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Canada (Geogr. u. Statist.).
Theil der Grenze zwischen den Verein. Staaten(Maine) n. C. bildet. Neu - Schottland hat vielesich in die zahlreichen Buchten ergießende Flüsse,die meisten jedoch sind Gebirgsströme. Die wich-tigsten sind der St.-Mary n. der Shubenacadic,der durch einen Kanal Halifax Harbonr mit derCobequid-Bai, dem nördlichen Theil der Fundy-Bai, verbindet. II. DerAbfluß nach derHudson-Bai.Diese Bai nimmt in sich den Abfluß eines Beckensans, das sich ungefähr 160 km von ihren Ufernansdehnt, mit Ausnahme des Nelson-Thals, dasbis zum Felsengebirge reicht. Die Hauptflüsse sind:a) Churchill od. Missinippi, nahe bei dem Atha-basca aus dem Buffalo-See entspringend, b) Nel-son, der ans zwei Strömen in den Rocky-Moun-tains gebildet wird, nämlich dem North-Sas-katshewan, der zwischen den Bergen Lyell undMurchison auf dem WAbhange des Saskatshewan-Gebirges entspringt, u. dem South-Saskatshewan,der zwischen den Bergen Murchison u. Balfonrentspringt. Der Vermillian u. der Kananasis-Paßverbinden sein Thal niit dem des Kotani, einesNebenflusses des Columbia. Beide Arme habenmanche Nebenflüsse. Nachdem sie sich auf 3° voneinander entfernt haben, vereinigen sich die beidenArme wieder u. fließen östlich in das nördlicheEnde des Winnipeg-Sees u. von da nordöstlich indie Hudsons-Bai. In das SEnde des SeesWinnipeg fließen ab der Rainy-See u. der Seeder Wälder (Iialcs ob tbo Voocka) u. der North-Red-River u. der Assiniboine, die sich beim FortGarry vereinigen. In das OEnde des Winnipeg-Sees fließen der Manitoba-See und der SeeWinnipegus. o) Severn. Dieser Fluß ist durcheine Gabelung des Berens-Sees mit dem SEndedes Winnipeg-Sees verbunden. Andere Flüsse,die in den Theil der Hudsons-Bai strömen, wel-cher James-Bai heißt, sind: Albany, Moose,Rupert, East-Main. Weiter nach W. zu sind derGroße u. Kleine Whale River. III. Der arktischeAbhang. Der Strom dieses Abhanges ist derMackenzie, der unter dem Namen Athabasca oderLa-Biche-Fluß auf der WSeite der Rocky-Moun-tains in der Nähe der großen Koppen Hooker u.Brown entspringt. Der Athabasca nimmt denAbfluß des Kleinen Sklaven-Sees in sich auf u.fällt in das WEnde des Athabasca-Sees. Indasselbe ergießt sich auch der Peace-River, dergleichfalls im W. der Rocky-MountainS entspringt.Aus dem Athabasca-See fließt der Sklaven-Flnßin den Großen Sllaven-See. Aus dem WEndedes Großen Sklaven-Sees fließt der eigentlicheMackenzie nördlich dem Eismeere zu. Beim FortSimpson nimmt er auf dem linken Ufer den AnLiards od. Turagain auf, der aus dem Stekiu-lande kommt. Ein wenig nördlich vom FortNewman nimmt er den Bärenfluß ans, der denAbfluß des Großen Bären-Sees bildet. In dieStröme, welche das Delta bilden, ergießt sich derPeel-River, u. endlich bahnt sich der große Stromseinen Weg in die Mackenzie-Bai und so in dasEismeer. Der Untergrund in einem großen Theilseines Thals ist beständig gefroren. IV. Der Pa-cific-Abhang. a) Simpson od. Skecna, der in denPeak-Mountains entspringt; er bildet den Abflußmancher Seen, d) Fraser, der Fluß Britisch-Co-
lnmbias; entspringt in Per Nähe des Athabascau. fließt zuerst westlich, dann südlich u. endlichnördlich in den Golf von Georgia. Der Haupt-strom ist eine Kette von Seen, Wasserfällen undSchnellen, o) Columbia, welcher größentheils denVereinigten Staaten angehört. Das Klima C-sist gegen die gleichen Breitengrade in Europaziemlich kalt; lange strenge Winter, vom Novem-ber bis April anhaltend (das Thermometer oftplötzlich von -ff 2" zu —20" R. fallend), kurzeFrühlinge, heiße Sommer, dabei im Allgemeinender Himmel verhältnißmäßig klar; SWWinde herr-schen vor u. bringen heiteres Wetter, NOWindebringen fast immer im Sommer Regen, im Win-ter Schnee. Products des Mineralreiches: Gold,Silber, Kupfer, Eisen, Steinkohlen, Salz rc.; desPflanzenreiches: Mais, Roggen, Gerste, Hafer,Hanf, Flachs, sowie überhaupt die meisten Ge-treidearten, Obstsorten und Culturpflanzen desmittleren Europa (Obst namentlich in Ontario,dort selbst Aprikosen und Pfirsiche), unerschöpflichreiche Waldungen, darunter von Nadelhölzern na-mentlich die weiße oder Weymuths-Fichte (IwräIVbexinontbs kius, kinun Ltrobus, der höchsteBaum NAmerikas im O. der Rocky-Mountains,die schönsten Masten liefernd), ferner kiuns oana-cisnsis (ebenfalls sehr hoch), ?. wAra u. slba,?. Ilanksiaua (kleiner Baum, von den Canadiernals Cypresse bezeichnet, gutes Holz zum Ban klei-ner Boote), Balsam-Fichte (?. balvamsa. von wel-cher der kanadische Balsam kommt), ?. rubra,st. rlFiäa; von Laubhölzern die kanadische Eiche(deren Holz aber zum Schiffbau nicht so geeignet,wie das der europäischen, weil weniger dauerhaft),Pappeln, Birken, Erlen, Weiden, Ahorn, Zucker-ahorn (Laer sankariuuiu), aus dessen Saft vielZucker gewonnen wird; von kleineren einheimischenPflanzen ist noch der Wasserreis (Lirania agna-tioa) wichtig; des Thicrreiches: Elenthiere,
Hirsche, Buffalo (im südwestl. Theil), Bären,Wölfe, Füchse, Hasen, Biber u. Otlcrn (beidevon Jahr zu Jahr seltener werdend h wilde Katzen,Marder, Wiesel, überhaupt viele wegen ihrer kost-baren Pelze geschätzte Thiere, Rindvieh, Schafe,Schweine u. andere von Europa eingesührte Haus-thiere, wilde Truthühner, viele Sumpf- u. Was-servögcl, großer Reichthum an Fischen und Cru-staceen rc. Die Industrie dreht sich, wie in allenneu organisirten Ländern, in C. inehr um dieHervorbringung von Rohstoffen, als um die Ver-fertigung von Handelsartikeln. Sie besteht vor-nehmlich aus Holzfällen, Ackerbau, Viehzucht (s. u.Handel, Ausfuhr) u. Hüttenbetrieb (im I. 1872betrug die Production an Eisen bereits 2,054,000Ctr.), Fischerei, Bergbau. Der Handel ist be-deutend u. in einem riesenhaften Aufschwünge be-griffen. Das Finanzjahr 1871—72 ergab:Ausfuhr 82,639,663 Doll, (-j- 8,466,045i gegen d--SEinfuhr107,709,116 „ (-P-20,761,634/Borjahr),welche Ziffern sich aus die einzelnen Länder fol-gendermaßen vertheilten: Einfuhr ^schr
in 1000 DoÜ.
Großbritannien. 61,901 25,638
Vereinigte Staaten .... 34,218 31,897
Westindien. 2448 4327
Brit.-nordamerikan. Provinzen 1969 1726