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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Cabrcra.

nas de Algodres in Ober-Beira; stndirte 1818in Coimbra Jurisprudenz, wurde Advocat, daunRichter in Fora de Perella, hierauf Mitglied deszu Terceira errichteten Gerichtshofes u. unter derRegentschaft Beisitzer des Kriegsrathes daselbst;später war er Secretär des Generalauditors derArmee in Oporto, unter Dom Pedro Procu-rator bei dem Obertribunal daselbst und daraufRichter des ersten Gerichtshofes der Azoren. 1835in die Cortes gewählt, trat er seit 1836 als ent-schiedener Scptembrist gegen die Regierung ans,nahm auch 1838 insgeheim Antheil an dem Auf-ruhr in dem Arsenal. Durch das Mißlingen diesesAufstandes war er gemäßigter geworden u. trat zurHospartei über, der er Lurch sehr geschickte Trans-actionen bald einen mächtigen Anhang zuführte, wo-durch aber auch sein Einfluß u. Ansehen so stieg, daßer 1838 an Soares Baldeiras Stelle Civilgouver-neur von Lissabon u. Ende 1839 Minister der Ju-stiz u. geistlichen Angelegenheiten wurde. In sei-ner Regierung, wenn auch nicht immer streng andie Verfassung sich haltend, energisch, gewann ersich die Gunst des Hofes, der in ihm gegenüberLen unruhigen Geistern seine kräftigste Stütze sah,u. konnte daher wol den Schritt wagen, die kö-nigliche Macht aus den Schranken der erst imApril 1838 beschworenen Verfassung zu befreienu. durch eine revolutionäre Junta, die er selbstin Oporto gebildet, 19. Jan. 1842 die CharteDom Pedros ausrufen zu lassen. Die Königin,anfänglich an ihren Verfassungsschwnr sich erin-nernd, entließ den kühnen Verfassungsbrecher, umihn indeß schon nach ein paar Wochen, nachdemdie Larta äs lezr in Lissabon u. im übrigen Por-tugal wiederhergestcllt war, als neu ernanntenGrafen v. Thomar wieder zu empfangen u. ihmdaS Ministerium des Innern zu übertragen. C.regierte von nun an mit unumschränkter Gewalt,in allen seinen Einrichtungen voni Hofe bereit-willigst unterstützt, mochten dieselben noch so sehrdas Volk bedrücken, oder noch so schwer die ohne-hin schon zerrütteten Finanzen das Staates schä-digen. Alle Parteien haßten ihn daher u. ammeisten die Landlcute, auf denen seine Bedrück-ungen am schwersten lasteten, so daß endlich derinzwischen 1844 zum Staatskanzler ernannte all-mächtige Leiter des portugiesischen Staates sichganz isolirt sah u. infolge eines rasch über dasganze Land sich ansbreitenden Aufstandes 16. Mai1846 seine Entlassung nehmen und sich flüchtenmußte. Indeß 1847 wieder znrückgekehrt, stellteer sich an die Spitze des chartistischen Wahlaus-schusses, reorganisirte diese Partei wieder u. er-freute sich bald des alten Einflusses, so daß, nach-dem er 1848 noch in außerordentlicher Mission inMadrid einige Zeit verweilt, er schon Ende Mai1849 von der Königin mit Bildung eines neuenCabinets beauftragt wurde. C., gegen Len LasVolk noch immer den alten Haß hegte, regiertenun wieder in früherer Weise rein willkürlich, mitdictatorischer Gewalt, zeigte sich aber in diploma-tischen Streitigkeiten wegen Entschädignngsforder-ungen mit England u. Amerika gegen diese Mächtezum Schaden der portugiesischen Finanzen höchstnachgiebig, so daß die Opposition gegen ihn im-mer mehr zunahm u. selbst sein Bruder, der In-

stizministcr Silva C., mit Saldanha, der eineCvalition aller oppositionellen Parteien gebildethatte, sich gegen ihn erhob allerdings ohneErfolg; auch eine von den Cortes gegen ihn er-hobene Anklage wegen Zolldefraudation blieb er-folglos, u. wurde der Proceß niedergeschlagen; umso mehr aber wuchs die Erbitterung gegen C.,u. er mußte bei Abstimmung über eine Clauseldes neuen Wahlgesetzes, wodurch gewisse Beamteals nicht wählbar zu Deputirten bezeichnet wurden,eine Majorität von 52 Stimmen gegen sich sehen,so daß er seine Entlassung anbot, welche die Kö-nigin diesmal, 18. Febr. 1851, nicht annahrn,aber 2 Monate später infolge eines vom Herzogvon Saldanha geleiteten Aufstandes 26. April 1851zu geben gezwungen wurde. C. entfloh nach Vigon. von da nach England, kehrte jedoch im Febr.des folgenden Jahres schon nach Lissabon zurücku. wurde zum Staatsrath auf Lebenszeit ernannt.1859 61 vertrat er Portugal am Hofe zu Riode Janeiro als Gesandter n. bevollmächtigter Mi-nister u. wurde, von da abberufen, Präsident deshöchsten Verwaltungs-Tribunals. Lagai.

Cabrcra, kleinste der bewohnten unter denBalearischenJnseln, südl. von Mallorca; O^oHsicm;guter Hafen, Fort; uneben, unbebaut, Ziegen zurWeide dienend; 1857 52 Ew. C. war früherZufluchtsort der Seeräuber, dann Verbannungs-ort. Noch sieht man die Trümmer eines vondem Piraten Dragut 1550 zerstörten Schlosses.

Cabrcra, Don Ramon C., Graf von Mo-rella, ehemaliger General der Carlisten in Spa-nien, geb. 31. Aug. 1810 in Tortosa von bürger-lichen Eltern; erhielt 1831 die niederen Weihen,ergriff, da ihm der Bischof wegen seiner Aus-schweifungen die höheren Weihen nicht ertheilenwollte, 1833 die Waffen für Don Carlos; 1835unter Carnicer Chef eines Elitenheeres, verübteer, nachdem ein Offizier Miuas im Febr. 1836seine alte Mutter hatte erschießen lassen, aus Rachedie größten Grausamkeiten, indem er seine Zügedurch Valencia und Aragon mit Blut u. Brandbezeichnte. Er begleitete dann Gomez auf sei-nem Streifzuge nach Andalusien, kehrte aber ge-trennt fechtend u. plündernd durch die Mancha u.Cuenca nach Aragonien zurück, wo er, an derGrenze bei Rancon geschlagen u. verwundet, vonHirten gerettet u. beim Pfarrer Don Manuel Mo-ron in Almaden eine Zuflucht fand. Nun sam-melte er eine neue Truppe um sich, die bald10,000 Mann u. 1600 Pferde zählte, drang mitihr 1837 nach Valencia vor, siegte 18. Febr. beiBunol u. 19. März bei Burjasot über die Chri-stinos, nahm die Bergfeste Cantavieja, die er 1836verloren hatte, wieder u. focht mit Glück gegenden wider ihn gesendeten christinischen GeneralOraa, unterstützte Don Carlos auf dem Zugenach Madrid, wandte sich dann wieder gegen Oraaund nahm 1838 die Festung Morella. Hierfürwurde er von dem Prätendenten zum Grafen vonMorella u. Generallieutenant ernannt u. zugleichals Generalgouverneur von Aragonien, Valenciau. Murcia bestätigt. Er focht in diesen Provinzenmit Glück und Geschick, schlug 1. Oct. 1838Pardinas zwischen Morella u. Caspe u. behaup-tete sich mit Erfolg gegen die Christinos. Rach