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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Butylen

6 ^ 8,2 ableiten, durch Siedepunkte, sp. Gew. u. a.Eigenschaften unterscheiden. Clären.

Butylen (Butyreu, Chem.) das Nadicalder B-verbindungen, ist in Form von 3 verschie-denen Kohlenwasserstoffen bekannt, welche alle derFormel 6^ entsprechen, sich aber durch ihreStructur, d. h. durch die Art, nach welcher dieeinzelnen Kohlenstoff- und Wafferstoffatome untereinander verknüpft sind, sowie auch durch chemischeu. physikalische Eigenschaften von einander unter-scheiden. 1 ) Das eigentliche B. ist eine farblose,zwischen -i- 4 u. 8 ° 0. siedende Flüssigkeit, durchEinwirkung von Natrium ans ein Gemisch vonAllyl- n. Methyljodid darstellbar. 2 ) Das Pseudo-B. siedet bei 3° u. erstarrt in der Kälte kry-siallinisch. 3) Das Jso-B. ist eine bei 7° sie-dende, dem Leuchtgas ähnlich riechende Flüssigkeit.Seine Verbindung mit Brom, das Jsobutylen-broinid EtllgLi-j,, zersetzt sich mit essigsanrem Sil-beroxyd zu essigsaurem Jso-B., welches mitKali destillirt den B-alkohol (Bntylglykol)liefert, eine färb- u. geruchlose Flüssigkeit, in Was-ser, Alkohol u. Äther lösl.; SieLep. 183°. Con-centrirte Salpetersäure verwandelt ihn in Oxal-säure. Clären.

Butylglykol, so v. w. Butylenalkohol; s.Butylen.

Bntylsenföl (Chem.) Og 8 g 88 , gelbliche, bei159160° siedende Flüssigkeit, der Hauptbestand-theil des Löffelkrautöls, des schwefelhaltigen äthe-rischen Äs von (loedlearia, oküoiualis 1^. Esist schwerer als Wasser u. besitzt einen scharfen,durchdringenden Geruch u. Geschmack. Clären.

Butyraldehyd (Butylaldehyd, Chem.) 6jI1gO,farblose Flüssigkeit von 0 ,^ spec. Gew. bei 0 °;Siedepunkt 75"; in 27 Theilen Wasser löslich.

Butyramid (Chem.) 0JIg80 bildet sich beider Einwirkung von Ammoniak auf Buttcrsäure-Äthyläther u. stellt farblose, in Wasser, Alkohol u.Äther lösliche, bei 115" schmelzende Krystallblätt-chen,von süßem hinterher bitterem Geschmacke dar,die auch mir Quecksilberoxyd eine krystallisirbareVerbindung eingehen. Clären.

Butyreu, so v. w. Butylen.

Butyron (Chem.) O 7811 O entsteht bei dertrockenen Destillation des buttcrsauren Kalkes alsstark lichtbrechende, aromatisch riechende, in Wasserunlösliche Flüssigkeit vom sp. Gew. 0,^ bei 20 °u. dem Siedep. 144°. Bei der Oxydation mitsaurem chromsaurem Kali u. Schwefelsäure liefertes Buttersäure u. Propionsäure. Cläre».

vutxrum (gr. u. lat.), Butter; 8 . rmtimaull,Antimonbutter, Antimontrichlorid; 8 . urseuicü,Arsenikbutter, Chlorarsen; 8 . deimoes, Benzo'ö-butter; 8 . äs caoao, Cacaobutter; 8 . mnoi,Zinkbutter, Zinkchlorid; 8 . luujoranuo, Majoran-butter; 8 . morourials rubrum, rothe Queck-silberbutter, rothe Augensalbe; 8 . xlumbi s.suturni, Bleibutter, Bleisalbe; 8 . staunt, Zinn-butter, Zinnchlorid.

Buhbach, Stadt im Kreise Friedberg der groß-herzoglich hessischen Prov. Ober-Hessen, Station derMain-Weser-Bahn; Landgericht; schöne alte Kirche;Schloß, früher Wittwensitz der Landgräfinnen, jetztReiterkaserne; Flanell- u. Strnmpfwebereicn, Ger-bereien, Salpeterfabr.; 2617 Ew. In der Um-

Buxhöwdcn.

gegend Brauneisenstein u. Spuren römischer Be-festigungen. B. kam von den Herren von Win-zenberg an die Falkcnsteiner, darauf an dieEppensteiner; nach deren Aussterben gehörte estheilweise zu Hessen, Solms, Königstein u. Katzen-ellubogen; doch kam Hessen nach u. nach durchHcirath u. Kauf bis 1714 in Besitz des Ganzen.

Buhkopf u. Bnhtval, s. u. Delphin.

Bühotv, Stadt im Großherzogthum-Mecklen-burg-Schweriu, am Zusammenfluß der Warnow u.Nebel, Knotenpunkt der Eisenbahnen von Lübeck,Stettin u. Rostock; Sitz des Criminalgerichtes fürdas ganze Großherzogthum; Schloß; Realschule;Freimaurerloge: Urania zur Eintracht; Hospital;Oelfabr., Papiermühle; bed. Getreidehaudel; imGemeindebezirke 4710 Ew. B. gehörte den Her-zögen von Mecklenburg, aber 1232 schenkte esHerzog Nicolot dem Stifte Schwerin, worauf BischofRudolf das dasige Schloß bauen ließ. 1631 wurdeB. von den Schweden den Kaiserlichen, die eserobert hatten, wieder abgenommen; 1697 und1716 brannte es ab. Im Anfänge des 18. Jahrh.ließen sich unter Herzog Friedrich Wilhelm vielefranzösische Refugies hier nieder u. legten Fabrikenan. 1760 errichtete Herzog Friedrich von Mecklen-burg-Schwerin daselbst eine Universität ( 8 riäsri-oiuua,), die aber 1789 mit Rostock vereinigt wurde.Seit 1842 befindet sich bei B. die Laudesstrafan-stalt Dreibergen.

Buxar, Stadt im District Shahabad derbritischen Prov. Bengalen in Ostindien, am rech-ten Ufer des Ganges; ziemlich starkes Fort mitschöner Aussicht; einige schöne Moscheen, großerBazar, mehrere ansehnliche Wohnsitze der Euro-päer; 3000 Ew. Die Stadt ist historisch berühmtdurch den Sieg Sir Hector Munros mit 7070Mann (davon 857 Europäer) über das wenig-stens 40,000 Mann starke Heer des Mir-Cojsim,23. Oct. 1604.

Uuxbaumls ^., Laubmoosgattung aus der Fa-milie der Bryaccen, nach Joh. Chr. Buxbaum(geb. 1694 in Merseburg, st. 1730 in Petersburgals Professor) benannt, sehr kleine Pflänzchen,deren Blätter sich bald loslösen, mit ziemlich dickem,purpurrothbrannem Fruchtstiel, unförmlicher, dickeiförmig aufgeblasener, am Rücken abgeplatteterBüchse mit sehr enger Mündung u. stumpfem,kegelförmigem Deckel. Arten: 8 . uxkiUs, Latten;äußere Zähne des Peristoms kaum zur Hälfte überden breiten Ring hervoitretend; auf schattigemWaldboden zerstreut. 8 . luäusiutu Lrr'ck.; Zähnedes Peristoms in 4facher Reihe; seltener als vor.Art. Engter.

kuxeue, Unterabtheilnug der lünpiiordiaeeus (s. d.).

Buxhöwden (eigentlich Bekeshovede, Bi-keshovede, Bixhovede), altes, aus Niedersach-scn stammendes Geschlecht, wo seine Glieder schonim 12 . Jahrh. als Ministerialien u. Lehnsträgerder Bremischen Kirche Vorkommen; wendete sichim 13. Jahrh. nach Livland, wo, sowie in Esth-land, die B. noch begütert sind, sich früher zurGriechischen, jetzt zur Lutherischen Kirche bekennenu. 1795 in den Grafenstand erhoben worden sind.1) Albert, vom Papst Jnnocenz III. znm Bischofvon Riga (11991229) ernannt u. vom KaiserHeinrich V. mit Livland belehnt; u. sein Bruder,