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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Cücilius OavtoLö.

bekehrte dann ihren Bräntigam u. dessen BrnderTiburtius zum Christenthum. Die beiden Brüderwurden deshalb hingerichtet, C. aber, nach miß-lungenen Versuchen, sie im heißen Bade zu erstickenn. zu enthaupten, st. erst den 3. Tag, im I. 23t.Ihre Gebeine wurden 821 in der ihr ftn 5. Jahrh.zu Ehren erbauten Kirche in Rein beigesetzt. IhrTag ist der 22. Nov. Sie wird als Patroninder Musik verehrt; auch die Erfindung der Orgel(s. d.) schreibt man ihr zu. Ihr zu Ehren wur-den sonst in den Klöstern große Musikfeste gefeiert,eine Sitte, die sich in einigen Städten, z. B. inBasel, noch erhalten hat, wenn auch ihr kirchlicherCharakter verloren gegangen ist (Cäcilienfeste).Berühmte Bilder C-s sind von Rafael (in derBologneser Akademie) n. C. Dolce (im DresdenerMuseum), von Fr. Francia (Freske in der Cäci-cilienkirche zu Bologna). Löffler.»

CiiciltUs. Die Oaeeilia Avus war ein plebej.Geschlecht des alten Nom; zu ihr gehören die Fa-milien: Bassus, Jsidorus, Metellus, Pli-nius, Simplex, u. A. C. Statins, s. u. Statins.

Cäcrna, etruskische Familie zu Volaterrä(Familienbegräbniß der C. hat sich bei dieserStadt auf den Gütern der Franceschini im OampoNero erhalten); von ihr war ein Zweig nach Romübergesiedelt, die geben das Ende der Republik u.unter Len ersten Kaisern Vorkommen. 1) AulusC. stand im Bürgerkriege ans der Seite des Pom-pcjus n. hatte gegen Cäsar eine Schmähschriftgeschrieben, weshalb er flüchten mußte. NachCäsars Sieg schrieb er im Jahre 48 v. Chr.Inder gusrelarum, wodurch er sich mit Cäsarversöhnte. Er schrieb auch über die etruskischeDisciplin. 2) Aulus C. Severus bekämpfte6 n. Chr. die Dalmatier u. Pannonier unter denbeiden Bato (s. d.), wurde dann Unterfcldherr desGermanicus am Rhein, widerstand vergebens denbei der Nachricht von Angustus Tode sich empö-renden Legionen; zeichnete sich bei dem gefahrvol-len Rückzuge des Germanicus aus dem Teuto-burger Walde, wo er Arminius eine Niederlagebeibrachte, so aus, daß ihm die Ehre des Triumphszu Theil wurde. 3) Anlus Alienns C., ansBicentia, Quästor in Bätica; erklärte sich 68n. Chr. anfänglich für Galba u. ward deshalbAnführer einer Legion in Ober-Deutschland, dochverließ er bald Galbas Partei, unterdrückte eineBewegung zu dessen Gunsten in Helvetien, daser verwüstete, u. erkannte den Vitellins an, derihn 69 nach Italien vorrücken ließ. Nach demÜbergang über die Penninischen Alpen mit 30,000Mann belagerte er Placentia, erlitt aber durcheinen Ausfall de? Othonianer eine Niederlage,worauf er sich gegen Cremona wandte, wo eraber ebenfalls geschlagen wurde. Dagegen siegleer über Otho bei Bedriacum u. ward Consul.Aus Eifersucht gegen seinen College« C. FabiusValens ging er, gegen Vespasianus gesendet, zu des-sen Partei über u. wurde deshalb von seineneigenen Soldaten mit dem Tode bedroht, abervon den Vespanianern gerettet. Vespasianus nahmihn zwar freundlich auf, mißtraute ihm aber u. gabihm kein Amt; deswegen zettelte er 79 auch gegendiesen eine Verschwörung an, nach deren Entdeckungihn Titus hinrichten ließ. H-nne-Am Rhyn.»

llaecltas (lat.), Blindheit.

Cacongo, Negerreich ans der WKllste dessüdlichen Afrika, am gleichnamigen Fluß; im S.vom Congo begrenzt; abhängig von dem ReicheLoango; das Land ist gebirgig n. fruchtbar, aberfür Europäer ungesund; die Bewohner lieben es,europäische Sitten u. Einrichtungen nachzuahmen;Hauptstadt Kingnale oder Cingale.

Cacotelin (Chem.), stickstoffhaltige Base, Zer-setznngsproduct des Brucins durch Salpetersäure(s. Brncin).

llactsae (Cactnsgewächse), Pflanzenfam., die ein-zige der Klasse der Opuntien, saftige Sträucher od.Bäume, mit milchigem od. wässerigem Safte, mitAusnahme der Gatt, ^ersastia von eigenthümlicherTracht; Stengel u. Äste selten gestreckt, meist einenkugeligen, kegelförmigen od. säulenförmigen Kör-per darstellend, rund, od. kantig, od. gerippt, od. mitHöckerchen bedeckt, welche ans den verkümmertenZweigen oder Blättern gebildet sind, innen flei-schig, mit sehr großem Marke n. vielen, einen hol-zigen Cylinder bildenden Gefäßbllndcln; die Rippenoder Höckerchen sind mit wolligen, stacheltragendenPolstern besetzt; die Stacheln sind sehr vielgestaltig,glatt oder quer gerippt, gerade oder gekrümmt,bisweilen mit lockerer Oberhaut versehen;Blätter fehlen meist ganz, oder sind nur anden jüngsten Trieben vorhanden, klein, stielrund,hinfällig, selten ordentlich ansgebildet, wie beiÜorssloa; Nebenblätter fehlen stets; Blüthcnzwitterig, einzeln auf den Höckern oder Kerbender Kanten sitzend, bald groß u schön, bald kleinu. unansehnlich; die zahlreichen Kelchblätter sindspiralig dachziegelig in eine den Fruchtknoten be-deckende Röhre verwachsen, n. die inneren gehenallmählich in die ebenfalls verwachsenen oder fastfreien Blumenblätter über; nur selten sind bloß36 verwachsene, den Fruchtknoten krönende Kelch-u. ebenso viele Blumenblätter vorhanden; diezahlreichen, langen u. sädigen Staubgefäße hän-gen nur unten mit den Kelch- oder Blumenblät-tern zusammen; der nnterständige, fleischigeFruchtknoten ist einfächerig, meist mit vielen, denzahlreichen wandständigen Samenleisten aufsitzen-den, horizontalen Eichen; Griffel fadenförmig mitvielstrahliger Narbe; die Frucht ist eine fleischig-saftige, glatte od. mit Schleppen, Höckern u. Nar-ben besetzte, an der Spitze genabelte, einfächerige,vielsamige Beere mit breiig gewordenen Samen-leisten; Samen ohne, oder mit nur wenig Eiweiß,länglich oder nierenförmig, mit schwarzer körnigeroder warziger Samenschale; Keimling gerade od.gekrümmt öder halbkugelig, cylindrisch oder keu-lenförmig, mit freien oder in einen eiförmigenKörper verwachsenen Keimblättern. Man kenntgegenwärtig 13 Gattungen mit etwa 1000 Arten,zwischen denen die Gärtner eine große AnzahlZwischenformen gezogen haben; die Hauptmasseder Arten findet sich im tropischen u. subtropischenAmerika, nur wenige in Chile u. Canada bis zu50" n. Br. Einige Arten von Nopalsa u. Opuntia,welche in der Alten Welt eingeführt wurden, habensich dort vielfach verbreitet u. sind verwildert; soOpuntia vulgaris IlKtt., in ganz SEuropa, dieman mitLAave anwrioana zur Herstellung undurch-s dringlicher Hecken verwendet. Die meisten erhal«