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Bussa -
2. Kammer u. der Centrumspartei im Reichstageangeschlossen, in welch letzteren er 1874 zu Tau-berbischofsheim gewählt wurde. Brambach.'
Bussa, Hauptort der Provinz gleichen Namensin dem Königreich Borgu (NAfrika), rechts amOuorra (Niger), der hier wegen der vielen Fels-riffe schwer zu Yassiren ist; wenig Verkehr. MungoPark verlor hier 1805 sein Leben; dagegen glücktees den Gebrüdern Lander 1830, diese Stadt zuerreichen.
Bllssahir, ein Staat im nördl. Ostindien, imHimalaja, zwischen dem britischen District Spiti,Tibet, Gurhwal u. anderen kleineren Gebirgs-staaten, n. 30° 56' bis 32° 8' n. Br. n. 77° 34'bis 78° 52' ö. L.; ungefähr 7800 Usicm; etwa200,000 Ew.; eine der gebirgigsten und höchstgelegenen Gegenden der Erde, an der tiefstenStelle 1000 in, meist aber 2200—4000 in überdem Meere; Lurch den von O. nach W. durch-strömcnden Setledsch in zwei Theile gethcilt, vondenen der nördl. Kunawur, der südl. B. heißt.Der Reichthum des Landes besteht in Mineral-schätzen, vorzüglich Kupfer u. vortrefflichem Eisen;das beste wird bei dem Dorfe Shecl unweit derSWGrenzc gewonnen. Das Klima (besondersangenehm im Thal des Pabnr) variirt vomintcrtropischen Charakter (im Setledsch-Thal beiRampur) bis zu ewigem Eise; ebenso die Pro-dncte des Thier- n. Pflanzenreiches. Man bautu. a. eine geringere Theesorte, die besonders nachLadakh ausgeführt wird, n. namentlich in Knna-wur viel Wein. Die Bevölkerung des Nordensist mongolischen Stammes, von kräftigem, athle-tischem Körperbau, kühner u. wahrheitliebenderGesinnung, mit der tibetischen verwandter Religionn. Sitten (Polyandrie); die des Südens Hindumit entarteter brahmanischer Religion (Menschen-opfer an die Kali nicht unüblich); der Radschau. die oberen Klassen Radschputen. Das Land,welches in früheren Jahrhunderten in stetigenKämpsen mit den Ghorka lag, steht seit 1815unter den Schutze der Briten, die sich die Besetz-ung einiger Forts Vorbehalten haben und denRadscha zu Tribntleistung und Hecresfolge imKriege verpflichtet halten. Thi-leman».'
Bussang (Bnssans), Dorf im Arr. Remire-mont des franz. Deport. Vogesen, an der Quelleder Mosel; 2115 Ew.; dabei mehrere an Kohlen-säure sehr reiche, auch kohlensaures Eisen ent-haltende Säuerlinge; jährlich werden über 400,000Flaschen Mineralwasser versandt.
Bussard (vuteo Lee/rst., richtiger, aber wenigergebräuchlich Bußart), Gattung der Raubvögel,mittelgroße Raubvögel mit großem, weichschäftigemGefieder, dickem, breitscheiteligem Kopfe, kurzemSchnabel, Lessen First von der Wurzel an ge-krümmt ist; Flügel groß, dritte u. vierte Hand-schwinge die längsten; Schwanz gerade, kaummittellang, von Heu Flügeln fast ganz bedeckt.Ihr Flug ist langiam, doch vermögen sie in schö-nen Spiralen lange zu schweben. Ihre Nahrung,kleine Säugcthiere, Vögel und niedere Thiere,erspähen sie von einer Warte aus oder im nied-rigen Fluge, auch wol in einiger Höhe rüttelnd,n. ergreifen sie am Boden. Ihren großen Horstbauen sic aus starke Bäume und legen grünlich-
Bllsschc.
weiße, braun gefleckte Eier. Etwa 40 Arten; dienordischen sind Zug- oder Strichvögel, die südlichenStandvögel. In Deutschland: Der Mäusebus-sard (gemeiner B., Mäusefalk, Rüttelweih, Unkeu-fresser, Waldgeier, Wasservogel, Lutea vulgarisLee/iÄ.), haushuhngroß; Schwanz mit 10—14schmalen Qnerbändcrn gezeichnet; Färbung desGefieders sehr verschieden, doch meist tiesbrauu,an der Unterseite thcilweise weiß, nackte Theilegelb. In Europa häufig; lebt meist von Mäusen;verzehrt aber auch Reptilien, Amphibien, Regen-Würmer u. Jnsecten (besonders Heuschrecken), inder Roth greift er auch Hühner u. Feldhühneran. Schreit hiäh. Der rauhsüßige B. (Rauch-fnßbussard, Schneeaar, L. ksAOpns L.) ist etwasgrößer, als der vorige; Läufe bis auf die Zehenbefiedert; Schwanz weiß mit breitem schwarzemBande an der Spitze, Oberseite tiefbraun mitHellen Federkanten; bewohnt die nördl. Gegen-den Europas u. Amerikas; ist bei uns nur durch-ziehender Vogel; in Nahrung u. Lebensweise demvorigen ähnlich. Thcmö.
Busiünchcr, so v. w. Bußkanones.
BusMPitel, die statutenmäßig zu bcstimlme.iZeiten gehaltenen Versammlungen aller Mitgliedereines Klosters und geistlichen Ritterordens, beiwelchen dieselben vor den Oberen durch Selbstan-klage (Capitclbcichte) ihre Fehler bekennen undeine Buße sich anferlegcn lassen sollten.
Bllssche, 1) Hermann v. d. B. (Buschius),berühmter Humanist, geb. 1468 auf Schloß Sasscu-berg im Münsterlande; besuchte die Schule zuDeventer, studirte in Heidelberg, wo er RudolfAgricola hörte, reiste dann nach Italien (1485)und wurde nach seiner Rückkehr zu HeidelbergMagister der freien Künste. Nach vielen Wan-derungen, auf denen er Frankreich, Holland undEngland besuchte, in Köln, Hamm, Münster,Osnabrück, Bremen, Hamburg, Lübeck, Rostock,Greifswald, Frankfurt a. d. O., Erfurt, Leipzig,Wesel, Wittenberg u. a. lehrte, wurde er Professorder Geschichte in Marburg u. trat zur lutherischenLehre über; er st. 1584 zu Dülmen bei Münster,wo er gegen die Wiedertäufer disputiren wollte.B. schrieb: Valium immanitatis, Köln 1518,Franks. 1719; Lpixraminata, Lpz. 1504; Ab-handlungen u. Commentare über Silins Italiens,Juvenalis, Virgilius rc.; Os anotoritats verdi Ooi,Marb. 1529, Carmina in 2 Büchern. Vgl. Liessem,Os O. Luoseiui vita et soriptis, Bonn 1866.2 ) Hans von dem, hannov. General, geb. 1774in Nienburg; trat 1788 in die hannov. Gardeein, wurde 1793 Offizier, nahm 1795 am Feld-zuge in Holland theil u. ging als Hanptmauunach der 1803 erfolgten Auflösung der hannov.Armee nach England, wo er mit noch 2 Brüdernin die Englisch-Deutsche Legion cingereiht wurde.Er nahm in der Folge an allen Kriegszitgen derLegion theil, war 1807 bei den Landungstruppen»welche während des Bombardements von Kopen-hagen die Küste Seelands besetzten, kam 1808nach Gothenburg, dann nach der PyrenäischenHalbinsel und kämpfte als Major eines Jäger-bataillons, 1813 in SFrankreich u. 1814 u. 15in den Niederlanden. Darauf zum Oberstlieute-nant befördert, trat er 1816 wieder in die neu