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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
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403
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Camaradcric

Chor eine weiße Kutte u. über dem weißen Schleiernoch ein schwarzer; statt der Kutte trugen dieLaienschwestern einen weißen Mantel. Sie hattenzuletzt nur noch ein Kloster mit wenigen Mitglie-dern in Noni. Löffler.»

Camaraderic, 1) Kameradschaft. 2) Eine Ver-bindung von mehreren Personen, besonders vonSchriftstellern n. Publicisten, welche den Zweckhat, einen Schriftsteller, Künstler, Gelehrten rc.entweder durch öffentliche u. geheime Angriffe,Verdächtigungen u. Verkleinerungen in der öffent-lichen Meinung herabzusetzen, od. einem solchendurch Lobhudeleien in öffentlichen Blättern oderin der gesellschaftlichen Conversation die Gunst desPnblicums zu verschaffen. Über den Einfluß derC. auf die Künste u. Wissenschaften in Frankreichschrieb Lesguillon: Ln cawaraäsris, Par. 1853(Preisschrist). Scribe benutzte sie '°als Motiv zuseinem Lustspiel: La camaraäsris.

Camares, Flecken im Arr. St. Affrique desfranz. Dep. Aveyron, amDourdou; Wollenspinne-rei, Tuch- u. Tricotwcberei; 2193 Ew.; in derNähe der Badeort Sylvanes mit glaubersalzhal-ligen Quellen.

Camaret, Halbinsel u. darauf Dorf im Arr.Chäteaulin des franz. Dep. Finisterre, zwischender Rhede von Brest u. der Bai von Douarne-ncz; Sardellenfischerei; Leuchtthurm, kleiner Hafen;1260 Ew.; dabei ein (wahrscheinlich keltisches)Denkinal in einer Reihe von 60 Felsenstücken.Hier landeten 1694 die Engländer unter demMarquis von Caermarthen, mußten aber wiederznrückweichen.

Camargue (La C.), Insel im Arrond. Arlesdes französischen Depart. Rhönemündungen, von2 Armen der Rhone an ihrem Ausfluß in dasMittelmeer gebildet; 730 landschaftlich an

Holland erinnernd; Seen (LtanZ cks Vaicarss);viel Vieh, besonders Schafe (jährlicher Bestandüber 100,060) und eine Race halbwilder Pferde(C-Pferde; beim Einfangen derselben u. Zeichnenmit dem Brenneisen wird das Hirtenfest Ferradougefeiert); Getreide- u. Weinbau. Ein Theil derInsel heißt Plan du Bourg; Hauptort: Saintes-Maries; 951 Ew.

Camarina (a. Geogr.), Stadt ans SiciliensSKüste, an der Mündung des Hipparis; wurde598 v. Ehr. von Syraknsanern gegründet. BeiC. lag ein gleichnam. See oder Sumpf, dessenAusdünstungen eine Pest herbeiführten. Da mandenselben gegen den Rath des Orakels anstrock-nete n. die Stadt auf dieser Seite bloßstellte, sobenutzten dies die feindlichen Syrakusaner u. be-mächtigten sich 554 v. Ehr. der Stadt u. zerstör-ten sie; später noch einige Male wiederhergestelltund wieder zerstört, verfiel sie ganz infolge derEroberung durch die Römer im ersten PunischenKriege. Ihr Name ist noch in dem des FlussesCamarino (Hipparis) erhalten,

Camarina (span., d. i. das Kämmerchen)nannte man ursprünglich die vertrante Umgebungdes span. Königs Ferdinand VII., die, der abso-lutistisch-hierarchischen Partei angehörig, im Rückender Minister deren Gesetze n. Anordnungen un-wirksam machte n. damit auf den Sturz der freienVerfassung hinarbeitete. Die politische Sprache

Cambay. 40?

der Neuzeit bezeichnet damit überhaupt die ansfürstlichen Günstlingen. Hoflculen rc. bestehendenächste Umgebung des Fürsten, welche, außer-halb der Regierung stehend, einen geheimen Ein-fluß auf die Regentenhandlnngen des Fürstenausübt. Lagai.»

Lamsssia Pflanzengattung, zu den

Liliassas-4.spiioäsisas gehörig: 0. sscnlsnto,Lrirckl., in NAmerika, Zwiebelgewächs mit linca-lischen, gekielten, gestreift-nervigen Blättern undaufrechtem Blüthenschafte mit viclblüthiger blauerTraube; von den 6 Perigonblättcrn sind 5mit einander verwachsen und aufrecht, das6. ist herabgebogen; 6 Staubblätter; der freie,sitzende, fast kugelige Fruchtknoten enthält in jedemFache mehrere in 2 Reihen gestellte Samenkno-spen; Frncht eine lederartige, fachspaltig aufsprin-gende Kapsel. Die Zwiebeln liefern gebacken od.gedörrt denJndianern im Oregongebiete eine be-liebte Speise (Ouamasch): bei der Entzündungder Brüste stillender Frauen dienen sie zu einemaußerordentlich wirksamen Umschläge. Engter.

Camauro (ital.), 1) Camelot. 2) Die roth-sammetne Mütze des Papstes.

Cambaceres, Jean Jacq nes Regis de C.,Herzog von Parma, franz. Staatsmann, Erzkanzlerunter Napoleon I., geb. 18. Oct. 1753 in Mont-pellier; war Rath an der 6onr äss Oomptssund seit 1791 Crnninalgerichtspräsident daselbst.1792 Convcntsdeputirter, stimmte er 1793 fürden Aufschub der Hinrichtung des Königs, wurdeMitglied des Wohlfahrtsausschusses und legtediesem dcnPlan zu einem bürgerlichen Gesetzbuchsvor. Nach dem Sturze Robespierres, Juli 1794,wurde er Präsident des Convents u. nachher desWohlfahrtsausschusses, als welcher er den Friedenmit Preußen u. Spanien förderte, aber durch dieVerdächtigungen seiner Gegner, als strebe er nachder Dictatur, von diesem Posten entfernt. Nachdem Eintritt in den Rath der 500 legte er den-selben den Entwurf des Civilgesetzcs (s. u.) wiedervor u. wurde 1796 Präsident dieses Rathes, trataber 1797 ans demselben; nach der Revolutionvom 30. Prairial des Jahres Vll. wurde erJustizminister u. nach dem 18.Brumaire zweiterConsul; nach der Erhebung Napoleons zum Kaiserzum Reichskanzler und 1808 zum Herzog vonParma ernannt. Er war dem Kaiser immer treuund wirkte vortheilhaft für das Nechtswesen imLande, weshalb Napoleon ihn auch sehr schätzte,aber seinem Widerrathe des Zuges nach Rußlandkein Gehör gab. 1813 wurde er mit dem Präsi-dium der Reichsregentschast betraut u. begleitetedie Kaiserin nach Blois. Weil er nach NapoleonsRückkehr von Elba 1815 wieder Justizminister u.Präsident der Pairskammer gewesen war, wurdeer 1816 auf Veranlassung der Royalisten ver-bannt n. lebte in den Niederlanden. Er kehrte1818 nach Frankreich zurück, lebte zurückgezogenin Paris und st. 5. März 1824. C. verfaßte:krojst äs Ooäg civil, Par. 1796 (Grundlagedes späteren 6oäs istapcäson); 6säs kranyaisan cvllsetäon par orärs äs matisrss äss Isisäs In rspndligns, Par. 1797.

Cambay (früher Kambajat, Khumbavati), alteStadt auf der Halbinsel Gndscherat an der WKüste

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