Cacercs — Cacilia.
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u. Komponist; machte sich um die Ausbildung deseinstimmigen Gesanges, bes. der Arie u. des Reci-tativs, verdient. Während seines Aufenthaltes inFlorenz seit 1578 componirte er Gesänge, welche ermit Begleitung der Theorbe vortrng, vereinigtesich mit Peri zur Komposition des SchäserspielsDaphne u. der MaAeckia per mnaioa Euridice (nachder Dichtung von Rinuccini) u. wurde hierdurchMitschöpfer der modernen Oper. Die Euridicecomponirte er u. Peri zuletzt Jeder für sich; fernerschr. C. kleinere dramatische Musikstücke. Er st. zuFlorenz in der erstenHälfte des 17.Jahrh. SeineTochter Francesca C., geb. 1581 oder 1582zu Florenz, zeichnete sich als Sängerin u- Com-ponistin aus, schr. ebenfalls Gesänge, die Ballet-oper I-a lidsraricms äi Lu^ssisro äaU' isoluä'^ioina (veröffentl. 1625) u. a. Brambach.
Cäeeres, 1) span. Provinz, den nördl. Theilder Landschaft Estremadura bildend; gebirgig, abervoll fruchtbarer Weiden; Gebirge: im N. dieSierrasLe Gredos u. de Gata, im S. die Sierras de S.Benito, de S. Pedro u. de Guadalupe; HauptflußTajo; 20,758 IMm (377 UM); 1860: 293,672Ew. 2) Hauptstadt derselben, am gleichnamigenFlusse; Collegium; Hospital; Leder-, Fayence-,Seilfabriken; Handel mit Wolle (Caceres, geringeSorte); 14,795 Ew. Der Name entstand ausdem römischen Ouabrs, Ls-seills..
Cachar, Landschaft in Bengalen (Ostindien); s.Kachhar.
Cache, County im nordam. UnionsterritoriumUtah, u. 41° n. Br. u. 112° w. L.; vom Bären-flufse bewässert; die Washateh-Berge, sowie einZweig des Felsengebirges durchziehen dasselbe;8229 Ew. Countysitz: Logan.
llsobS (fr.), geheim, verborgen; Oarts oaellse,im Kartenspiel verdeckt gehaltene Karte.
Cachelot, so v. w. Pottwal.
Cacheo, Stadt an der Küste von Senegam-bien (westliches Afrika), unweit der Münd-ung des Rio S. Domingo in den AtlantischenOcean; Sitz eines portugies. Unterstatthalters, derunter dem Generalgouverneur der KapverdischenInseln steht; Kapuzinerkloster; Fort, Hafen; leb-hafter Handel; 500 Ew.
Cache-Pots (fr., v. oaekior, verbergen, u. xot,Topf), Verzierungen aus verschiedenen Stoffenüber gewöhnliche Blumentöpfe, um diesen einzierlicheres Ansehen zu geben. Die Anwendungder C-P. ist dem Einsetzen der Pflanzen in fei-nere, stark glasirte oder Porzellan-Töpfe vorzu-ziehen, weil in letzteren die Pflanzen nicht gutgedeihen.
Cachet (fr.), 1) Petschaft. 2) Siegel; dahercachiren, zusiegeln. Oaottst: volant (fliegendesSiegel), ein Siegel, das auf dem oberen BlattPapier eines zu versiegelnden Briefes so ausge-schnitten ist, daß der Brief versiegelt scheint, aberdoch offen ist.
Cachexle (gr., Med.), s. Kachexie.
Cachicame, Art Gürtelthier (s. d.).
Cachiren (fr.), verstecken, verbergen; beimBuchbinder: mit Papier überziehen.
Cachoieira, s. Caxonira.
Cacholong (wahrscheinlich mongolisch), Edel-stein von milchweißer, auch röthlich-weißer Farbe
Pierers Universal-ConversationZ-rexikon. 8. Ausl, l
u. lebhaftem GlaSglanze, schichtenweise matt; speci-fisches Gewicht 2^; besteht ans amorpher Kie-selsäure; er steht dem Chalcedon in seiner äußerenGestalt u. der Art seines Vorkommens nahe u.begleitet ihn zuweilen. Fundorte: Hllttenberg inKärnten, Koffakow bei Gabel in Böhmen, InselOsteröe, eine der Färöer, Island, Buditz in Mäh-ren, Grube Donat bei Freiberg.
Cachot (fr.), 1) dunkles Gefängnis); 2) stren-ger Arrest; s. u. Strafe.
Cachoterie, Geheimnißkrämerei.
Cachou (fr.), so v. w. Katschu.
Osakas L., Pflanzengatt, ans der Familie derUmbelliisras-OamyzUoZpsimsae-Lmvrueae (V. 2),perennirende Kräuter, mit mehrfach gefiedertenBlättern u. zusammengesetzten, vielstrahligen Dol-den mit kleinblätteriger Hülle; Blumenblätter mitcingebogener Spitze; Scheibe stark verbreitert;Frucht länglich, fast cylindrisch, mit dicken, schwam-migen, sehr genäherten, primären Rippen u. mitverbreitertem, breit ausgehöhltcm Samen mit ein-gerollten Rändern. Von den 6—7, im Mittel-meergebiete, im westlichen u. mittleren Asien hei-mischen Arten verdienen besondere Erwähnung: 0.ociontalAioa mit graufilzigen Blättern, im
nördl. Asien, deren möhrenartige, sehr aromatischschmeckende Wurzel Speichel erregt u. in Sibiriengegen Zahnschmerzen dient. 6. lüdanotis L., inSicilien u. dem nördl. Afrika heimisch: im Alter-thum als scharf reizendes Mittel im Gebrauche.0. oretiea Lcrm., mit lanzettlichen, gesägten Blatt-abschnitten u. rauhen Früchten, auf Cypern u.Creta häufig; die Früchte waren als nervenstär-kendes u. diuretisches Mittel geschätzt, während dieweihrauchduftende Wurzel wegen ihres Wohlge-ruches sehr gesucht war. 6. maritima, 0. äioüo-toma u. 6. xorsArina (Bacillenkraut)sind Formen einer im Mittelmeergebiete und aufden Kanarischen Inseln vorkommenden, einjäh-rigen Art, die den neueren Botanikern entwederals Lrubsra IsptoptrMa Lö/fm. oder 6apuo-piiz-IIum äiokotomnm Lay. bekannt ist; die Blät-ter der Pflanze waren ehemals officinell. Engler.
Cachucha, spanischer, bes. in Granada heimi-scher üppiger Tanz, mit Kastagnetten von einemPaare getanzt, während die im Kreise umhersitzen-den Zuschauer unter Guitarrenbegleitung dazusingen. Seine Melodie ist die eines gleichnamigenspanischen Volksliedes. Die Hauptsache dabei bil-den die Bewegungen des Oberkörpers. FannyElsner tanzte ihn zuerst in dem viabis boitsux,u. seitdem machte er die Runde auf den euro-päischen Theatern.
Cacilia (Cäcilie), 1) C. Metella, Tochter desCäcilius Metellus Dalmatiens; floh in den Unruhendes Cinna 87 v. Chr. zu Sulla nach Athen, wel-cher sie heirathete. Von den Athenern beleidigt,wurde sie durch Sullas strenges Verfahren gegendie Stadt gerächt. Wegen ihrer Ausschweifungenließ sich aber Sulla wieder von ihr scheiden; siest. im Jahre 81. 2) C. die Heilige, vornehmeRömerin im 3. Jahrh.; war Christin gewordenu. wurde wider ihren Willen von ihren Elternan den Römer Valeriauus verheirathet. In derBrautnacht rief sie mährend der Klänge der Hoch-zeitsmusik Gott um Schutz ihrer Keuschheit an u.V. Vimd. 23