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Concida (Gcogr. u. Statist.).
ung der englischen nachgebildet. Der öffent-^liche Unterricht wird von Seiten der Negierungsehr besördert. 1870 betrugen die Einnahmender öffentlichen Elementarschulen 1,738,130 Doll,und die Ausgaben 1,712,060 Doll. SeitStiftung der Conföderation bis Ende 1871 be-trugen die Provinzialausgaben (ausschließlich derMunicipaltaxe, des Kirchenfonds rc.) für Schul-wesen 3,962,627 Doll. 1870 gab es 483,966, schulpflichtige Kinder zwischen dem Alter von 5und 16 Jahren, von denen 420,488 die Schulebesuchten. Es gab 4566 Schulen, bei denen 5165Lehrer angestellt waren. Außer diesen öffentlichengab es 163 von 20,652 Schülern besuchte se-parate Elementarschulen, die von der Provinz58,500 Doll. Beisteuer erhielten. Die Gelehrten-schulen (Ligb Lciroola) werden ebenso wie dieöffentlichen Elementarschulen durch Provinzialbei-steuer erhalten. 1870 gab es 101 Gelehrtenschu-len mit 7357 Schülern. Neben diesen öffentlichenAnstalten bestehen an 300 Privatschulen mit 400Lehrern u. 6500 Schülern. Die in Toronto be-stehende Universität, nach dem Muster der engli-schen Universitäten eingerichtet, ist eine reiche Stift-ung u. besitzt zahlreiche Professoren u. Docenten.Die Zahl der Studenten betrug 1869 1931. Ein-theilung in 20 Districte. Diese sind der Größeu. Einwohnerzahl nach sehr verschieden, zerfallenin Counties (oder Ridings grafschaften) und diesewiederum in Townships (städtische Bezirke); dieseletzteren werden in Quadratform angelegt (von20,000 bis zu 90,000 Acres) u. in Concessionseingetheilt, diese in Lots (200 Acres) und halbeLots (100 Acres). Der Verkauf der öffentlichenLändereien wird von der Provinzialregierung ver-waltet. Der Preis per Acre ist 70 Cents baar,oder 1 Doll, auf Credit. Das öffentliche Landist meist mit Waldung bestanden. Städte: To-ronto, Hauptstadt der Provinz; Ottawa (früherBytown), Hauptstadt des Dominions, Sitz derDominionsregierung; Kingston, Hamilton undLondon.
0) Quebec (früher Unter-C., Nieder-C., Ost-C., Lower-C., C. East) grenzt im N. an Labra-dor, im O. an Len Lorenz-Golf n. Neu-Brann-schweig, im S. an die Vereinigten Staaten u. imW. an Ober-C. Von der Provinz ist etwas überden sechsten Theil (ungefähr 19 Mill. Acres) amt-lich vermessen und in Districte eingetheilt, die zubeiden Seiten des oberen Laufes des Lorcnzstro-mes liegen u. von welchen wiederum nur etwader dritte Theil wirklich angebant ist. Haupt-beschäftigung ist die Ausbeutung der mächtigenWälder. Sie werden in 8 Hvlzbezirke getheilt:das Saguenay-Thal, 67,500 Hjüm; das St.-Mau-rice-Thal, 52,500 Hstcm; die Waldung zwischen demSaguenay u. dem St. Maurice, 20,000 Usicm;die Waldung zwischen dem St. Maurice u. Mont-real, 27,500 dslcm; das Ottawa-Thal, 219,400Hjkm; die Waldungen zwischen Kingston u. Trent,5875 bas Trent-Thal, 15,500 dstcm; die
Waldung östl. vom Saguenay, 162,500 Hstcm.Nicht minder wichtig ist der Bergbau (Förderungvon Eisenerzen im N. des Lorenzstromes) undSchiffsbau u. die Landwirthschast. Ein großer Theildes Grundbesitzes beruht auf einer Art von Feudal-
system, das noch aus der französischen Zeit stammt.Der König übertrug als Lehnsherr einzelnen adeli-gen Familien Ländereien (Leigusnries), od. kleineLehngüter (§ioks), welche dann von den Lsiguoursin Parcellcn an die Bauern ('Isnanciors od. 6sn-Litairss) überlassen (concscks) wurden. Diese Letz-teren hatten den Ersteren Renten, Naturalabgabenu. Laudemien zu entrichten, die Seigneurs dage-gen Procente an die Krone. Diese Einrichtungist bei den in Seigneuries eingetheilten Districte»auch noch unter englischer Herrschaft beibehaltenworden. In den in Townships eingetheiltenDistricten findet Verkauf durch Auction statt (§rcsanck common socaZe). Infolge davon hat derAckerbau in jenen Theilen sich weniger rasch u.weniger günstig entwickelt, als in diesen. DerGesammtbetrag der in den Seigneurien vermesse-nen Ländereien beläuft sich ans etwas über 10 Mill.Acres (wovon jedoch nur die Hälfte in den wirk-lich colonisirten Districten), der in den Townshipsüber 8 Mill. Acres. Handel sehr bedeutend:die Ausfuhr an Holz beträgt allein 20 Mill. Doll,jährlich; außerdem Fische, Pelzwerk, Getreide,Mehl; Einfuhr: Manufactnr-, Colonial-, Eisen-und Glaswaaren, Wein, fertige Kleidungsstücke,Hüte, Papier, Seife, Malerfarben; Kaffe u. Theewerden viel ans den Verein. Staaten geschmuggelt.Für den Seehandel sind Quebec u. Montreal diebeiden Hauptplätze; die in letzterer Stadt 1870angekommenen Schiffe hatten einen Tonnengehaltvon 282,239, in Quebec dürste der Verkehr einetwas geringerer sein. Bon der Bevölkerungist der größte Theil französischer Abstammung (na-mentlich aus der Normandie) u. steht in dem Rufeder Ehrlichkeit, Gewerbethätigkeit, Arbeitsamkeit,Nüchternheit u. Gastfreundschaft. Nur eine ge-ringe Anzahl davon gehört den Seigneurfamilienan, die meisten sind fleißige Bauern (klrbitans),unter denen fast durchgehends eine große Gleich-heit der Verhältnisse herrscht. Sie leben in Dör-fern und Weilern zusammen, bewohnen einfache,aber durch Reinlichkeit u. Nettigkeit ausgezeichnete,ans Fachwerk bestehende, durchgängig weiß ge-tünchte, meist mit Gärten umgebene Häuser. Bet-telei und Diebstahl kommen fast nie unter ihnenvor; ebenso fremd ist ihnen aber auch ander-seits selbst der geringste Grad von Schulbildung,u. in dieser Hinsicht unterscheiden sie sich nament-lich von den Abkömmlingen der englischen Einge-wanderten, mit welchen sie fast jede Berührungvermeiden. Rechtswesen: Der Civilcodex istgrößtentheils auf den 6oäo Napoleon gegründet,nur in den in Townships eingetheilten Districtengilt das englische Civilrccht n. englisches Verfah-ren, dagegen in der ganzen Provinz das englischeCriminalrecht u. Geschworenengericht. Das Ober-appellationsgericht (Higli Oonrt ok Lppeal) ist inQuebec, drei Obergerichte (0ourt8 cck tznesn'aLoncti) in Quebec, Montreal u. Three Rivers,Provinzialgerichte in Gaspe u. St. Francis. Mu-nicipalverfassungen haben nur die Städte Quebecu. Montreal. Religion: in kirchlicher Bezieh-ung bei weitem weniger gemischt, als in Obcr-C. Der französische Theil der Bevölkerung iströmisch-katholisch u. hat einen Bischof in Quebec;der niedere Klerus zeichnet sich zwar nicht durch