-nen Gehalt, 1871 65 Schiffe von 27,000 Ton-nen Gehalt gebaut. 31. Dec. 1871 waren inSt. John registrirt 767 Schiffe von 226,727Donnen Last, darunter 66 Schiffe von 25,100Tonnen. Die Fischerei in der Chaleur-Bai, dem

Pierers Nniverjal-Conversarwns-Lexilvn. t>. Aufl. t

St.-Loreuz-Golf, der Fuudy-Bai, in den großenFlüssen u. Landseen ist eine der werthvollsten desDominions. Handel: Die Ausfuhr besteht,

neben Fischen ( 2 V 2 Mill. Doll.), hauptsächlich inden verschiedenen Holzarten (etwa 3 Will. Doll.);Gesammt-Ausfuhr 6 Mill. Doll.; Einfuhr 10 Will.Doll. (1871). Die Bevölkerung besteht theilsaus Acadiern od. Abkömmlingen der Franzosen, derersten Ansiedler, theils aus Nachkommen der spä-teren brit. Colonisteu, denen sich fortwährend neueAnsiedler aus Großbritannien zugesellt haben, sodaß jetzt die brit. Bevölkerung überwiegt. India-ner zählt man noch etwa 2000, denen 61,000Acres Land Vorbehalten sind. Religion: Augli-canische Kirche 45,481, Baptisten verschiedenerArt 42,729, Methodisten3439, Wesleyaner 26,212,Presbyterianer 38,852. Die Mehrheit bilden dieKatholiken, 96,016, die unter einem eigenen Bi-schof stehen. Rechtswesen. Die Versassung istähnlich derjenigen des eigentlichen C. DemUutergouverneur (lüsuteuanb 6vvsruor) stehtein Executivconcil von 9 Mitgliedern zur Seite.Die Gesetzgebende Versammlung oder das Parla-ment besteht aus einem legislativen Concil oderOberhause, von der Regierung ernannt, u. einemUnterhause, dessen 40 Mitglreder von den 14Grafschaften des Landes u. von der Stadt St.John gewählt werden. Der Obergerichtshof be-steht aus einem Oberrichter u. 3 anderen Rich-tern; außerdem gibt es Grafschaftsgerichte undUntergerichte. Die Civilverwaltung ist ganz selb-ständig, u. nur in den durch die Conföderations-Acte vorbehalteuen Angelegenheiten, wie Vertretungnach außen, Militärverwaltung rc., ist Neu-Braun-schweig von der Dominialregierung abhängig. Deröffentliche Unterricht erfreut sich einer sorg-samen Pflege von allen Seiten, u. das Land be-sitzt, im Vergleiche mit seiner geringen Entwickel-ung, eine Menge vorzüglicher Schulen, namentlichzu Fredericktown das Königl. College und dasCollege der Baptisten. Seit Jahren war die Ein-führung nicht-confessioneller Schulen eine brennendeFrage in der Legislatur; sie führte gleich amAnfänge der Sitzung 1872 die Abdankung desfrüheren Ministeriums herbei, das nicht geneigtwar, die Sache aufzunehmen. Das neue Ministe-rium setzte ein den Wünschen der Mehrheit desVolkes entsprechendes Gesetz durch behufs Einführ-ung solcher Schulen, wogegen die Katholiken einehestige Opposition erhoben. Die Verausgabungder Provinz für Elementarschulen betrug 1871136,711 Doll., also 47 Cts. für den Kopf derBevölkerung. Städte. Die Hauptstadt der Prov.ist Fredericktown (Procksriaton) am St. John;die größte Stadt u. der bedeutendste Handelsplatzvon Neu-Braunschweig ist St. John.

L) Neu-Schottland (Hava-Leotia), früherzusammen mit dem Gouvernement Neu-Braun-schweig den Namen Acadia führend, besteht auseiner von NO.nachSW.sichhinziehcndenHalbinselam Atlantischen Ocean. Zu dieser Prov. gehörtauch die Insel Cape Breton (s. d.). Neu-Schott-land hat viele u. gute Häfen, darunter nament-lich den zu Annapolis an der Fundy-Bai. Wegenseiner hohen u. felsigen Küsten hat das Land einrauhes Ansehen. Auch im Innern ist es meistv. Bmd. 2 g