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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Cabinttsiiünister Cabral.

Cabinetsmimster, s. u. Cabinet 3).

Cabinctsordre, s. u. Cabinet 3).

Labls (fr.), so v. w. Telegraphen-Kabel; s. Te-legraph.

Cabo (span. u. Port.), so v. w. Vorgebirg.

Cabochon, ein nicht fa^onnirter (kunstgemäßgestalteter), sondern nach seiner natürlichen Formgeschliffener Edelstein, besonders Rubin, u. daheroft ovaler oder krummer Form.

Cabo Frio, Stadt in der brasil. Prov. Riode Janeiro, am gleichnamigen Vorgebirge; unge-sundes Klima; Seehafen; Collegium; Handel;Salzraffinerie, Fischerei; 3500 Ew.

Lsbomba Pflanzengattung aus der Fa-

milie der kstz'wxlnrsaoeas-Oabombsas; die dün-nen, schleimigen Stengel tragen nntergetanchte, imUmriß rundliche, in sehr schmale Abschnitte viel-fach zerschlitzte u. schwimmende schildförmige Blät-ter, aus deren Achseln sich auf langen Stielenkleine weiße od. gelbliche Blüthen erheben, welche3 blumenblattartige Kelchblätter und 3 Blumen-blätter, 6 Staubblätter mit nach außen gekehrtenAntheren u. 3, seltener 2 od. 4 Carpelle mit je3 Eichen mit kurzem Griffel u. kurzer Narbe be-sitzen; die Früchtchen sind lederartig, nicht auf-springend. Man kennt nur 2, in SAmerika ver-kommende Arten.

Cabot (Caboto), 1) Giovanni, bedeutenderSeefahrer aus Genua; zog von hier nach Vene-dig, 1475 aber nach Bristol; unternahm bei demregen Handel von Bristol mit Island Reisen nachdein N. des Atlant. Oceans, auf denen er (nachunverbürgten Nachrichten) schon vor Columbusdas Festland NAmerikas entdeckt haben soll. An-geregt durch die Entdeckungen von Columbus, ließer sich von Heinrich VIII. von England mit einemFreibriefe für den ausschließlichen Handel in denzu entdeckenden Ländern des Nordens versehen u.segelte in der Absicht, den kürzesten Weg nachChina zu finden, im Mai 1497 von Bristol ab;am 24. Juni desselben Jahres erreichte er dasFestland Amerikas, wahrscheinlich Labrador oderNeu-Fundland. Er starb schon 1498. 2) Seba-stian«, Sohn des Vor., geb. 1473 in Venedig;begleitete 1497 seinen Vater auf der Entdeckungs-reise nach Amerika u. segelte 1498 selbständig nachAmerika, von Labrador bis Florida an der Küste ent-lang. 1512 suchte er in spanischem Dienste einenwcst-lichen Weg nach Ostindien u. trat 1516 wiederin englische Dienste, fand 1517 die Hudsonsbai,trat später in spanische Dienste u. erforschte denRio de la Plata. Er kehrte hierauf nach Eng-land zurück, wo er als königl.Oberpilot u. Gou-verneur der Gesellschaft zur Entdeckung unbekann-ter Länder 1557 zu London starb. Ihm zu Ehrenwurde der zwischen Labrador, Canada u. der Hud-sonsbai liegende, zum Territorium der BritischenHudsonsbai-Compagnie gehörige Landstrich Cabo»tia genannt. Er soll die Abweichung der Mag.uetnadel entdeckt haben. B. schr. angeblich: Na-vixaticmo nslks parts ssttentrionali, Vened. 1583.Vgl. Biddle, Nsmoir ob Leb. 0., Lond. 1832;d'Ävezac, I,es naviAatsurs tsrrs-ueuvieus, ckeanet Leb. 6., Par. 1869; Nicholls, I,rks, ackvsn-turss anck ckiseoverios ok 8sb. 6., Lond. 1869;H.'llwa'.L, Sebast. C., Berl. 1871-

Cabotage (fr., engl. OoastivA kracke), 1) dieKüstenschifffahrt u. der Küstenhandel überhaupt.Im engeren Sinne 2) die Frachtschifffahrt voneinem Hafen zu einem anderen desselben Landes.Früher war allgemein die C. den Schiffen deseigenen Landes Vorbehalten, u. selbst fremde Ca-pitäne u. Schiffsmannschaften durften auf heimi-scheu Schiffen keine C. treiben. In neuerer Zeithaben viele Staaten sich gegenseitig die C. frei-gegeben, u. England gestattet sogar allen fremdenSchiffen die C., von welcher diese iudeß nur we-nig Gebrauch machen, da sie mit den sog. Colliers,des Lootsenfahrwassers kundigen Küstenfahrern,schwer concurriren können. Die Vereinigten Staa-ten nehmen die C. für alle Küsten N- u. SAme»rikas für sich in Anspruch, weil der Seeweg vomO. nach dem W. der Bereinigten Staaten dieKüsten entlang führt. In Kriegszeiten geben diekriegführenden Mächte gewöhnlich die C. frei, sodaß Neutrale die Handelsverbindung unterhaltenkönnen, wofern nicht etwa sämmtliche Häfen blo-kirt sind. Daher Sabotier, 1) ein Küstenfahrer;2) Lootse. Cabotiren, Kllstenhandel treiben.

Cabotra, s. u. Cabot 2 ).

Cabötin (fr.), wandernder Schauspieler; dahercabotiniren, mit einer Schaufpielerbande um-herziehen.

Caboto, so v. w. Cabot.

Cabo Verde (Cap Verd, Grünes Vorgebirg),das äußerste westl. Vorgebirg des afrikanischen Con-tinents, u. 14" 53^ u. Br., 0" 6^ ö. L. (von Ferro),zwischen den Flüssen Senegal u. Gambia in Se-negambien; von dem hier häufigen Seegrase oderseinen schönen grünen Wäldern so genannt. Nord-westl. davon die Capverdischen Inseln (s. d.).

Cabra, Stadt in der spanischen Provinz Cor-dova, am gleichnamigen Fluß; Collegium; Manu-fakturen; vorzüglicher Weinvau; 11,100 Ew.

Cabral, 1) Pedro Alvarez, der EindeckerBrasiliens, geb. um 1460 aus einer alten por-tugiesischen Adelsfamilie; wurde, dem König Ema-nuel von Portugal wegen seiner Talente u. Tapfer-keit gerühmt, von diesem nach Vasco de GamaSRückkehr von der ersten Seereise zum Befehls-haber der nach Ostindien bestimmten Flotte von13 Schiffen mit 1200 Mann ernannt und stach9. März 1500 in Sec. Jndeß, indem er einezu westliche Richtung nahm, gcrieth er in densüdamerikanischen Mccresstrom und an die Küstedes heutigen Brasilien, das er am 24. April 1500für den König in Besitz nahm u. Terra da SantaCruz nannte. Nun seinen Weg nach dem eigent-lichen Ziel der Reise sortsetzend, verlor er 29. Mai1500 durch Sturm 4 Schiffe u. auf der Weiter-fahrt noch 3, kam endlich an die Insel Mozam-bique, über die wir ihm die erste Kunde verdan-ken, u. von da nach Calicut, wo er bei dem in-dischen Fürsten die Anlegung einer portugiesischenFactorei erlangte; auch schloß er uoch weitereHandelsverbindungen ab u. kam 31. Juli 1501wieder in Lissabon an. Von da ab wird C. nichtmehr genannt. Er st. um 1526. Seine Reisens. Namusio, NaviAationi s viaM, 3 Bde., Vened.1563, neuer Abdr., Vened. 1835. 2) AntonioBernardo da Costa C., Graf von Thomar-portug. Staatsmann, geb. 9. Mai 1803 in For,