Oaotus —
ten einen ziemlich indifferenten, schleimigen odermilchigen, süßlichen oder schwach säuerlichen Saft;bei einigen ist er jedoch selbst ätzend scharf, demder Euphorbien u. Feigenbäume ähnlich u. wirddann wie dieser benutzt. Dieser Saft, selbst derscheinbar indifferente, wird gegen Geschwüre, Abs-ccsse, Rheumatalgie n. Arthralgie angewendet;auch soll er als Wurmmittel dienen. Die süßlichenvd. sauren Früchte sind bei allen eßbar, oft wohl-schmeckend u. heilsam. Auf einigen zieht man dieCochenille, die alten Stämme braucht man zuFackeln, daher der Name Fackcldistel. Man unter-scheidet folgende Unterfamilien: I. Lollinosaotsas;der Stengel ist an den Rippen mit Höckerchen od.Wärzchen bedeckt, welche an der Spitze Stacheln,äußerst selten Blüthcn tragen; die Kelchröhre istüber das Ovarium hinaus verlängert; hierhergehören: Llsloeaetus Hc. Otto, LlamiUariaI/irro., Lelsvz-pliora INrrsnb., LsnelwenbsrAis..OooL., Lelünvsaotus HL. ck' Otto, LisooeuctusOsrsns Hirm., Llrzälooaotms HL., Lpi-pIiMum ik'/er//'. II. Opuntisas, mit verzweigtem u.gegliedertem Stengel; die Kelchröhre ist nicht län-ger, als das Ovarium; hierher gehören: Llripsa-11s Oaei-ttr., Hopalsa Opnniia MM..
Lorssscia MM. Engter.
Ductus II., früher sehr artenreiche Pflanzengatt,aus der Fam. der Cacteen, welche jetzt aufgeho-ben u. in mehrere andere Gattungen zerspaltenist; s. u. Oaebsas. Engter.
Cactusgewiichse, s. dueisas.
Cäcübum (a. G.), Landschaft in Latium, anden Grenzen Campaniens, zwischen Terracina n.Gaeta; hier wuchs ein dem Falerner gleichstehen-Ler Wein (Cäcuber).
Cäcülns, altitalischer Heros, Sohn Vnlcansvon einem Mädchen, welchem Vulcan einen Fener-snnken in den Schooß svruigen ließ; er erbautePräneste.
Duecum (Oosem^, ,«.), der Blinddarm.
Duvümen (lat.), 1) Gipfel, Spitze; 2) (Bot.)Wipfel, Krone; s. Stamm; 3) (Anat.) Theil desOberwurms im Kleinhirn.
Cacus, in der röm. Mythologie flammen-speiender Niese u. Straßenränder in Italien, deraus dem Aventmischen Berge bei Rom in einerHöhle (Sutrum 6ad) wohnte, deren Eingang ermit einem Felsblocke schloß. Er stahl dem von-Geryon znrückkehrenden Hercules, während dieserschlief, einige Rinder, die er, um den Beraubtenin der Spur zu täuschen, rückwärts an den Schwän-zen in seine Höhle führte; doch verrathen durchdas Brüllen der Rinder, wurde er von Herculeserschlagen. Euander brachte deshalb dem HerculesDankopfer. Nach Anderen verrieth seine Schwe-ster Caca dem Hercules Len Diebstahl, woraufihr ein Sacellum mit Altar u. immerbrennenderFlamme nebst jungfräulichen Priesterinnen geweihtwurden.
Lsscus (cosons, lat.), blind. Loramsn oasvum,blindes Loch (Anat.), eine kleine rundliche Öffnungam Stirnbeine hinter der Basis des oberen Nasen-stachels, welche entweder direct, oder durch engespaltsörmige Öffnungen in die Stirnhöhlen u.durch diese in die Nasenhöhle führt. Durch sichindurch geht eine Verbindungsvene des oberen
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Blutleiters der harten Hirnhaut mit den innerenNasenvenen. Diese Öffnung ist mithin kein blin-des Loch, sondern das Ende eines durch das Stirn-bein verlaufenden u. die Schädelhöhle mit derNasenhöhle verbindenden Kanals. B-rirs.
Cadalso, Jose, spanischer Dichter, geb. 8. Oct.1741 zu Cadix, von adeliger Familie aus Biscaya;studirte in Paris, trat 1762 beim Kriege gegenPortugal in ein spanisches Reiterregiment u. fiel27./28. Febr. 1782 als Adjutant des commandi-renden Generals vor Gibraltar. Er schr. unterdem Pseudonym Inan del Balle u. I. Vas-quez: Lavsllo duroia (Tragödie), 1771; Los era-äitos ä 1a violeta (Satire), 1772; Los oeios äs vaijuvsntnä, poesias, 1773; Las eartas marrnseas,Isla de Leon 1820 (Briese, einem reisenden Maurenuntergelegt); Odras, n. A., 1818, 3 Bde., u. ö.
Cadalus, aus der Lombardei gebürtig; wurde1030 Bischof von Naumburg u. war seit 1036Kanzler der Kaiser Konrad II. u. Heinrich III.Von seinem Tode in Deutschland ist nichts bekannt,u. da 1045 ein C. als Bischof von Parma erscheint,welcher 1061 als Honorius zum GegenpapsteAlexanders II. gewählt wurde, so glaubt man,daß dieser mit dem Naumburgcr Bischof identisch ist.
Cada Mosto, Alois da C., berühmter Ent-decker, geb. 1432 in Venedig; machte, nachdem ereine sorgfältige Erziehung genossen, einige Han-delsreisen im Mittelmeere, traf auf einer dieserReisen auf Cap Vincent mit dem dort weilendenJnfanten Don Enrique von Porkigal zusammenu. trat dann 1455 in dessen Dienste eine Ent-deckungsreise längst der Küste Afrikas an, aufwelcher er bis znm Gambia kam; aber, nachdemer Gold u. Sklaven eingehandelt, mußte er wegenStreitigkeiten mit den Einwohnern u. zunehmen-der Muthlosigkeit seiner Mannschaft zurückkehren.Mit Anton Uso schifite er 1456 wieder nach demGambia, entdeckte die Inseln des Grünen Vor-gebirges u. kam bis zum Flusse Casamansa u.dem Rio Grande. Nach dem Tode des JnfantenHeinrich (1463) kehrte er nach Venedig zurück u.st. um 1480. Er schr.: IN lidro äs la prima.vuviFuräons per oosano a Io terrs äs UsAri äsia Lassa Ltiopia, Vic. 1507; Mail. 1519. Lagai.»
Cadaval, Nun» Cadtano Alvarez Pe-reira de Mello, Herzog von C., portugiesischerStaatsmann, geb. 9.Apr. 1799, aus einem vor-nehmen, dem Hanse Braganza verwandten Gra-fengeschlechte, welches 1649 die herzogliche Würdeerhielt; unter Johann VI. Staatsrath, 1826Mitglied des Regentschaftsrathes n. Präsident derPairskammer, neigte er sich allmählich von demconstitntionellen System der Jnfantin-Regentinzu dem der absolutistischen Gegenpartei hin, n.als der Kampf zwischen beiden Parteien immerheftiger geworden u. Dom Pedro seinen BruderDom Miguel zum Regenten ernannt, nahm dieserden Herzog v. C. Febr. 1828 zu seinem erstenMinister, der nun mit Pater Macedo vereint aufUmsturz der Verfassung hinarbeitete, so daß dieCortes aufgelöst u. Dom Miguel zum König vonPortugal ausgerufen wurde. So eifrig er diesembei Unterdrückung der Freiheit diente, machte ersich doch während einer Krankheit Dom Miguelsder Königin-Mutter verdächtig, weil er der Jn-
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