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Oktlyoiüorg.6 — Camaldulcnscr-Emstcdler.
thccien), welche mit einem eigenen, nicht von demThallus gebildeten, faserigen, unterwärts in einenStiel verschmälerten Gehäuse (Lxoipnlum) ver-sehen sind. Von den hierher gehörigen Gattungensind erwähnenswerth: 1) Feolium XcF., mit sehrkurz gestielten Apothecien. Art: F.. tigillarsan alten Bretterwänden u. Baumstämmen. 2)Calz-olum Fers., mit langgestielten Apothecienn. braunen, biscuitförmigen Sporen. Arten: 6.niZrum KcLaer., sehr häufig an Rinden alterNadelhölzer; 0. xnsillum FM., vorzugsweise analten Pappeln u. Weiden. 3) (Z-xkrsttnm ^4e?r.,mit kreiselförmigcn, gestielten Apothecien u. brau-nen, kugeligen Sporen. Arten: 6. mslanoxlmsum^e?r. u. 0. trielrials ^4c/r., an Laub- u. Nadel-hölzern häufig. 4) Ooniov^bs ^4e/r., mit kugeli-gen, gestielten Apothecien u. gelblichen, kugeltgenSporen. Arten: 0. knrkuraoos. F., an altenBaumrinden schwefelgelbe Überzüge bildend, und
0. »tilbsa Engter.
l)sI>cMcrae (Kelchblüthige), 59. Klasse der Pflan-zen bei Endlicher, charakterisirt durch freien, odermit dem Fruchtknoten verwachsenen klappigenKelch, ans dessen Schlunde die Blumenblätter u.Staubblätter mit od. unter den Blumenblätterneingefügt zu sein scheinen, da die Blüthenachse,an deren Rand die Kelchblätter stehen, ausgehöhltist. Hierher wurden gerechnet die Familien Vc>-virz-sig-osas, Oombrstaosao, FlavZieas, Mrmo-ickoroao, ksiilaäelxlrsas, Oenotirersas, Ilalora-Aüus n. I,^birrarisas. Auch ältere, doch unrich-tige Bezeichnung der Pflanzen mit pcrigynischeuBlüthen (s. Blüthe ll.); m diesemSinne bezeichnetez. B. Decandolle die zweite Unterklasse der exogenenGefäßpflanzen in seinem System als 0. Engter.»
Oahoikoi-ims (Bot.), kelchförmig; cabpeinalis(ealz-einns), kelchig.
caI>ouIÄU8 (Bot.), gekelcht, d. h. mit einemNeben- oder Außenkelche, z. B. die Blllthe derMalven.
Lslxculus (Bot.), kleiner Kelch, der Außenkelch,Nebenkelch; s. Blüthe I.
Calymne (Petref.), Gattung der Trilobiten,in Silur u. Devon. 0. Llnvaenbaeiri, häufig inden oberen silnrischen Schichten Skandinaviens,Frankreichs u. NAmerikas.
l!al>ptra, Mooshaube, s. Moose.
OaFptranibsr ä'rv., Pflanzengatt, ans der Fam.der Nz^rtaeoas-Uz-risas, Bäume vd. Sträuchermit gegenständigen, fiedernervigen Blättern undkleinen, in zusammengesetzten, achsel- od. endstän-digen Rispen stehenden Blüthen; Kelche mit krei-selförmiger, oft über den Fruchtknoten hinaus ver-längerter Röhre u. mützenförmigem, abfallendemSaume; 2—5 sehr kleine Blumenblätter u. zahl-reiche freie, fadenförmige Staubblätter; Frucht-knoten 2—3fächerig mit fadenförmigem Griffel;Frucht eine von der Kelchröhre überragte Beeremit 1—2 kugeligen Samen. Mehr als 70 Artensind im tropischen Amerika heimisch; sehr vieleliefern äußerst wohlriechende u. wohlschmeckendeFrüchte, welche wie die Gewürznelken verwendetwerden u. in den Handel kommen; dasselbe giltvon den Blüthenknospen der brasilianischen 6.aromntiea K. Lrk. u. der peruanischen 0. xa-
rüenlata. Ä. cll F. Engter.
OaFstegia s. Oonvolvolus.
Cnlxx (gr. Lalz-x), Hülle; in der Bot. Kelchs. u. Blüthe.
Oamaleu (franz.) Camöe; Bilderstein; einsar-bigcs Gemälde. Ein solches ist entweder in ver-schiedenen Tönen derselben Farbe, grau in grau(lZrisaiUs), gelb in gelb (Orra^s), oder mit einerFarbe auf einen Grund von anderer gemalt.C.-Arbeiten erfreuten sich namentlich im 18.Jahrh. großer Beliebtheit. Einer der berühmtestenC.-Maler war Parmegiano. Aus dieser Zeit sindauch die C.-Arbeiten im Vatican, wo der Grundaus Gold besteht. Herrscht in einem Bilde eineFarbe so vor, daß die anderen zurllcktretcn, odersind in einem solchen 2 od. 3 Farben ohne Rück-sicht auf die Natur angewendet, so nennt man esebenfalls en 6. gemalt (braunes, rothcs, grü-nes C.). Regnet.
Camail (franz.), 1) eine den Hinterkopf unddie Schultern bedeckende Kappe, von den katholi-schen Geistlichen im Winter getragen; 2) kleiner,eleganter, nur wenig über die Taille herabreichen-der Damenmantel.
Camajore, Gemeinde in der Provinz u. demBezirke Lucca; 16,914 Ew.
Camaldoli, Einsiedelei u. Kloster auf einemBerge am Abhange der Apenninen in der ital.Prov. Arezzo; wurde 1018 von St. Romualdgegründet und ist die Wiege des Camaldulenser-Ordcns. Andere Klöster des gleichen Namensliegen bei Sorrento, am Vesuv n. ein größeresbei Neapel.
Camaldulenser-Einsiedler (Calmaldoliten,Romualdiner), von St. Romuald von Ravenna(st. 1027) zur strengsten Beobachtung der RegelSt. Benedicts gestiftet, 1072 vom Papste bestätigtund nach ihrer ersten Einsiedelei Camaldoli beiArezzo benannt; führten anfangs gegen die Bene-dictinische Regel ein beinahe rein beschaulichesLeben in Einsiedeleien zusammen, od. ganz einzelnals Klausner. Aber 1300 erhob sich die Einsie-delei San Michele di Murano bei Venedig zu einemförmlichen Kloster, die Einsiedler wurden Möncheu. bildeten eine eigene Congregation von Cöno-bitcn; darüber entstand mit den Camaldulenser-Eremiten (Einsiedlern) ein vieljähriger Streit, u.auch diese spalteten sich in die Kongregationenvon Camaldoli, vom Kronenberg (Alants Oororm),von Turin, von Grosbois bei Paris. Auch unterden Cönobiten unterschied man seit der Reforma-tion 1431 Conventualen n. Observanten. Im17. u. 18. Jahrh. bestand der Orden aus 2080Religiösen in 5 von einander unabhängigen Kon-gregationen, unter eigenen Generalen (Najorss).Weiße Kutten trugen Alle, weitere die Mönche;Bärte u. größere Strenge im Fasten, Schweigenu. Selbstgeißeln hatten die Eremiten voraus. Vorder Klosteraufhebung in Italien bestand nur nochCamaldoli selbst, mit wenigen im Kirchenstaate n.1822 im Neapolitanischen wiederhergestellten Ein-siedeleien. Ein Glied des Ordens war PapstGregor X.'Vl. Auch gab cs Camaldulrnserimien,gestiftet von dem General der C. Rudolf (1086) zuMncellano im Toscanischen; im 17. Jahrh. 24Klöster. Tracht: Rock u. Scapulier von weiterSerge, über diesem ein weißwollener Gürtel, im