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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Cacaobaum Cacciui.

nur etwas geringer in Qualität; Geschmack etwaszusammenziehend; ä) Berbice-C., der fettestevon allen, doch kleiner, als der Caracas-C., auchebener u. glatter, mit hellgrauem, glimmerartigemStaube; e) Surinamscher C., in 2 Sorten,wovon eine dem Berbice-, die andere dem Guaya-gnil gleicht; I) C. von Cayenne, verschieden-farbig, unbestaubt und mit scharfem Geschmacke;b) C. von den Inseln (denAntillen, besondersvon Martinique), gleicht dem vorigen ziemlich, istaber etwas geringer; Ir) C. von Grenada, dervorzüglich über England zum Handel kommt, istin Hinsicht der Güte dem von Cayenne ziemlichgleich; i) C. Bourbon, von der französischen InselBourbon, kommt erst seit Kurzem in den Handel,ist kleiner, als der Caracas; k) der brasilia-nische (Maragna-) C. ist der schlechteste undkommt wenig in den Handel. Der Hauptbestand-theil 'der C-bohncn ist ein festes, fettes Öl, etwa5060 pCt., dann das Theobromin (s. d.), einedem Cafse'tn analoge organische, stickstoffhaltigeBase; die übrigen sind Eiweißstofs, Schleim, Spu-ren von Stärkemehl u. ein Farbestoff. Die Boh-neu sind seit den ältesten Zeiten ein wichtigesNahrungsmittel in Amerika u. werden bei unsnach Art des Kaffes u. statt desselben bereitet u.getrunken, oder mit Zusätzen von Zucker, Ge-würz rc. zur Chocolade benutzt, deren Hauptbe-standtheil sie bilden. Das Mahlen geschieht nachAblösung der Schalen durch gelindes Rösten auseiner C-mühle von sehr mannigfaltiger Coustruc-tion unter eisernen Walzen, die ans einer geheiz-ten Bodenplatte im Kreise herumgehen und nütPferde-, Dampf- oder Wasserkraft in Bewegunggesetzt werden. Um C-masse (C-brod) zu erhalten,werden die C-bohnen gerieben u. zubereitet, wiebei der Chocolade, nur mit der Abänderung, daßkein Gewürz u. oft auch kein Zucker dazu kommt;dieselbe wird oft mit Kartoffelmehl od durch Ent-ölung verfälscht. Ist das beigemischte Mehl nichtganz fein, so bildet es, in Wasser aufgelöst, einenleicht erkennbaren Bodensatz. Der stärkste Gebrauchdes C. ist in den südlichen Ländern, in den Co-lonien, in Spanien, Portugal u. Italien. Außer-dem wird das C-öl aus dem C. gewonnen.Entölter C., der C-butter beraubt, wird besondersals Getränk für Magenleidende empfohlen. DerC. gehört zu den kräftig nährenden Pflanzensub-stanzen, dient daher nicht nur zum diätetischen Ge-brauche, sondern auch in bloßer Abkochung der ge-rösteten Bohnen als kasseähnliches Getränk u. wirdso statt des Kaffes genoffen, dient auch in Krank-heiten mit Entkräftung u. Abzehrungen aller Artals Stärkungsmittel. Die Schalen des geröstetenC. (C-schaleu) geben den C-thee; sie werden auchzu Branntwein, ja sogar als Beimischung zumRauchtabak benutzt. Möhr.»

Cacnobauni, 1) wahrer, s. Itrsobroms,;2) wilder, s. I?ao1rira.

Cacaobuttcr (Cacaoöl, Cacaosett), weißes od.blaßgelbes Fett, durch Ausziehen der Cacaobohnen(der Samen von Hrsodroiva Oasao II.) mit Aetheroder Schwefelkohlenstoff erhalten; besitzt einen mil-den Geschmack u. schwachen Geruch nach Cacao;spec. Gew. 0,gs0,g,; Schmelzpunkt 2930".Das Fett ist in kochendem Alkohol lösl., scheidet

ssich aber beim Erkalten wieder ab. Aus derLösung in Äther bilden sich beim Verdunsten Kry-stalle von Cacaostearin, die beim Verseifen einefeste Fettsäure u. Ölsäure liefern. Die C. kommtin Tafeln in den Handel u. dient namentlichwegen ihrer Eigenschaft, selbst nach vielen Jahrennicht ranzig zu werden, zur Bereitung von Sal-ben, sowie auch zu feinen Seifen. Clören.

Cacaoöl, so v. w. Cacaobutter.Cacaopflaume, s. Or^sotzalamm.

Cacapon, 235 Icm langer Nebenfluß des Po-tomac im nordamerik. Unionsstaate Virginia; ent-springt auf dem Alleghanygebirge; an seinen Ufernreiche Eisen- u. Kohlenlager.

Caccamo, Gemeinde in der ital. Prov. Palermoaus Sicilien, am Meere u. am Fuße des BergesSan Calogero; schöne Aussicht; im Gemeindebezirke7203 Ew.

Caecianiga, Antonio, italien. Schriftstelleru. Politiker, geb. 30. Juni 1823 zu Treviso;gab nach Vollendung seiner Studien in Mailand1848 das humoristische Blatt: Iw spirito lollstt»heraus, mußte nach der Revolution flüchten u.correspondirte als Verbannter mehrere Jahre vonParis aus für die bedeutendsten italienischen Jour-nale unionistischer Richtung. 1855 zurllckgekehrt,war er Centraldeputirter in Venedig n. einer dereifrigsten Kämpfer für die Einheit Italiens, indemer selbe vom wirthschaftlichen u. moralischen Stand-punkte aus als eine Nothwendigkeit in verschiede-nen Flugschriften u. umfangreicheren Arbeiten dar-stellte. Nach Herstellung des Königreiches Italienbekleidete er die Würde eines Podesta u. Siudacozu Treviso, eines Präfecten von Udine u. vertratals Mitglied des Parlaments in höchst beachteus-werther Weise das Volks- u. namentlich landwirth-schastliche Interesse, für das er auch seit einigenJahren in stiller Zurückgezogenheit auf seiner Villabei Treviso durch Herausgabe namentlich agro-nomischer Arbeiten wirkt. Von seinen Schriftenin dieser Richtung sind erwähnenswertst: Iw vitaoampsabrs, Mail. 1870, u. a.; Lorstcki morall soonowioi, Trev. 1869; Iw olironaelrö äolvlllgWio, Mail. 1872; dann sein Llmanaooaä'an sromita, 4 Jahrgänge; Lieoräs äsUa xro-vinoia äi Ilroviso, 1872, mit 50 photographischenTafeln, neue billige Ausgabe ohne Tafeln ebenunter der Presse. Als Belletrist zeichnete er sichaus mit seinem: II kroseritto, n. A., Mail. 1870,deutsch, Berl. 1868, u. mit II äolos kar nisnto,sssns äslla vitw Vonsrüana, äsl sseolo paasato,Mail. 1869, ein treffliches Sittenbild. Lagai.

Cacciatore, Nicolo, italienischer Astronom,geb. 26. Jan. 1780 bei Girgenti; wurde erstLehrer der griechischen Sprache, dann der Geo-graphie am Seminar zu Girgenti, darauf ander Rormalschule zu Palermo. Hier mit Piazzibekannt geworden, wurde er erst dessen Gehilfe u.später dessen Nachfolger in der Direktion der kä-sigen Sternwarte. C. machte sich besonders durchdie Beobachtung der Kometen verdient; doch istein Wandelstern, den er gesehen haben will, nichtwiedergefunden worden. Er st. 27. Jan. 1841zu Palermo. Specht-

Caccini, Giulio, geb. um 1560 zu Rom(daher Giulio Romano gen.), berühmter Sänger