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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Ccunpi Campomancs.

er 3. Juli 1626 in Dokkmu; er lieferte eine Samm-lung erbaulicher Gedichte: Ltiobbskislcs rismsn,Amsterd. 1652 u. ö.; eine Übersetzung der Psal-men Davids, 1680. Lebensbeschreibung vonKoop-man, Amst. 1804.

Campi, italienische Malerfamilie aus Cremona,wo man ihre Werke in vielen Kirchen findet: 1)Galeazzo, geb. 1475 in Cremona, gest. 1536.Hauptwerk: Altar in S. Sebastians zu Cremona.2) Giulio, Sohn des Vor., geb. 1580 in Cre-mona, gest. 1572; lernte bei Ginl. Romano inMantua, nahm aber so viel möglich von demStil jedes großen Meisters seiner Zeit an. Werke:im Dome zu Mantua, in Sigismondo zu Cre-mona u. im Palast del Soragna im Parmesani-schcn (die Heldenthaten des Hercules, gestochen v.Ghifi). 3) Antonio, Bruder des Vor., Maleru. Bildhauer; lebte in Italien, ahmte vornehm-lich den Correggio nach u. lebte noch 1591.Werke in S. Paolo zu Mailand. Er schr. eineChronik Crcmonas 1585. 4) Vincenzo, Maler,Bruder u. Gehilfe des Vor. st. 1591; Kreuzab-nahme im Dome zu Cremona. 5) Bernardino,Maler, Verwandter der Vor., geb. 1522, gest.1590; war Schüler von Giulio C., nahm nach-mals von Tizian, Rafael, Giulio Romano n. Cor-reggio vieles an; war der bedeutendste Meisterder eklektischen Schule der C., welche mit der derCaracci in Cremona rivalifirte, u. bildete mehrereSchüler. Hauptwerke: Kuppel in S. Sigismondozu Cremona, namentlich Geburt Christi in S.Domenico daselbst. Er schr.: I?arsrs sopra Inpittura, Cremona 1580. Regnet.'

stampi kisenric», Gemeinde in der Prov. u. demBezirke Florenz; 11,642 Ew.

Campidoglio, bei den jetzigen Italienern dasCapitol in Rom; s. Rom.

Campidöna, Stadt, so v. w. Kempten.

Campiglia Marittima, Stadt im BezirkeVolterra der italienischen Prov. Pisa, Station derRömischen Bahn; großes Krankenhaus, Leih- u.Sparkasse; Marmorbrüche im Monte Calvi (Mar-mor Brocadeo di Geradesca); Sllßholzbau; 5863Ew. Außerdem heißen noch 3 Orte in ItalienCampiglia, jedoch mit anderen Beinamen.

Camprne, sandige Gegend ans der Grenzezwischen den Niederlanden u. Belgien, in NBra-bant; durch Fleiß der flämischen Einwohner den-noch sehr fruchtbar u. durch ihre Viehzucht bekannt.

Campio (mittellat., von oampus, Feld, abge-leitet, sranz. Champion), im Mittelalter Fuß-kämpfer in den Ordalien, entweder für sich, oderfür einen anderen Angeschuldigten. Im Kampfefür die eigene Person besiegt, wurden sie nie wie-der zum Zweikampfe gelassen; geschah dies imKampfe für Andere, so wurden sie fortan ehrlosu. bei Gerichten über Capitalverbrechen mit ihrerPartei hingerichtet. Sie hatten eine besondereKleidung von Leder u. kommen schon unter Karld. Gr. vor.

Lamp, llauäü (6. Vsronsnsss), Ebene im Cis-alpinischen Gallien, wahrscheinlich bei Vercellä, amEinfluß der Sesia in den Po (nach Anderen beiVerona). Hier 30. Juli 101 v. Chr. Sieg desMarius und Catulus über die Cimbern; s. Rom(Gesch.) n. Cimbern.

Campircn, (v. Fr.), so v. w. lagern ohneZelle unter freiem Himmel (vgl. Bivouac); daherCampirleine, eine Leine, an die in einem Lageroder Bivouac die Pferde der Cavalerie u. Artil-lerie gebunden werden; Campirpfahl, ein hölzerner,unten mit einem eisernen Schuh n. oben miteinem eisernen Ringe versehener Pfahl, der zurBefestigung der Campirleine benutzt wird.

Campistron, 1) Jean Galbert de, sranz.Dramatiker, geb. 1656 inTonlouse; lebte seit 1672in Paris u. war 30 Jahre Secrctär des Herzogsvon Vendvme; st. 11. Mai 1723 in seinerVaterstadt; er schr. die Tragödien VirAinis, Tlri-äs.to, Lnäronio u. a.; die Öpern^oblils, ^loiäs,^ois st Oalatbss n. das Lustspiel Iw salouxässabuss. Werke, 1760, 3 Bde. 2) Louis de,Bruder des Vor.; war früher Jesuit; st. 1737 inToulouse; er schr. lateinische u. französische Gedichte.

Campo (ical., span., portug.), flache Gegend,Gefild, Lager, Schlachtfeld.

Campoamor, Don Ramon de, spanischerDichter, geb. 1820; studirte in Madrid Medicin,wandte sich aber nach seinen ersten Erfolgen aufliterarischem Gebiete der Poesie zu; später wurdeer Civilgouverneur von Alicante u. Valencia, saßauch in den Cortes. Er schr.: ^z-ss äol alma(Gedichte), Madr. 1842; Babuins orl^Iuslss, ebd.1842; volorss (Elegien), 9. Ausl., 1866; I-aLlosoLs. äs las Iszws, 1846; Oolou (Gedicht),1859; kolomieas von In äsmooracia, 1862; Iwabsolut», 1865; von seinen Obras postleas er-schien eine n. A., 1872.

Campobasso, 1) (früher Molise) Provinz inUnter-Italien; 4604 Hstcm (83,, HsM); grenztnordöstl. an das Adriat. Meer, slldöstl. an die Prov.Foggia, slldl. an Benevento, südwestl. an Caserta,nordwestl. an Aquila, nördl. an Chieti, das alteSamnium; gebirgig durch die Apenninen; be-wässert vom Biferno u. Trigno; von 26 icm derSBahn (Bologna-Otranto) durchschnitten; ange-nehmes Klima; mit Ausnahme des unteren Bi-ferno-Thals wenig fruchtbar; getheilt in 3 Districte:C., Jsernia u. Larino; 364,208 Ew. 2) Haupt-stadt darin; Criminalgerichtshof, Civiltribnnal;königliches Collegium; Messerschmiede; lebhafterTransitohandel; 14,090 Ew.

Campo Formio (richtiger C. Formido), Dorfmit Schloß bei Udine in Venetien (Königreich Ita-lien); 2086 Ew. Hiervon ward der Friedensschlußzwischen Österreich u. Frankreich in der Nacht vom17. auf den 18. Oct. 1797 genannt; eigentlichzu Passeriano geschlossen (C. F. war für neutralerklärt); s. Französischer Revolutionskrieg undÖsterreich (Gesch.).

Campoloro, Flecken im Arrond. Bastia dessranz. Dep. Corsica; vorzüglicher Weinbau; eineZeit lang Residenz des Königs Theodor.

Campomancs, Don Pedro Rodriguez,Graf von C., spanischer Minister, Historiker undNationalökonom, geb. 1723 in Asturien; wurde1762, bekannt als vorzüglicher Jurist u. bereitsim Postdepartement nnt Erfolg thätig gewesen,durch Karl III. Fiscal des königlichen HohenRathes von Castilien, nachmals Präsident dieserBehörde, 1788 Präsident des Rathes von Castilieuu. 1791 von Karl IV. znm Staatsrath ernannt,