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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Buschneger -

müssen; sie trinken gern Branntwein u. lieben dasRauchen sehr, durch welches sie sich, den Ranchverschluckend, betäuben. Ihre Wohnung schlagensie in Höhlen, Gebüschen und Gräben auf; ihreKleider sind Thierfelle u. Pelze, sie Pflegen abermeist nur die Lenden u. den Hinteren Oberkörperzu bedecken; als Waffe gebrauchen sie Wurfspieße,sowie den Bogen mit vergifteten, schnell tödtendenPfeilen, die sie ans Entfernungen von 100—150Schritten sehr geschickt u. sicher schießen, daher siebis in die neuere Zeit der Schrecken der Grenz»districte geblieben sind u. von Afrikanern u. Eu-ropäern trotz ihrer Feuerwaffen gleichmäßig ge-fürchtet werden. Ihre Sprachen hängen wedermit derjenigen der Hottentotten, noch mit anderenzusammen u. sind sehr rauh. Die Schnalzlauteder Hottentotten werden bei ihnen noch wesentlichvermehrt; sie unterscheiden kein Geschlecht undbilden die Mehrzahl meist durch Verdoppelung derEinzahl. Da sie beinahe keine Spur von Volks-gemeinschaft zeigen, so sind ihnen auch die Begriffevon einer Regierung u. Obrigkeit fremd, u. danicht einmal zwischen den einzelnen Gliedern einerFamilie ein festeres Band ist, so gilt überall Ge-walt, mit List u. Trug gepaart, für Recht. IhreReligion besteht in Furcht vor bösen Geistern u.sonstigem Aberglauben; auch Thierverehrung wirdbei ihnen bemerkt. Die Todten Pflegen sie zu be-graben, wobei sie das Grab mit Steinen verdecken,seltener aber zu verbrennen. Ihre Zahl ist nichtgenau zu bestimmen, doch vermindern sie sich im-mer mehr, da fortwährend Vertilgnngskriege gegensie geführt werden. Sie sind jedenfalls die wilde-sten u. rohesten der SAsrikaner, u. alle Civilisa-tionsversuche von Gouverneuren, Privatpersonenu. Missionären, welche letztere zuerst 1799 von Lon-don aus dahin abgesendet wurden, sind zum größ-ten Theil gescheitert; die wenigen aber, bei denensie gelangen, wurden sehr nützliche u. treue Hirtender Bauern u. zeigen sich für gute Behandlungdankbar. He>me-Am Nhyn."

Buschncger, so v. w. Maronncgsr.

Buschspinne, so v. w. Vogelspinne.

Buschtehrad, Dorf in der Bezirkshauptmann-schaft Schlau (Böhmen), 27 km nordwestlich vonPrag; schönes Schloß; in der Nähe dis bestenSteinkohlen des großen Beckens von Schlan-Kladno-Rakonitz.

Buschterahder Bahn (Böhmische Nordwest-Bahn). Ende 1874 Länge 416,47 km; im Bau40,km. Anzahl der Locomotiven 94, der Per-sonenwagen 168, der Güterwagen 2277. Einnahme1873 4,132,488 fl. ö. W. Benennung der Linien:Prag - (Bubna) -Komotan - Karlsbad - Eger (237,ggbin),Prag (Smichow-Hostiwitz, 19,gikm),Wejhybka-Neukladno-Duby-Kralnp (25,7g km), Dnby-Kladno(2,gg km), Luzna-Rakonitz (9,zi km), Priesen-Tusch-mitz-Kaaden (10,77 km), Komotau-Weipert (58,„km), Tirschnitz-Franzensbad (4,44 km); außerdem53 Industriebahnen (47,57km). Zeit der-Gründung:alte Strecke Prag-Lana u. Kralnp-Kladno 21. Oct.1855; neue Strecke (nordwestböhmisches Bahnnetz)Smichow-Saaz-Priesen-Karlsbad-Eger n. Ko-motau-Weipert 1. Juli 1868; der Inbetriebsetz-ung: alte Strecke Nov. 1855, nordwestböhmischesBahnnetz partienweise in den Jahren 1870—73.

— Bushlllski.

Anlagecapital bei derGründung: 2,520,000 fl.ö.W.heutiges Anlagecapital:

19.000 Acticn lit. X ü 520 fl. — 9,975,000 fl.

64.000 „ „ S ä 200 fl. — 12,800,000 fl.

202,371 Prioritäten ü 100 Thlr. — 30,355,650 fl.Für die Prioritäten haften die Actien X u. L zuungetheilter Hand.

Buschtrllthahn, s. Wallnister.

Buschweiden heißen diejenigen Weidenarten,welche nicht zu hochstämmigen Bäumen erwachsen,sondern strauchartig bleiben, wie z. B. Laim au-rita, einsrss, rspsns u. a.

Busenbaum, Hermann, geb. 1600 zu Not-telen in Westfalen; trat 1619 in den Jesuitenorden,wurde 1640 Lehrer der Moral in Köln u. späterRector des Jesuiten-Collegiums in Münster; st.1668; er schr.: LIscknIIg, IksoloAias morakis,Münst. 1645, 45. A., Lissab. 1670, neuere vonLacroix, Köln 1707, von Alf. de Ligorio, Rom1757, 3 Bde., Löwen 1848, 2 Bde., eine über-sichtliche, bequeme Zusammenstellung der Lehrenälterer jesuitischer Casuisten. Papst Alexander VIII.verwarf mehrere Sätze der kleckuiia als leicht miß-verständlich u. irrig, n. die Parlamente von Parisu. Toulouse verdammten dieselbe ans Anlaß einesAttentats ans Ludwig XV., weil es die ZulässigkeitdesKönigsmordes zu lehrenschien. DieVorsteher derJesuitencollegien u. der Vertheidiger der klscinila,der italienische Jesuit Zacharia, mußten sich vonderartigen Lehren lossagen. Eine Kritik von B-sLlsciuIIa in der Ausgabe von Lacroix gibt AngelaFranzoja, Professor der Theologie zu Padua, Bo-logna 1760. «Mer.»

Bnsen, 1) (Anna) die Gegend zwischen denbeiden weiblichen Brüsten; daher die Brust, bes.die weiblichen Brüste zusammen; s. Brüste. 2) Imalten Deutschen Rechte ursprünglich, die Kinder erstenGrades im Verhältniß zu Len Alteren und untersich; erst später (Sachsenspiegel) werden auch schondie Enkel zum Busen gerechnet, n. dann Verwandt-schaft überhaupt; das Erbe geht nicht außer demBusen. Busenerben, die Nachkommen des Erb-lassers.

Busento (Busiento, Arcente, im AlterthumBarentinus), Fluß in der italien. Pro». Cosenza(Calabria;,citeriore); mündet bei Cosenza in denCrati. Jni Bette dieses Flusses wurde der West-gothcnfürst Alarich 410 n. Chr. begraben, welcheBegebenheit Platens Gedicht Das Grab im B.behandelt.

Bttseo (Buzeu), Kreisstadt in Rumänien (GroßeWalachei), zwischen Bukarest und Fokschani, amFlusse gleichen Namens i^, an der Eisenbahn vonPlojesti nach Braila; Bischofssitz; Gericht ersterInstanz; Normalschule; 11,106 Ew.

Bnshel, englisches Hohlmaß für trockene Maa-ren, namentlich Getreide, 4 Pecks — 8 Gal-lons — 36,g4g I, während in den Colonien u. inden Vereinigten Staaten von NAmerika das altesogenannte Winchester-B. — 35,227 I gilt; 131Winchester-B-s — 127 jener engl. Jmperial-B-s.Man rechnet das Gewicht eines Winchester-B. —60 Pfd. Weizen, 53 Pfd. Roggen u. Canarien-samen u. 47—50 Pfd. engl. Xvoir äu xoläs beiGerste.

Bustzinski, Gabriel, russischer Schriftsteller,