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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Canada (Gcogr. u. Statist.).

sind in den verschiedenen Theilen der Provinz inThätigkeit gesetzt, um leichter zn den Minendistrictenzu gelangen. Die Hauptlandstraßen sind die nachCariboo u. Baskerville, die sich jedoch mit allenübrigen noch in einein sehr primitiven Zustandebefinden. Das große Hinderniß gegen alle Ver-besserungen indessen gipfelt mehr in dem verlocken-den Charakter des Bergbaues, als in den gewöhnli-chen Bcrufsarten. Ganz abgesehen vom Silber, dasim unteren Becken des Fraser entdeckt worden ist,u. vom Kupfer, das reichlich unmittelbar östlichvon dem Flusse vorkommt, darf man sagen, daßsich Gold fast überall vorfindet. Die Gewinnungdesselben, die in neuerer Zeit stetig zngcnommen,betrug 1865 2,850,000 Doll., 1866 3 Will. Doll.,1867 3^ Mill. Doll. Die Anzahl der Grubenleutein diesen Jahren betrug an 3000 (der jährl. Verdiensteines Mannes durchschnittlich an 1150 Doll.), einErgebniß, das beträchtlich besser ist, als in irgendeinem Goldlande der Welt. Die wichtigsten sinddie Cariboogoldminen, jedoch 1871 wurden diereichen neuen Goldfelder Manson River, SlateCreek, Germanson Creek n. Ominica eröffnet. AuchKohlen u. Eisen werden gefunden, das Pelzwerkjedoch bildet nach dem Golde den wichtigsten n. er-giebigsten Ausfuhrartikel. Die Gesammtausfuhr derProvinz, mit Ausschluß von Gold, betrug 1869

з, 596,000 Doll. Während der letzten Jahre hattedas Land eine schwere Last in der Burcankratie;es war mit hochbesoldeten Beamten überbürdet.In dieser Beziehung bewirkte eine wesentliche Er-leichterung die Vereinigung von Britisch-Columbian. der Vancouvers-Insel, durch welche die gro-ßen Regierungskosten ans die Hälfte herabgesetztwurden. Die Bevölkerung betrug in der ganzenProvinz 1871 10,586 Weiße, außerdem unge-fähr 4050,000 Indianer; von diesen kamenetwa 18,000 auf die Vancouvers-Insel. DieEinkünfte betrugen 1868 585,610 Doll, und dieAusgaben 534,660 Doll., wovon auf die Ver-zinsung der öffentlichen Schuld 99,736 Doll, fallen.Die Regierung besteht aus einem von der Kroneernannten Bicegouvernenr u. einem legislativenCouncil von 22 Mitgliedern, von denen 13 dieKrone ernennt, 5 das Festland und 4 die Inselwählt. Eine große Schwierigkeit des Landes be-steht in den indianischen Verhältnissen, die weitentfernt sind, geregelt zu sein, u. in Zukunft, na-mentlich für neue Ansiedler, große Schwierigkeitenbereiten werden. Städte auf dem Festlande: New-Westminster, an der Mündung des Fraser, u. dieForts Langley, Aale u. Litton; auf der Insel:Victoria, mit schönem Hafen am SEnde der Insel,

и. Nanaimo, berühmt wegen seiner Kohlengruben.Die Vancouvers-Jnsel erstreckt sich von NW.nach SO. 480 üm weit, zwischen 48° 20' u. 51°n. Br., u. wird vom Festlande getrennt durch denQueen-Charlotte-Sound, den Georgia-Golf u. dieFuca-Straße; Flächeninhalt 325,000 Hjlcm. DieKüsten sind meist steil; im Innern erheben sichmit dichtem Nadelwalde bedeckte runde Hügel, u.hinter diesen steigt eine kahle Felsenkette auf. Diegelichteten Stellen in der Nähe der Küste sind sehrfruchtbar. Diese Küsten sind mannigfach einge-schnitten. Größere Seen u. Flüsse sind nicht vor-handen. Gneis u. Glimmerschiefer sind die herr-

schenden Gesteine; am SOEndc haben sich auchGranit und Trappgänge gezeigt. Das Klimaist angenehm u. gesund. Nur ein kleiner Theilder Oberfläche ist Ackerland, da vier Fünftel we-nig besser als unfruchtbarer Felsen sind. Die ammeisten angebauten Cerealien sind Weizen, Gerste,Hafer u. Erbsen; Gemüse in allen Arten kommttrefflich fort, u. auch der Obstbau ist ein blühenderZweig der Landwirthschaft. An Mineralien wirdGold, Kupfer, Silber u. Blei gefunden; auch Kohlenwerden häufig angetroffen. Die Fischereien längsder Seekllste find werthvoll u. liefern namentlichLachse u. Häringe. Die Ausfuhr besteht in Krh-lcn, Balken u. Stabholz, Austern, Lachs rc. Injüngster Zeit hat man auch angesangen, Schiff:auf der Insel zu bauen.

L) Ontario (früher Ober-C., auch West-C.,Upper-C., C. West, zuerst Jork) grenzt im N. u.O. an Quebec (früher Nieder-C.), im S. an dieBereinigten Staaten u. im W. an das NWTer-ritorium. Von etwa 78 Will. Acres (s, 0,4,2 im)sind 22Mill. bereits verkauft od. verschenkt wor-den, u. 26 Mill. sind außerdem schon amtlich ver-messen, aber noch unbesetzt, u. nehmen das Landzwischen dem Ottawa u. Lorenzstrom u. die Halb-insel zwischen dem Huron- u. Erie-See ein. Haupt-beschäftigung ist Ackerbau, Viehzucht, Jagd,Fischerei, Holzschlag, Bergbau (Gold, Kupfer, Salzund Petroleum); Industrie ziemlich gering, be-schränkt sich auf die Fabrikation von Wollen- u.Eisenwaarcn n. Pottaschesiederei. Handel. Aus-fuhr: Holz, Pelzwerk, Fische, Thran, Getreide,Steinkohlen, Salz, Pottasche, zusammen für etwa10 DM. Doll.; Einfuhr: Colouialwaaren, Wein,Branntwein, Baumöl, Eisen-, Thon- und Glas-manufactnrwaaren, getrocknete Fruchte, für etwa 6Mill.Doll. Bevölkerung 1871: 1,620,851 See-len, unter welchen die Abkömmlinge der englischenu. schottischen Eingewanderten bei weitem über-wiegen (Dtrs sllamil/ comxaot) u. in deren Hän-den sich auch vorzugsweise der Besitz der öffent-lichen Ämter n. des Grundes u. Bodens befindet;in den gesetzgebenden Versammlungen bilden siedie aristokratische Opposition. Um die Besiedelungseines nördlichen Gebietes zu beschleunigen, hatOntario daselbst eine Anzahl von Bezirken (Donm-sllips) eröffnet, wo Landstellen unentgeltlich ange-wiesen werden (i?rso Oranbs). Jedes Familien-haupt erhält dort 200 Acres und jede männlicheu. weibliche Person über 18 Jahre 100 Acres.Nach der Religion gehörten zur

Anglicauischen Kirche 330,000

SchottischenRömisch-Kathol.PresbyterianerMethodistenBaptistenLutheranerQuäker

63,167274,162448,640370,06688,07932,3997106 rc.

Die Anglikanische, Schottische, einige andere pro-testantische u. die Römisch-Katholische Kirche er-halten vom Staate Unterstützung. Die Einkünfteder Provinz beliefen sich 1870 auf 2,797,OOODoll.,die Ausgaben auf 2,368,772 Doll. Es gibt eng-lisches Criminal- und Civilrecht; ebenso istdas Gerichtsverfahren u. die Municipalverwalt