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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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396
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396 Calorifere Calorische Maschine.

reinen Wassers bei seinem Gefrierpunkte zngeführt,dessen Temperatur um die Temperatureinhcit (vont> auf 1° 6.) erhöht; s. Wärme.

Calorifere, Ofen einer Luftheizung; s. d.

Caloristcation (v. Lat.), Wärmeerzeugung.

Colorimeter (v. Lat. u. Gr.), Apparat zurBestimmung der durch irgend einen chemischen od.physikalischen Proceß entwickelten Wärmemenge.Es gehören dahin besonders die Apparate zurErmittelung der Verbrennnngswärme (s. d.) einerSubstanz, d. h. der durch Vereinigung derselbenmit Sauerstoff erzeugten Wärmemenge; der thie-rischen Wärme, d. h. der von einem thierischcnoder menschlichen Körper durch die in demselbenstattfindenden Oxydation?-- (Verbrennnngs-)pro-eesse entwickelten Wärmemenge; der Verbindungs-wärme, d. h. der Wärme, welche durch chemischeVereinigung zweier Stoffe hervorgerusen wird;ferner der durch organische Arbeit erzeugtenWärme; endlich gehören dahin diejenigen Appa-rate, durch welche man, zur Ermittelung der spe-kifischen Wärme einer Substanz, die Wärmemengedirect bestimmt, die von dieser Substanz ausge-nommen wird, wenn sie von einer niedrigerenaus eine höhere, od. welche abgegeben wird, wennsie von einer höheren auf eine niedrigere Tem-peratur gebracht wird. Die zu den erstgenanntenZwecken dienenden C. bestehen meist in einemdurch Umgebung mit schlecht leitenden Substanzenvor einem Wärmeverluste möglichst geschützten Ge-fäße, welches mit Wasser (auch wol Quecksilber)von bestimmter u. constanter Temperatur gefülltist u. in welches man den die Wärme abgeben-den, in einem Gefäße von gut leitender Substanz(dünnem Kupferblech) befindlichen Körper hinein-bringt. Aus der nach Beendigung des Versucheszu messenden Temperatur des Wassers u. dessenanfänglicher Temperatur berechnet man dann dievon dem betreffenden Körper abgegebene Wärme-menge. Die C. zur Bestimmung der specifischenWärme beruhen zum Theil ans demselben Prin-rip (Mengungsmethode); das Eis-C. von Lavoi-sier u. Laplace enthält anstatt des Wassers Eis,«. man bestimmt die Wärmemenge, welche einbis zu einer bestimmten Temperatur erhitzter Kör-per bei seiner Abkühlung auf 0" abgibt, durchdie Menge von Eis, welche durch die abgegebeneWärme geschmolzen wird. Näheres über die zudiesen verschiedenen Zwecken dienenden C. s. u.Wärme. Daher Calorimetrie, die Bestimmungvon Wärmemengen durch das C. Wimmenauer Al.

Calorimötor, ein von Hare erfundenes Bolta-sches Element, welches früher in den Fällen an-gewandt wurde, wo die Metallplatten eine großeOberfläche haben. Hares C. besteht aus eineretwa 30SO om breiten und einige m langenZink- m einer ebenso großen Kupferplatte, welche,Lurch Holzstückchen oder Tuchstreifen von einan-der getrennt, spiral aufgerollt werden. Der soerhaltene Cylinder, der ein Plattenpaar von sehrgroßer Oberfläche darstellt, wird in ein Gefäß mitverdünnter Schwefelsäure getaucht. Verbindet manden einen Poldraht mit der Zink-, den anderen mitder Kupferplatte, so erhält man einen galvanischenStrom, niittels dessen Metalldrähte glühend ge-macht, selbst geschmolzen werden können. Daher

der Name C., Wärmeerreger (v. lat. oalor. Wärme,u. movsrs, bewegen, erregen). Jetzt bedient mansich zu demselben Zwecke einer Groveschen oderBunsenschen Batterie, indem man sämmtliche Zink-cylinder unter sich, sowie sämmtliche Kohlen- oderPlatincylinder unter sich verbindet, so daß dieselbeein einziges Element von sehr großer Plattenober-fläche darstellt. Wimmemmer rl.

Calorisches Äquivalent einer Verbindungzweier Stoffe nennt man die Zahl von Wärme-einheiten, welche frei wird, wenn sich diejenigenMengen beider Stoffe mit einander verbinden,welche einem § Wasserstoff äquivalent sind, als^z. B. wenn fick) 1 § Wasserstoff mit 8 § Sauer-stoff, od. 39 A Kalium mit 35,^ § Chlor verbinden.

Calorische Maschine (v. Lat.), eine Maschine,welche durch die Spannkraft erhitzter Luft in Be-wegung gesetzt wird. Die ersten Versuche, stattdes Wasserdampfes als Agens für Schiffsmaschi-nen erwärmte atmosphärische Luft anzuwenden,rühren wahrscheinlich gleichzeitig von einem Deut-schen, Prehn in Ratzeburg, u. I. Ericsson her.Elfterer hatte sich schon eine längere Reihe vonJahren mit Entwürfen u. Berechnungen zu einersolchen Maschine beschäftigt; es fehlten ihm aber,trotzdem daß mehrere berühmte Mathematiker u.Maschinenbauer sich von der Ausführbarkeit diesesPlans überzeugt hatten, die Mittel n. Unterstütz-ungen, seiner Erfindung in der Praxis Eingang zuverschaffen. John Ericsson, ein Schwede von Ge-burt, hatte 1833 nach langen Versuchen eine c. M.gebaut, die aber nicht in Gang zn bringen war;Hessen ungeachtet setzte er seine Bemühungen fortu. kam endlich zn einem Resultat, indem er 1852eine Schiffsmaschine baute, die einen Effect von 800Pferden geben sollte. Die eingestellten Probefahr-ten verliefen aber so ungünstig, daß das Schiffrecht bald in ein.Dampfschiff umgebaut wurde.Die Idee der Schiffsmaschine beruhte darauf, daßdie erhitzte Luft vermöge ihrer Spannkraft einenKolben treiben sollte, ähnlich wie der Dampf inder Dampfmaschine. Die entweichende heiße Luftließ man durch einen Cylinder mit Drahtgeflecht(Regenerator) gehen, an den sie ihre Wärme ab-gab u. der nachher von frischer kalter Luft durch-strömt werden sollte, um an diese die Wärme zurWiederverwerthung zn übertragen, so daß maninit einem Minimum von Brennstoff auszukom-men hoffte. Die Erfahrung führte Ericsson zurVerwerfung der Regeneratoren, u. baute er späterkleine Maschinen ohne dieselben, welche eine großeVerbreitung fanden. Um die Construction dieserMaschine zu verstehen, muß man beachten, daßLust, in einem abgeschlossenen Ranme erhitzt, anSpannkraft zunimmt. Da sehr erhitzte Luft diemetallenen Wände des Cylinders angreift u. dieSchmiermittel verflüchtigt, so läßt sich die Erhitz-ung nur bis etwa 250" steigern, wobei sich imgünstigen. Falle der Druck nur um 0 ,, Atmosphä-ren oder 0,g KZ per Hjom steigert, währendDampf schon bei 180" einen zehnmal so großenDruck ausübt. Aus diesem Grunde erhalten c.M-n so viel größere Dimensionen, als Dampf-maschinen von gleicher Stärke, und sind nur fürgeringe Kräfte, bis etwa zn höchstens 2 Pferde-kräften, praktisch zu empfehlen. Die Einrichtung