Calomel — Calori-i.
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von wo er jedoch einige Monate spater als Fran-ciscaner verkleidet nach Frankreich entfloh. Seit-dem lebte er meist in Orleans unter Aufsicht derfranzösischen Polizei u. st. 1842 in Toulouse. Lagai.
Calomel (Quccksilberchlorür, Halbchlorqueck-silber), aus Qnecksilbersublimat und metallischeinQuecksilber durch Zusammenreiben, Sublimationu. Zerreiben u. Schlämmen des Sublimats be-reitet; gelblich-weißes, schweres Pulver, in Wasseru. Säuren unlöslich; in der Medicin innerlich u.äußerlich verwendet.
Calonne, 1) Charles Alexandre de C.,geb. 20. Jan. 1734 in Douay; wurde General-advocat des Gerichtshofes zu Artois, dann Ge-neralprocurator im Parlament in Douay, Llaltrsäss rsguetss, 1768 Intendant von Metz, spätervon Lille u. 1783 Gencralcontroleur des Schatzes.Er führte als solcher eine verschwenderische Ver-waltung, bei der er zuerst das von ihm ange-nommene Anleihesystem befolgte, u. fiel, als er1787 bei der Versammlung der Notablen auf eineBesteuerung der höheren Stände antrug; s. Frank-reich (Gesch.). Nach Lothringen verwiesen, ginger von da nach England u. vertheidigte hier seineVerwaltung in verschiedenen gegen Necker gerich-teten Schriften. In der Revolution war er fürden König sehr thätig, unternahm in dessen Sachemehrere Reisen, kehrte jedoch 1795 nach Londonu. 1802 nach Frankreich zurück, wo er 30. Oct.dess. I. starb. Er schr. u. a.: sDablos-u cks 1'Lu-roxs en Hovembrs 1795, Par. 1795. 2) Vi-comteAlphonseBernard deC., sranz.Publicist,geb. 1818 in Bethunc; studirte die Rechte, wen-dete sich aber der Literatur zu u. betheiligte sichals Mitarbeiter an mehreren legitimistischen Zeit-schriften, zuletzt an der Hsvus eorwemporaius,deren Eigenthümer er 1855 wurde; er bekehrtesich nun zum Bonapartismus n. erwarb sich dieGunst der Regierung, die er zwar 1859 verlor,aber bereits 1861 wiedergewann, bis er sich1868 von der Politik des zweiten Kaiserreicheslossagte. Er schr. u. a.: LsvavFsrs (Novelle),Par. 1852; Vozm^s an xa^s äs Üolrsms, 1852;I-a läiuörve äs INiiälas resbaurös. 1855; kauvreUatliieu, 1855, 2Bde.; I-es frais äs In Ausrre,1856, 2Bde.; Iw xortraib äs In Llarguiss, 1857;De 1a äefvoos äes oöbos on XuAlstorrs, 1859,u. mehrere politische Broschüren, namentlich auchüber deutsche n. italienische Zustände: I-a xolitigusäs la Hrrmes äans Iss atlüirss äs IXIIsmaAnvet äs I'Italis, 1866; De röls äs In Ilrusss stäs 1'XIlsmLAns äu Iflorä äans 1'öguilibrs swro-pösn, 1866; I>a politigus äs Llr. äs Lsvst et sssäavsssrs ponv 1a paix äs 1'Lurops, 1869; Ineoustltutlou äs l'AIlemaxus äuHorä, 1870 u. a.
Lslopk^IIum D., Pflanzengatt, aus der Fam.der Oluslacsas-LalopIrzNsas (XIII. 1), Bäumemit glänzenden, lederartigen Blättern, welchevon zahlreichen parallel verlausenden Seitenner-ven gestreift sind, und mit achsel- oder end-ständigen, mehrfach verzweigten Blüthenrispen;der Kelch ist von der Blumenkrone nicht deutlichabgesetzt, u. die 7—12 Kelch- u. Blumenblättersind 2 — 3reihig angeordnet; die Antheren derzahlreichen Staubblätter sind eiförmig oder läng-lich; der Fruchtknoten ist eiusächerig, mit einem
einzigen Eichen; Frucht eine Steinfrucht mit eineinkugeligen Samen. Von den 25 bekannten Artender Gattung kommen 3—4 im tropischen'Amerika,die übrigen im tropischen Asien vor. Merkwürdig:0. InopIiMuva D., in Ostindien u. Cochinchina,schöner Baum mit großen, ovalen Blättern u. wohl-riechenden Blumen, aus dessen Stamme, Ästen u.Blättern man einen dunkelgrünen Balsam (Lal-sLluum Llarlas) gewinnt, der zum Heilen derWunden benutzt wird. Auch soll nach Lamark u.Blume das in Schalen versandte Takamahak vondiesem Baume kommen; vgl. Illaplwiuiri u. Ta-kamahak. Die Blätter werden gegen Augenkrank-heiten u. das Al des Samens bei Hautausschlä-gen, Rheumatismen, sowie zum Brennen benutzt.0. Nao-rmaliuea IsMck., Baum auf Mada-gaskar u. den Mascarenhas-Jnseln; liefert einendunkelgrünen Balsam, das Bourbonische Taka-mahak (Marienbalsam, Calababalsam). 0. aps-balum UMck. (0. 6a1aba D.), in Ostindien,großer Baum, mit eiförmigen, stumpfen Blättern,nach Lindley die Stammpflanze des wahren ost-indischen Takamahak; die der Cornelkirsche ähn-lichen bitterlichen Früchl-e werden genossen u. lie-fern ein in Indien gebräuchliches Brennöl. 0.Lalaba ^aeg., Baum in Wcstindien, aus desseneingeschnittenerRinde ebenfalls ein getrocknet dunkel-grüner Balsam fließt, der angenehm gewürzig,citronenartig riecht und auf den Antillen gleichdem Peru- u. Cvpaivabalsam benutzt wird. Engter.»
Calor (lat.), Hitze. Oalov moräax, beißendes,stechendes Wärmegesühl bei Berührung der Hauteines Fieberkranken, vorzügl. bei acuten Krankheiten.
Calorescenz, Verwandlung dunkler Wärme-strahlen in leuchtende Strahlen. Bringt man inden Weg eines Bündels convergirender Strahlendes elektrischen Kohleulichtes (oder der Sonne) einGlasgefäß, welches eine undurchsichtige Lösung vonJod in Schwefelkohlenstoff enthält, so werden dieleuchtenden Strahlen von dieser Lösung zurückge-halteu, nur die dunklen Wärmestrahlen gehen hin-durch, so daß ein in den Vereinigungspunkt derStrahlen gebrachter brennbarer Körper (Papier)sich entzündet. Bringt man nun in diesen Ver-einiguugspunkt ein Stück platiuirtcr Platiufolie,so wird dieselbe in diesem Punkte glühend. Diedunklen Wärmestrahlen sind also dadurch in leuch-tende Strahlen umgewandelt. Die dunklen Wärme-strahlen unterscheiden sich von den leuchtenden nurdurch eine geringere Schwinguugsgeschwiildigkeitu. infolge davon geringere Brechbarkeit; sie liegendeshalb im Spectrum jenseits des äußersten Rothu. heißen daher auch ultrarorhe (überrothe) Strah-len; sie wirken nicht mehr aus den Gesichtssinn,sondern erzeugen nur das Gefühl von Wärme.Die C. beruht also darauf, daß durch die Über-tragung auf das Platin die Geschwindigkeit derÄtherschwingiingen vergrößert und infolge davonihre Brechbarkeit so erhöht wird, daß sie einenEindruck auf den Sehnerv machen. Tyndall,der Entdecker dieser Erscheinung, hat derselben denNamen C. gegeben. Über die analoge Erschein-ung der Fluorcscenz s. d. Wimmenau-r in.
Oalorwum (lat.), so v. w. Wärmestoff; s. Wärme.
Calorie (Wärmeeinheit), diejeuigeWärmcmenge,welche, der Gewichtseinheit (einem §, resp. üx)