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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Buttcrhose

sind sehr klein, meist nur mit einem Strahl, 20bis 25 ein lang; lebt in der Nord- und Ostsee;wird seiner geringen Größe halber selten, dannmeist als Köder gefangen. Thoms.

Butterhose, kleines, meist aus Lindenholz ge-fertigtes Faß zur Versendung der Butter.

Butterkohl, schöne gelbe Kohlart, zwischendem Savoyer- und Grünkohl stehend; wird wieelfterer cultivirt u. liefert vom Winter bis znmFrühjahre in seinen großen, zarten Blättern einschmackhaftes, etwas milderes Gemüse, als derGrünkohl.

Buttermilch, die nach dem Buttern zurück-bleibende Flüssigkeit, welche außer wenigen Fett-theilen alle anderen Bestandtheile der Milch ent-hält. Sie ist eines der erquickendsten Getränkeim Sommer und auch Kranken meist zuträglich.Zu Molken gekocht, durch grobes Leinen gereinigtn. im Schatten getrocknet, liefert sie den B-esfig,der besonders auf den Alpen verfertigt wird; diefesten Stücke werden zum Gebrauche in Wasseraufgelöst. In Skandinavien wird aus B. einMolkenkäse, N^goab, bereitet. Als Futter, beson-ders für Schweine, ist die B. sehr geschätzt. Rhode.

Buttern (Butterschlagen) hat den Zweck, durchmechanisches Einwirken auf die Milch oder denRahm (Sahne, Flott, Schmandt, Schmecke) dieFettkügelchen von anderen darin vorhandenenStoffen zu trennen u. in Klumpen zu vereinigen.Früher wurde nur aus Rahm Butter verfertigt,während man jetzt auch aus Milch schmackhafteButter gewinnt. Da jedoch das B. der Milchmit größerem Arbeitsaufwande verknüpft ist, sofindet man es bis jetzt nur in einzelnen kleinenMeiereien eingeführt. Um den Rahm behufs B-szu gewinnen, bleibt die Milch in flachen Milch-gefäßen (Satten, Setten, Gepfen) so lange (24bis 48 Stunden) stehen, bis eine möglichst voll-kommene Ausscheidung erfolgt ist. Die Tempe-ratur, bei welcher diese Ausscheidung stattfindet,darf nicht über 15° R. steigen u. nicht unter 10°sinken. Bei zu hoher Temperatur gerinnt dieMilch n. hindert die Absonderung des Rahmes.Hat sich der Rahm abgeschieden, jo wird derselbemit hölzernen Löffeln abgenommen (abgerahmt,abgeschmengt), oder es wird die Milch unter dem-selben durch eigens dazu angebrachte Vorrichtun-gen abgelassen, so daß er allein zurückbleibt. Istes nicht möglich, den Rahm sofort zu buttern, somuß man denselben in Steintöpfen möglichst kühlausbewahren. Wesentlich ist es, daß der Nahmu. der Raum, in welchem das B. geschieht, denzum B. nöthigen Temperaturgrad besitzen, welchenman im Allgemeinen auf 12° R. annimmt. Istder Nahm im Winter kälter, so stellt man ihn inein warmes Zimmer, oder setzt nach u. nach war-mes Wasser zu; im Sommer wird das Butterfaßmit kühlem Wasser ausgeschwenkt, oder durch nasseTücher abgekühlt. Znm B. bedient man sich desButterfasses, der Buttertonne u. der Butterma-schine. Das Butterfaß ist ein hölzernes Gefäßvon der Gestalt eines abgestumpften Kegels, inwelchem während des B-s ein Stempel (Butter-steuipel, Butterstock) aus- u. abbewegt wird. DerBunerstempel besteht aus einer 34 om dickendurchlöcherten Scheibe von hartem Holze, welche

Buttern.

an einem über 1 m langen hölzernen Stiel be-festigt ist u. mit dem oberen Ende aus einer imVerschluß des Butterfasses angebrachten Öffnunghervorragt. Durch die Bewegung des Stempelswird die Luft im Bntterfasse stets erneut u. dasB. gefördert. Durch die Buttertonnen geht derLänge nach ein Cylinder, mit dessen Enden sieans 2 Ständern ruhen, während an dem einenEnde des Cylinders eine Kurbel zum Drehen an-gebracht ist; sie bilden den Übergang zur Butter-maschine. Unter den vielen verschiedenen Con-structionen von Buttermaschinen zeichnen sich be-sonders die von Lavoisy aus; sie sind sehr com-pendiös u. mit Vorrichtungen zur sicheren Erziel-ung des richtigen Temperaturgrades versehen; dievon Claes find sehr bequem zum Handhaben u.Reinigen. In neuerer Zeit neigen sich die An-sichten mehr u. mehr dem Tonncnsystem zu; alsdie beste dieser Art wird die Lefeldtsche rotirendePatentbuttermaschine angesehen (s. n. Laudw. Ma-schinen, Fig. 22). Die Tonne oder das Faß istganz aus Eichenholz gefertigt; an ihren beidenBoden sind je 2 sich kreuzende Leisten befestigt, andenen wiederum die als Achse dienenden Zapfenangeschraubt sind. Diese letzteren laufen auf Anti»frictionsrollcn, die auf zwei mit dein oberen Quer-stück eines soliden Holzgestelles verbundenen guß-eisernen Böcken lagern. Mittels der an einen derZapfen angesteckten Kurbel wird hiernach das ganzeFaß gleich gedreht, welche Bewegung sich infolgeder getroffenen Anordnung der Lager u. der sau-beren Ausführung namentlich der rotirenden Theilemit großer Leichtigkeit vollzieht. Die Einfüllöff-nung hat eine erhebliche Weite und bietet daheralle Bequemlichkeit für das Einschütten des Rah-mes u. Las Heransnehmen der Butter. Sie wirddurch einen der äußeren Biegung des Fasses con-formen gußeisernen Deckel verschlossen; dieser istmit einer Holznnterlage versehen, welche einemstarken Gummiringe von quadratischem Quer-schnitte ohne Nägel oder Kitt den nöthigen Haltgibt, und läßt sich mittels einer einfachen Stell-vorrichtung in jeder beliebigen Höhe arretiren.Die eigentliche Dichtung des Verschlusses erfolgtdurch eine mit Handgriff versehene Keilscheibe, u.zwar hermetisch, so daß sich entwickelnde Gasedurch ein extra zu diesem Zwecke angebrachtesVentil entweichen müssen. Das Innere des Fassesenthält ferner 3 Flügel; diese sind durch Holzstistean den am Boden verschraubten Holzkloben be-festigt und leicht abnehmbar. Die Handhabung^bietet keine Schwierigkeit, die Temperatur desRahmes beim B. ist gleichmäßig, die Reinigungleicht zu bewerkstelligen. Das B. selbst, geschehees durch Drehen, od. Stoßen, muß gleichmäßig,bei den Tonnen insbesondere nicht durch abwech-selndes Vor- u. Rückwärtsdrehen, bei allen Butter-maschinen nicht zu schnell geschehen, weil sonst derRahm eine schaumige Beschaffenheit annimmt..Bei den liegenden Buttertonnen ist es nothwen-dig, zuweilen anzuhalten, um durch die Öffnungdes oben befindlichen Deckels, durch welche derRahm eingeschüttet wird, den Zutritt der Luft zubegünstigen. Wenn die Butter sich zu bilden an-fängt, muß das Verfahren des B-s eine Abänder-ung erleiden; es muß dann bei den stehenden