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Oalvisiktiig. actio — Oalvoioas.
herrschenden bei den Reformirten. In Genf bestanddas Konsistorium nach dem 20. Nov. 1541 feier-lich von der gesammten Bürgerschaft angenommenenGesetze ans den 6 Stadtgeistlichen u. 12 Ältesten,sämmtlich Rathsherren, den Syndik an der Spitze.Dieser Behörde war die Kirchen- u. Sittenzuchtübertragen, die gegen die ursprünglichen Grund-sätze C-s dadurch einen theokratischen Charakterannahm, daß kirchliche u. sittliche Vergehungenmit bürgerlichen Strafen belegt wurden. In dog-matischer Hinsicht zeigt C-s Theologie die strengstesystematische Konsequenz. Seine Lehre, in derInstitntio niedergelegt, ist ein Werk aus einemGuß, wie kaum ein anderes. Der beherrschendeMittelpunkt ist die zu den äußersten Konsequenzenfortgebildete Augustinische Prädestinationslehre, dieer gegen Bolsec (s. d.) mit allem Eifer verthei-digte u. iin Oonssnsus Osnsvensis 1552 fixirte.Seine Abendmahlslehre steht mit dieser Prädesti-nationslehre im Zusammenhänge, so sehr C., derdie Oonksssio XnAnsbana, variabel, von 1540 an-nahm n. mit der unbestimmteren Fassung Melan-chthons sich einverstanden erklärte, in Len Ausdrückender Luther, sie annäherte, wodurch er zwar LuthersZustimmung erlangte, aber auch den Widerspruchder luth. Streittheologen Westphal und Heßhushervorrief. Als Exeget hat C. besonders Großesu. bleibend Werthvolles geleistet. C, bewirkte auch,freilich nur um seine Lehre zu stärken u. auszn-breiten, 1549 eine Übereinkunft zwischen denschweiz. Protestanten, welche eine scheinbare Ver-einigung der Zwinglianer n. Calvinisten enthielt,jedoch auf heftigen Widerstand stieß, so daß erstnach C-s Tod 1566 die sogen. Helvetische Kon-fession (s. d.) zu Stande kam. — C-s Freundesagen von ihm, sein Privatcharakter sei durchausehrenhaft gewesen u. bei allen seinen Handlungenhätten ihn die besten Beweggründe beseelt; dieFehler, welche er begangen, seien in seiner Zeitbegründet gewesen u. allgemein herrschenden Vor-urtheilen entsprossen. Sein Gesicht war mager,blaß u. geistvoll, die Stirn hoch, die Augen leb-haft u. stechend, der Bart dünn u. spitz. Wärenseine Pläne in Frankreich geglückt, so wäre er einPapst der Reformirten Kirche geworden. SeineGattin u. sein einziges Kind gingen ihm im Todevoraus. Er erlag den Anstrengungen seinesWirkens u. starb 27. Mai 1564 in Genf, imVollbesitze seiner Würden. Sammlung seiner dog-matischen, exegetischen (bes. 6ommsntairs snr laeonooräanos, Genf 1561, 4 BLe., die Lominon-tarii in N. D., heransgeg. von Tholuck, 1833 f.,7 Bde., n. A., 1838; Ooinm. in Ubros ksalmo-rnm, von Tholuck, Berl. 1836, 2 Bde.; 6omin.in llbrmn Osnsssos, von Hengstenberg, ebd. 1838,2 Bde.; Auszug des Brieses Pauli an die Römer,deutsch von Krummacher u. Bender, Franks. 1837)u. polemischen (einzeln meist pseudonym) Schriften,Amsterd. 1667, 9 Bde., Fol. Nene Gesammtans-gabe von Baum, Reuß u. Cnnitz in Oorp. rslor-watorum, Braunschw. 1863—74, Bd. 1—12.Von ihm ist auch die Verbesserung der franz.Bibel (nach Olivetans Übersetzung), Genf 1551,Lebensbeschreibung von Th. Beza, Genf 1576;Bretschneider im Reformationsalmanach 1821;Henry, Hamb. 1835—44, 3 Bde.; Herzog, Bas.
Picrers Universal-Convcrsations-Lexiko». v. Anfl. I
1843; Guizot, deutsch von Funkel, Lpz. 1847;Bungener, Genf 1863, deutsch, Lpz. 1863; Stä«helin, Elberf. 1863; Vignet n. Tissot, Genf 1864;Audin, Paris 1841, 6. Ausl., 1873, deutsch vonEgger, Augsb. 1842 f.; die erschöpfende, leiderunvollendete von Kampschulte, Bd. 1, Lpz. 1869.Vgl. auch Galiffc, t^uslgnss paxos ä'Illsboirssxaots, Genf 1862, u. dlouvellss pa§os ä'bisb.ex., ebd. 1863; Nilliet - Decandolle, 8nr äsnxPoints obsenrs äs In vis äs (!., ebd. 1864.
Henne-Am Rhyn. Löfflcr.
6sIvisMna aelio, im Römischen Rechte die Klage,durch welche der Patron das, was sein Frei-gelassener ihm zum Nachtheil veräußert hat, vondem Besitzer der Sache wieder verlangte.
Calvisius, 1) C. Taurus, s. Taurus. 2)Sethns, eigentl. Kallwitz , deutscher Componistu. musikalischer Schriftsteller, geb. 20. Febr. 1556in Gorsleben bei Sachsenburg; studirte in Helm-stedt u. Leipzig, wurde 1580 Cantor an der Pau-linerkirche, 1582 Cantor zu Schulpforta, 1594an der Thomasschule zu Leipzig; starb daselbst24. Nov. 1615. Er schr.: Opus drronologsionmobe., Lpz. 1615, 4. Änfl., 1685; §ormnla oa-Isnäarii oovi eto., Heidelb. 1613; Llenolrns ea-Isnäarü CrsAor, Franks. 1613.
Oslvitiss, die durch Schwund der Haarbälgeentstehende Kahlköpfigkeit.
Lalvus (lat.), 1) kahl, Kahlkopf; 2) (B"t.)ohne Samenschopf oder Haarkrone.
Calw, Stadt, so v. w. Kalw.
lkalx (lat.) 1) Kalk. 2) (Anat.) Die Ferse.
Calyc ... (v. gr. üäkz-x), Kelch . ..
llsl^eantliaoeae, kleine Pflanzenfamilie aus derKlasse der Nosifloren, enthaltend Sträucher mitvierkantigen Ästen, gegenständigen, ungetheilten,nebenblattlosen Blättern, mit zahlreichen, spiraliggestellten, am Grunde in eine Röhre verwachsenenKelchblättern, welche allmählich in Blumenblätter,Staubblätter u. Fruchtblätter übergehen, die nurmit einer fruchtbaren Samenknospe versehen sind.Gattungen: Obiiuonanbbns u. Oalz-eantstus. E.igl-r.
»Ll>oantkus I-., Pflanzengattung aus der Fa-milie der Calycantheen (XII. 3), kleine Nord-amerika». Sträucher, von denen in Deutschlandhäufig angeüaut wird: 6. üoriäns L. (Gewürz-strauch), mit knrzgestielten, eiförmigen bis läng-lichen, ganzrandigcn, spitzen, linkerseits blaßgrü-nen Blättern, knrzgestielten, dunkelbraunen, zimmt-artig riechenden Blüthen und ebenso riechenderRinde. Die C-arten sind ihres Wohlgernches wegeosehr beliebte Sträucher in den Ziergärten, vor-zugsweise der am leichtesten gedeihende u. amreichlichsten blühende 0. üoriäns. Sie wachsen ambesten in kräftigem, etwas sandigem Grrtenboden,verlangen aber in den nördl. Gegenden Deutsch-lands Schutz gegen strenge Winterkälte u. ver-mehren sich vorzugsweise durch Wnrzelauslänfcr.
(Bot.) Engler. (Gärtii.) Wolde.
eaIxostus(Bot.), mit einem Kelche umhüllt; dasGegentheil: aoalzwatns.
Lshoes renales (Nierenkelche, Anat.), Anhängeder Harnleiter (s. Nieren).
Cal/elsas, Fam. der Krustenflechtcn (Illebens.?ürz-oblasti), mit krustenartigem Thallus, kreisel- od.birnförmigen od. kugeligen Fruchtbehältern sApo-
V. Band. Zg