Oamsra steiles, — Cameronimicr.
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11. Sept. 1721. Sein Hauptverdienst besteht inbder richtigen Erkenntniß der Geschlechts- u. Be- .sruchtnngstheile der Pflanzen, so daß er gewisser- >maßen in der Begründung der Sexualtheorie als 'Vorläufer Linnes zu betrachten ist. Seine An-sichten u. Untersuchungen hat er niedergelegt indem Briefe: Os ssxn plantnrnm, Tüb. 1694,Her verschiedentlich abgedruckt ist, und in einerspäteren Dissertation: Os eonvsnisntia plantsrnmio krnotätivatnonö st viribus, ebd. 1699.
1) Löffler.' 2—4) Tbamhayn.
Lsmers slsIMts (lat., Sternkammer), Gerichts-hof in England, bestehend aus dem Lord-Kanzlerund den königl. Rathen, welcher als Ausnahme-gericht bloß über Staatsverbrechen, besonders vonangesehenen Personen, richtete, mit furchtbarerStrenge u. Willkür verfuhr u. eine Menge Justiz-morde beging. Er hatte seinen Namen von Ster-nen, welche die Decke des Sitzungszimmers des-selben ehemals zierten. Unter Karl I. wurde die-ses allgemein gefürchtete und gehaßte Ausnahme-gericht von den Puritanern aufgelöst.
Camerino, Hauptstadt des gleichnam. Bezirkesder Prov. Macerata in den Marken des König-reichs Italien; Erzbischofssitz; 1724 gegründeteUniversität, Seminar; Kathedrale, 19 Klöster;Seidenspinnerei und Seidenweberei, Gerbereien;Handel; 4400, als Gem. 11,800 Ew. — C., dasCamerinum (Camarinnm) der Alten, war einelatinische Stadt im Umbrien; die Einwohner, Ca-merter, standen bei den Römern, zu denen sieschon im 2. Panischen Kriege hielten, in großemAnsehen; diese schickten später eine Colonie hierher.Im Mittelalter wurde C. eine Mark u. gehörtezum Herzogthum Spoleto (s. d.). Seit der Mittedes 13. Jahrh. gehörte C. den Varani; von ihnenwurde Joh. Maria Varano 1520 vom Papste Leozum Herzog ernannt. 1589 erhielt sie OttavioFarnese, und nachdem dieser 1550 Herzog vonParma geworden war, wurde C. zur päpstlichenKammer gezogen.
Camerlengo (ital., Kämmerling), 1) so v. w.Osmsrarius 1), so ein Cardinal-C., welcher denpäpstlichen Schatz Verwalter. 3) In Italien einAbgabeneinnehmer.
Camera, Johann, reformirterfranz. Theolog,von dem der Amyraldismus u. Pajonismus ihrenAusgang nahmen, geb. um 1580 in Glasgow;war 1608 Pfarrer in Bordeaux, 1618 Prof, derTheologie in Saumur, 1624 in Montauban; erstarb 1625 an Mißhandlungen durch einen fanati-firten Menschen. C gab den Anstoß zur Milderungder streng calvinischen Lehre von der Gnadenwahlu. der Unwiderstehlichkeit der Gnadenwirkungenin der Reformirten Kirche. Seine Werke nachseinem Tode herausgeg. von Cappellns. Überihn Baur, Theol. Jahrb. 1853. Löffler.
Camera«, 1) County im nordamerik. Unions-staate Louisiana, unt. 29" n. Br. u. 93" w. L.;1591 Ew.; Countysitz: Calcasieu. 3) Countyim nordamerik. Unionsstaate Pennsylvania, unter41° n. Br. u. 78° w. L.; 4273 Ew.; Conntysitz:Schippen. 3) County im nordamerik. Unions-staate Texas, unter 26° n. Br. n. 97" w. L.;10,000 Ew.; Conntysitz: Brownswille.
Camera«, 1) Richard od. Archibald, schott.
Prediger; trat 1669 gegen die JndulgenzacteKarls II. auf u. schritt 1675 bis zur Separa-tion von der Kirche und offenen Empörung vor,welche durch die Schlacht an der Brücke von Both-well (21. Juni 1679), worin er fiel, niederge-worfen wurde. Sein Freund Cargille wurde ent-hauptet. S. Cameronianer. 3) Simon, nord-amerikan. Staatsmann, geb. 1792 in Pennsylva-nien; kam 1816 zu Harrisburg in eine Druckereiu. hierauf nach Washington, wo er in einer Zeit-ungsexpedition untergeordnete Dienste leistete; 1832erhielt er den Jnspectorposten in West-Point, wurde1845 von Pennsylvanien in den Senat gewählt u.1861 von dem Präsidenten Lincoln zum Kriegs-Minister ernannt. Da er die Sklaven alsbald frei-gegeben u. bewaffnet wissen wollte, so kam er inConflict mit den anderen Ministern u. erhielt Ende
1861 seine Entlassung, hatte aber nachher nochmanche üble Nachrede wegen der Verwaltung seinesMinisteriums zu bestehen. Er wurde im Juli
1862 Gesandter in Petersburg und kehrte Endedess. JahreS nach Amerika zurück. 3) CharlesDuncan, ein Schotte von Geburt; trat 1846in die englische Armee, in welcher er bis zumCapitän avancirte. Nachdem er an dem Kaffern-kriege theilgenommen hatte, wurde er kurz vor-dem Ausbruche des Krimkrieges mit der Beauf-sichtigung der Befestigungen von Erzerum beauf-tragt n. hierauf mit einer Mission nach Trape-zunt betraut, wo er bis 1856 blieb. 1858 wurdeer znm englischen Viceconsnl in Transkaukasiesu. 1860 znm Consul in Abessinien ernannt, alswelcher er 1862 seinen Sitz in Massana nahm n.den Herzog Ernst von Sachsen-Koburg auf dessc«Reise in die Nilländer begleitete. Im folgen-den Jahre erhielt er die Weisung, sich nach Gon-dar zum König Theodor zu begeben, um dortHandelsbeziehungen anzukuüpfen u. der RegierungBericht über die politische Lage des Landes zuerstatten. Aber durch sein tactloses Benehme«verletzte er den König, welcher ihn sammt de«Missionären im Juni verhaften u. in schweresGefängnis; nach Magdala führen ließ. Da alld
^ Versuche, die Gefangenen zu befreien, ohne Erfolgblieben, so unternahmen die Engländer Ende, 1867 einen Feldzug gegen die Abessinier, u. erstnach dem Siege der Engländer vor Magdala10. April 1868 ließ der König den Consul C.
! nebst den anderen Gefangenen frei, namentlichum mit dem englischen General Napier Friedens-unterhandlungen einznleiten. C. ging im Juli1868 nach Genf; er st. dort 31. Mai 1870.
Cameronianer, die strengste Partei unter^ den Presbyterianern in Schottland, so von ihrem! Haupte, dem Prediger Archibald Cameron (s. d.),
- auch nach dessen Freund Cargille Cargilliteu ge-nannt. Sie waren unzufrieden mit den die Ver-
- tilgung des Presbyterianismus bezweckenden Matz-; regeln Karls II. u. seines schottischen Parlaments,1 trennten sich 1675 von ihren fügsameren Glau-: bensgenossen u. sprachen dem König das Recht: auf den Thron ab. Ermordung u. Hinrichtung
- der Jhristen veranlaßte sie, Gewalt mit GewaÜ; zu vertreiben u. sich entschieden gegen den kathol.
Jakob II. zu erklären, selbst als nach dem Falle, der Stuarts 1690 der Presbyterianismus die