425
Oainxorri nesia
in welcher Eigenschaft der schon früher auf allenGebieten der Volkswirthschaft thätige Mann na-mentlich auf Hebung der Landwirrhschaft, Erricht-ung von Hospitälern, Besserung des Armenwesens,des hohen Unterrichtes, des Postwesens, der Justizu. namentlich auf Minderung des Steuerdruckeshinarbeitete. Wol hatte ihm der König für allesdieses segensreiche Wirken den Titel de Castillabeigelegt, aber dennoch konnte auch er gegen dieJntrignen des Grafen von Florida Bianca sichnicht halten; er mußte aus dem Rathe weichenu. seine Ämter abgeben, nachdem er über 30 Jahreseines Lebens nur dem Wohl Spaniens gewidmet;er lebte nun ganz seinen literarischen Arbeitenbis zu seinem Tode, 3. Febr. 1802. Wegen seiner4nti§nväLä maritima äs la ropudiloa cko OartaZo,con ei poriplo äs sn Ksnsrai Lannon, traäneiäoäoi Arie§o z? iiinotraäo, Madrid 1756, war erzum correspondirendcn Mitglieds der Akademieder schönen Wissenschaften in Paris ernannt wor-den, worauf später seine Ernennung znm Directorder König!. Akademie der Geschichte zu Madridfolgte. Außerdem schrieb er u. a.: Olssnrsc»sobrs ei lomsnbo äs la inänstria populär, Madr.1774, deutsch von Göritz, Stnttg. 1778, daserste gute Buch über Nationalökonomie in Spanien;Lodrs la säueaoion populär äe los artisanos ^su komento, 1775, Anhang dazu 1775—77, zu-sammen 6 Bde., worin er im Aufträge des Königsdarlegte, was bezüglich der inneren Polizei, derSteuern, der Landwirthschaft, der Industrie u. desHandelsinSpanien zu reformirensei; IrataäoäslaroZalla äs amortmaoiou, 1765, Fol., n. Aust.,Gerona 1821, worin er für Beschränkung derVeräußerungen der Todten Hand in Spanien ein-trat, u. den handschriftlich hinterlasscnen Irataäoäs la rsAalla Lspaöa, herausgeg. von Vinc.Salva, Par. 1830, der ein hübsches Gegenstückzur vorstehenden Abhandlung bildet. 'Lagai.
llampomanesia Ä. cü !>., Pflanzengatt, aus derFam. der Lhn'taooas-AgwtsLs, Bäume od. Sträu-cher mit gegenständigen, fadennervigen Blätternu. ziemlich großen Blllthen, welche zu 1—3 aufachselständigen Blllthenzweigen stehen; ausgezeich-net durch den 6—mehrfächerigen Fruchtknoten mit2—4 Reihen Samenknospen in jedem Fache; Fruchteine kugelige, vom Kelche gekrönte Beere, derenSamen einen spiralig gekrümmten Embryo ein-schließen. Mehr als 100 Arten finden sich imtropischen u. subtropischen Amerika, welche meistsüße u.. wohlschmeckende Früchte besitzen, wegenderen auch einzelne Arten cultivirt werden. Engler.
Campo Mayor, Stadt bei Elvas im Distr.Portalegre der ehcm. portugiesischen Prov. Alemtejo,nahe der Eisenbahn von Madrid nach Lissabon;Festung gegen Spanien mit den Forts S. Joaou. Schomburg; 5300 Ew. Hier 1709 Sieg derSpanier über die Briten u. Portugiesen. 1712wurde C. vergebens von dem Marquis de Baybelagert. 1732 Auffliegen des Pulvermagazinsu. Zerstörung fast der ganzen Stadt. Von ihrführt der Marschall Beressord den Titel Marquisvon C. M. Die Stadt wurde 16. März 1811von Mortier erobert, jedoch schon am 21. wiedergeräumt.
Vamp» santo (ital., heiliges Feld), Friedhof,
— Camuccini.
Begräbnißplatz; besonders der mit Kunstwerkengeschmückte Begräbnißplatz hervorragender Persön-iichkeiten in Pisa (s. d.) angelegte u. mit heiliger,von Jerusalem geholter Erde bedeckte; durch LenErzbischof Ubaldo dem Andenken der um denFreistaat verdienten Männer gewidmet. Auch inNeapel, Florenz, Mailand, Genua, Turin u.Bologna befinden sich ähnliche Anlagen, u. inBerlin wurde der Plan zu einem großartigen C,S. entworfen, welcher mit dem am Lustgartenzwischen L-chloß u. Museum zu erbauenden Domeverbunden werden sollte. Die Entwürfe zurornamentalen Ausschmückung des Innern machteP. Cornelius.
Camposanto, Gemeinde im Bezirke Mirandolader ital. Prov. Modena; 8204 Ew.
Campo vacerno (Ochsenmarkt), jetziger Namedes ehemal. Forum in Rom (s. d.).
Campra, Andre, franz. Operncomponist, geb.4. Dec. 1660 zu Aix in der Provence; war eineZeit lang Kirchenmusikdirector zu Toulon, Arles,Toulouse, seil 1694 zu Paris an der Collcgial-kirche der Jesuiten, später an Notre-Dame. SeineStellung zwang ihn, die ersten beiden Opernunter dem Namen seines Bruders zu veröffent-lichen, aber durch den Erfolg ermuthigt, nahmer seine Entlassung u. widmete sich ganz derOper. Unter den Nachfolgern Lnllis nimmt C.vor Nameau die angesehenste Stelle ein; erwurde 1722 k. Kapellmeister, n. vom Prinzen vonConti erhielt er den Titel einem Musikdirektors.Er st. 29. Juli 1744 zu Versailles. Unter seinenOpern sind hervorznheben: 4,'Lurops galante(1697), I-s (larnsval äs Vsniss (1699), Ilssions(1700), 4.rstünsö (1701), lavorsäs (1702), IwsUnsss (1703), IxüiAsms en Ranriäs, dslsms-gns (1704), Llins, Irionapüs äs l'.ämour (1706),Üippoäamis (1708), Iws §öbss vensbisnnes(1710), läomsnes (1712), I>ss amovrs äe Aarssb äs Vsnns (1712), RsILxtzg (1713), Lamille(1717), ^.otzills sb vsiäainis (1735); fernerschrieb er für den Hof dramatische Unterhaltungen,3 Bücher Cantaten, 5 Bücher Motetten, heranszvon Ballard, u. a. Brambach.
Camp sie, Flecken in der Grafschaft Stirling(SSchottland), an einer Zweigbahn der von Glas-gow nach Edinburgh führenden Eisenbahn; Fabri-ken grober Tücher (C. Greys), Kattuudruckerei,Bleichen; 5700 Ew.; in der Nähe die C. Hills,Berge von 455 rn Höhe, wo schöne Achate ge-funden werden.
llampus (lat.), 1) Ebene, Fläche; 2) bes. flachesFeld, Acker; 3) (röm. Ant.) Platz in Rom, zuFesten, Volksversammlungen, Waffenübungen u.Ähnlichem; so bes. der Oampns Llartius, dasMarsseld; s. u. Rom (a. Geogr.).
Camrnp, District in Nieder-Affam des brit.Ostindien; durchflossen vom unteren Brahmaputra;344 HZKw; noch wenig angebant; 300,000 Ew.' Camuccini, Vinc., Geschichtmaler, geb. 1773in Rom, gest. 1844 das.; machte seine Studienin den Hauptstädten Italiens, in London, Parisu. Deutschland; wurde 1818 Director der Akade-mie zu Neapel, kehrte von dort nach Rom zurück,wo ihn der Papst zum Oberaufseher der Galerieu. der Mosaikfabrik u. Maler an der Peterskirche