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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Comciun Comoöns.

Herrschaft in Schottland gewann, ohne daß übrigensdie C. dadurch zufrieden gestellt worden wären.1709 erhoben sie sich gegen die Union Englandsn. Schottlands. Seit 1743 haben sie als separirtePresbyterianer förmliche Duldung. Löffler?

Camerun (Mongoma-Lobah), vnlcanischer Ge-birgsstock im Lande Bimbia (WAfrika), gegenüberder Insel Fernando Po im Meerbusen von Guinea,die höchste Erhebung in WAfrika; nimmt einenFlächengehalt von etwa 2290 H>Icm ein. Im N.ist eine Reihe von kurzen Gebirgszügen, woransich der 15701880 m hohe Kleine C. (Mougo-ma-Etindeh) u. weiter nördl. der Rnmby-Bergzugschließt; nach S. erstreckt sich die große Bergmassedes Qua, welche ein prächtiges Amphitheaterum die Amboser-Bucht bildet, das sich zu bedeu-tenden Kuppen erhebt, deren eine, der Gottesberg(Mongoma-Lobah), 4120 m ü. d. M. hoch ist.Das C.-Gebirg ist reich bewaldet mit Palmen,Akazien, Ficusarten, Cardamomen, Kolabäumenn. s. w. Die unteren Abhänge sind von demStamme der Ba-Kuiri bewohnt, welche Bananenii. Cocospalmen bauen. Das Gebirg wurde zu-erst 1861 u. 1862 vom Capitän Burtou u. demdeutschen Botaniker Mann bestiegen. Vgl. Burtou,iLbsolcnta mick büs Oamaroons Mountains, Lond.1863, 2 Bde. Kolpe?

Camilla, der 107. Planetoid, 17. Nov. 1868durch Pogson in Madras entdeckt.

Camillo, Francesco, span. Maler, florent.Abkunft, geb. 1610 in Madrid, gest. daselbst 1671,Schüler seines Stiefvaters Pedro de las Cuevas;ward schon mit 18 Jahren zur Ausschmückung derJesuitenkirche berufen u. bald danach beauftragt,im Schauspielsaal von Buen - Netiro die Königevon Spanien zu malen, denen seine 14 Bilderaus denMetamorphosen desOvidius ebenda folgten.Bilder von ihm in Toledo, Madrid, Alcala, Se-govia, Salamanca, Pardo rc. Hauptwerke: Heil.Leocadia in Toledo; Maria in Bethlehem, inMadrid, Kreuzabnahme, in Segovia, u. namentlichder heil. Borromäus in Salamanca. Seine Zeich-nung ist correct, seine Farbe leuchtend und an-umthig. Regnet.

Camillus, röm. Familienname der patricischenb'nris. Asus. 1) Marcus Furius C., 403 v. Ehr.Censor, sechsmal consnlarischer Kriegstribun undwährend der zehnjähr. Belagerung von Veji, dieer 396 v. Chr. durch die Eroberung der Stadt be-endigte, zum ersten Mal Dictator. Ebenso erfolgreichkämpfte er gegen die Capenaten u. Falisker, dieer der Sage nach, indem er den Verrath einesLehrers, der ihm alle seine Zöglinge als Geißelnzusühren wollte (s. u. Falerii) zurückwies, mehrdurch Großmuth als durch Waffengewalt bewäl-tigte. Als er die Forderung der Plebejer in Rom,daß der Sitz der Hauptstadt von Rom nach Vejiverlegt werde, Hintertrieb, wurde er vom Volks-tribnn L. Apnlejns nachträglich wegen ungerech-ter Vertheilnng der vejentischen Beute angeklagtund, obgleich er ins Exil nach Ardea gegangenwar, abwesend um eine große Geldsumme gestraft.Als Nom nach der unglücklichen Schlacht an derAllia von den Galliern unter Brennus erobertworden war, wurde C. 390 in seiner Abwesen,heit entbannt u. zum Dictator ernannt, sammelte

nach einer unverbürgten Erzählung (s. u. Bren-nns 1) ein Heer n. schlug die Gallier; s. Rom(Gesch.). Da er auch den erneuten Wunsch derPlebejer, die verbrannte Stadt nicht wieder auf-znbanen, sondern nach Veji ausznziehen, durchseine Beredtsamkeit vereitelte, so nanüten ihn dieRömer den zweiten Gründer Roms. 387 wurdeer zum dritten Mal Dictator gegen die Äquer,Volsker, Etrusker, Latiner, Herniker rc., die ersämmtlich besiegte, worauf ihm ein Triumph de-cretirt wurde. 385 war er einer der 6 Nribninmilikum «ans. potosi., wo im Kriege gegen dieVolsker n. Antiaten ihm das Obercommando vonseinen College» übertragen wurde, und 367 zumvierten Mal, als das von den Patriciern heftigbestrittene Verlangen der Bolkstribnnen C. Lici-nius und C. Sextins nach Gleichstellung der Ple-bejer mit den Patriciern bei den Wahlen für dasConsulat Unruhen befürchten ließ, legte jedoch seinAmt bald nieder, ohne etwas entschieden zu ha-ben. 366 war er abermals Dictator bei einemEinfalle der Gallier, die er bei Alba schlug. SeineLebensgeschichte ist vielfach durch Sagen ausge-schmückt. Er starb 364 v. Chr. 2) SpurinsFnrins C., des Vor. Sohn, 366 v. Chr. dererste Prätor in Rom. 3) Lucius Für. C.,Bruder des Vor.; wurde 350 v. Chr. Dictator,um den neuen Consulwahlen zu präsidiren, da dieConsnln krank waren; er selbst wurde, ohne daßsin Plebejer dazu kam, mit App. Claudius Crafsuszu Consnln für 349 gewählt und schlug die Gal-lier bei den Pontinischen Sümpfen.

Camisarden, die reformirten Bewohner derSevennen in Nieder-Languedoc während ihrerdurch religiöse Verfolgung n. die Sucht, sie zumKatholicismus zu bekehren, veranlaßten Empör-ung 170210, weil sie, meist Landleute, überihren Kleidern Hemden (Oamisss) trugen; s. u.Sevennenkrieg n. Frankreich (Gesch.).

(lsmism (röm. Ant.), 1) so v. w. Inänsinm.2) Leinenes Unterkleid, bald Hemd, bald eine Artvon Kamisol. 3) (Kirchw.) So v. w. Uba. 1 ).

Camoens (Camoes, Camods), Luis de, be-rühmtester portugiesischer Dichter, geb. 1524 inLissabon; studirte zu Coimbra u. wendete sichdarauf nach Lissabon; von hier wegen seiner Neig-ung zu der Hofdame Katharina de Atayde ver-wiesen, zog er mit gegen Marokko, wo er einAuge verlor, u. ging 1553 nach Indien, von woer aber wegen einer Satire: Oisps.rs.bss ns. Inäis,nach Macao verwiesen ward. Von dort kehrte er1569 nach Lissabon zurück. Zu Macao vollendeteer sein in der portugiesischen Literatur epoche-machendes Epos: Os Ousisüss oder die Lufiaden(Söhne des Lnsns, mythischen Stammvaters derLusitanier oder Portugiesen), an welchem er 30Jahre gearbeitet und in welchem er Vasco deGamas Fahrt zur Aufsuchung des Seeweges nachIndien u. seine mannigfachen Erlebnisse besangu. Geschichtliches mit Poesie, das Christenthnmmit der griechisch-römischen Mythologie anziehendvereinigte, gleichzeitig auch in klassischer Weise dieHanptmomente der Geschichte des Volkes der Por-tugiesen einflocht. Er litt in Indien Schiffbrnch,rettete aber das ihm Werthvollste: dieses Gedicht.Dasselbe (in 10 Gesängen in herrlichen Otiaverime«