Cabriel — Cacav.
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Marotos Abfall und Übergang im August 1839mußte sich C. auf die Defensive beschränken.Ende 1839 gefährlich erkrankt und dadurch inseinen Operationen gehemmt, hielt er sich dochfortwährend, bis Espartero endlich ihn nöthigte,6. Juli 1840 sich mit den Seinen auf franzö-sisches Gebiet zu begeben. Im Mai 1842 vonDon Carlos seiner bisherigen Functionen alsmilitärischer Chef der Carlistischen Emigrationentlassen, trat er erst 1845, als Don Carlos zuGunsteit seines ältesten Sohnes, des Grafen vonMontemolin, entsagte, wieder hervor, indem erdiesen Schritt des Königs nicht anerkannte. Dochnäherte er sich allmählich dem Grafen Monte-molin, ja, floh sogar mit demselben im Septem-ber 1846 nach England und machte von da ausVorbereitungen zu einein Einfall in Spanien; erlandete im Juni 1848 in Spanien u. führte einhalbes Jahr in dem nördlichen Spanien Krieg,bis er infolge des unglücklichen Treffens beiPasteral 27. Jan. 1849 nach Frankreich flüch-tete. Er wurde zu Err an der spanischen Grenzeverhaftet n. nach Perpignan gebracht; im Augustaber von dem Präsidenten der französischen Re-publik freigelassen, ging er wieder nach London,wo er 1850 die reiche, für die carlistische Sachesehr begeisterte Miß Richards heirathete, derenNeichthnm er zur Unterstützung seiner Parteisachezu verwenden beabsichtigte. Im Juli 1850 reisteer nach Neapel, um eine wegen der beabsichtigtenHeirath des Grasen Montemolin mit einer nea-politanischen Prinzessin mit Spanien eingetreteneSpannung zu benutzen u. gegen Spanien zu in-triguiren, wurde aber Anfang 1851 von da aus-gewiesen u. lebte bis 1855 abwechselnd in Londonu. Paris, ohne an den späteren Carlistenaufstän-den sich zu betheiligen; auch lehnte er 1861 denAntrag, an die Spitze der neapolitanischen Ban-den zu treten, ab. Die neueste Carlistenerhebnng(1869) brachte C. wieder in Erinnerung. Er schienauch der Bewegung sich anschließen zu wollen; daer aber 11. März 1875 dem König Alsonso seinenDegen angeboten, erklärte ihn Don Carlos alseinen Verräther unter Degradation, worauf er zu-erst nach Frankreich ging, vom König Alsonso aberTitel, Ämter u. Ehren znrückerhielt u. in dessenDienste znrücktrat. Vgl. W. v. Rahden, Cabrera,Erinnerungen aus dem Spanischen Bürgerkriege,Franks, a. M. 1840; Rosbella, Hisboria äs L.5 äs Zmsrrs civil, Madr. 1844. Lagm."
Cabricl, 156 sim langer Nebenfluß des Tucarin Spanien, in den er bei Cofrentes mündet;entspringt in der Provinz Teruel in der Sierrad'Albarracin, unweit der Quelle des Tajo.
Cabriolet, leichtes 2räderiges, einspännigesFuhrwerk; dient in Paris als gewöhnliches Mieth-suhrwerk, gleich den Droschken in anderen Städten.
Cabrol, Barthol., berühmter Chirurg des16. Jahrh., geb. zu Gaillac; prakticirte erst inseiner Vaterstadt, dann in Montpellier, wo er 1570seitens der Facnltät, 1595 seitens Heinrichs IV.beauftragt wurde, anatomische Vorträge zu halten.Er schrieb ein Xlpsiabsö anatomiqus, Tournon1594 u. an verschiedenen Orten aufgelegt (auchin das Lateinische übersetzt: Xiplladotou anato-mleum, Genf 1604 u. ö., ins Holländische über-
tragen von Plempins, Amsterd. 1648), das sichdurch seine große Übersichtlichkeit, durch eine phi-losophische Behandlung des Stoffes u. endlich durcheinen reichen Schatz der trefflichsten physiologischen,chirurgischen n. praktischen Bemerkungen, die amEnde angefügt sind, anszeichnet. Thamyayn.
Cnbständer, s. Cabestan 2).
Cacajäo, der schwarzköpfige Schweifaffe.
llacslia ü., Pflauzengatt. aus der Familie derOompositg-s-Lsnsciornäsas-Zsoscionsne (XIX. 1),mehrjährige Kräuter, mit abwechselnden, gezähntenoder gelappten Blättern, in Rispen oder Dolden-rispen stehenden weißen, gelblichen oder rosafar-benen Blüthenköpfen; sämmtllche Blüthcn röhrigvon einer gemeinsamen einreihigen Hülle umge-ben; Schließfrüchtchen (Achänien) länglich, unge-schnäbelt u. kahl mit vielborstigem Haarkelche. Vonden zahlreichen im östlichen Asien, N- u. Mittel-Amerika einheimischen Arten werden einzelne alsZierpflanzen cultivirt. Die früher als Lacaliabezeichneten europäischen Pflanzen gehören meistder Gattung Xäenostzäss dass. an. Engler.
Caeäo (span.), die Früchte eines tropischenBaumes, I'llsobroina Oacao (C-baum). Gerin-gere Sorten kommen auch wol von IR. bicalor,IR. Kniausnsiv, IRcllira (wilder C-baum) u. a.Die Früchte des wahren C-banmes sind gurken-förmig, fleischig, etwa 15—20 cm lang u. 5 cmbreit, zngespitzt, zehnfurchig u. mit Warzen besetzt,anfänglich blaßgrlln, dann gelblich, bei der gleisehochroth. In einer gelben dicken u. einer weißenzarten Rinde darunter finden sich, in einem wei-ßen, angenehm säuern, eßbaren, häufig zu Brannt-wein benutzten Marke reihenweise 25—40 olineu-große, eiförmige C-bohnen (C-nüsse), mit violett-planem, saftigem Kern in harter, zerbrechlicher,brauner, oft grau-brauner Schale. Wenn dieFrüchte reif sind, werden sie abgenommen, dieL-chalen zerbrochen, die Bohnen von den fleischig-schleimigen Umhüllungen gereinigt u. in bedeckteKörbe oder Gefäße gethan, wo sie 4—5 Tage derWährung unterliegen, rothbraun werden u. ihrenvorher bitteren und herben Geschmack verlieren;dann werden sie an der Sonne getrocknet u. ver-packt. Häufiger jedoch werden sie gerottet, d. h.noch frisch in die Erde gegraben, oder in Körbeu. Fässer verpackt u. mit Steinen beschwert, wo-durch die Währung stärker wird. Man erkenntden gerotteten C. an einem grauen, sandigen, mitGlimmerblättchen vermischten, od. röthlichen tho-nigen Überzüge, wie man ihn z. B. bei dem Guate-mala-C., dem von Caracas, Guayaquil, Berbice,Surinam und Esscquibo findet. Der beste, sehrangenehm u. mild schmeckende C. kommt wol nienach Europa. Es ist der kleine, fast goldgelbeSoconusco-C., dem der kleine dunkelorangegclbeC. von Esmeraldas ähnlich ist. Die bekanntestenSorten sind: a) Caracas-C., von Caracas, Ni-caragua u. Soconusco, der beste, rund, groß u.schwer, fettig, roth und mit einem silbergrauenStaube überzogen; b) C. von Guayaquil, min-der gut u. fettig, aber von derselben Farbe, großn. platt, mit wenig Staub von außen und vonbitterlichem, doch nicht unangenehmem Geschmacks;kommt jetzt viel ans die europäischen Märkte;c) Maranhao-C., dem vorigen ziemlich gleich.