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Buschbohnen
dow, 1810, 2 Bde.; mit Ebeling: Handlnngs-bibliothek, ebd. 1784—97, 3 Bde.; Erfahrungen,ebd. 1790—1802, 5 Bde.; Darstellung der Hand-lung, ebd. 1792, n. A., ebd. 1808 , 2 Bde.; Lehr-buch der gesammten Handelswissenschaft, Altona1796—98, 3 Bde., der 3. Band als HamburgerBriefsteller für Kauflente, 7. A., 1841; Geschicht-liche Darstellung der am Ende des 18. Jahrh.entstandenen großen Handelsverwirrnngen, Hamb.1800, 2 Bde., 2. Ä., 1817; Vom Geldumlauf,ebd. 1800 , 2 Bde.; Sämmtliche Schriften überBanken u. Münzwcsen, Hamb. 1801, n. Aufl.,1824; Völkerseerecht, ebd. 1801, -c. SämmtlicheSchriften, Zwickau 1813—16, 16 Bde.; Sämmt-liche Schriften über Handlung, Hamb. 1824 bis1827, 8 Bde.
Buschbohnen (Zwergbohnen), s. u. Bohnen.
Büschelkrankheit (Hörnerkrankheit, Sträuß-chen; Bienenz.) ist keine Krankheit, sondern be-steht nur darin, Laß sich beim Entschlüpfen derBienen in die Blumen der Orchideen u. Asclepia-den an die Fühlhörner derselben klebrige Massenvon Blüthenstaub, die Pollenmassen, ansetzen.
Büschelsaat (Stufensaat; Gärtn.), Art derAussaat des Samens, wobei in angemessener Ent-fernung 15—20 am große Vertiefungen gemachtu. mit einer Anzahl Samen belegt werden, soLaß die Pflanzen später einen gemeinsamen Buschbilden, z. B. bei Bohnen, Erbsen und manchenSommerblumen.
Bnschelkiemcr (I-oplioiiranclüi), Unterord-nung der Knochenfische. Ihr Hanptcharakter liegtin der eigcnthümlichen Gestalt der Kiemen, welcheim Gegensätze zu den kanunförmigen Blätterkiemender übrigen Knochenfische aus verhältnißmäßigwenigen, knopssörmig angeschwollenen Kiemen be-stehen; auch reducirt sich die Kiemcnspalte auf einkleines Kiemenloch. Der Körper ist im Allgemei-nen langgestreckt, mit dünnen Knochenschildern ge-panzert n. in eine röhrenförmige Schnauze ver-längert, an deren Spitze die kleine Mnndöffnungliegt. Die Banchflossen sind meist klein, bei denDrachenpferdchen dagegen von enormer Größe u.flügclartiger Ausbreitung; die Bauchflossen sindstets verkümmert; After- n. Schwanzflosse fehlenhäufig, dagegen findet sich stets eine kleine Rücken-flosse, welche bei den Seepferdchen rasch hin undher geschlagen werden kann u. als Strudelorgandient. Schwimmblase einfach, ohne Luftgang, oderfehlend. Es sind kleine, zwischen Seetang lebendeFische, welche sich durch die eigenthümliche Brut-pflege der Männchen auszeichnen. Diese besitzen ander Wurzel des Schwanzes 2 Hantlappen (bei denSeenadeln), oder einen kleinen Sack (bei den See-pferdchen), in welchem die Eier ausgenommen u.ansgebrüret werden. In anderen Fällen werdendie Eier auf Brust n. Bauch oder am Schwänzegetragen. Dahin gehören die Seenadeln, Lang-schnccken, Seepferdchen, Drachenpferd-chen (Drachenfische) u. a. Thoms.
Büscheln (Weiub.),Znsammcnbindender oberenjungen Triebe bei freistehenden Weinstöcken.
Büschelpflanzung (Forstw.), Pflanzung mitjungen, 1—4jährigen Setzlingen, von Lenen mehrerezusammen in ein Pflanzloch kommen; namentlichbei Fichte u. Buche vielfach im Gebrauche.
— Büschlllg. s
Buschelster, so v. w.GroßerWürger; s.Würger.
Buschfalke, so v. w. GroßerWürger; s.Würger.
Buschholzbetrieb, so v. w. Niedcrwaldbe-trieb, mit kurzem, bis lOjährigcm Umtriebe, wo-bei nur Reisig und höchstens geringe Nntzholz-sortimente genutzt werden. Weich- und Strauch-hölzer, wie Weide, Schwarzdorn u. a., werden imB-e bewirthschaftet.
Bnschhornwespe, Art der Sägewespen; s. d.
Bnschhuhn, so v. w. Hanbcnhnhn; s. u. Huhn.
Büsching, 1) Anton Friedrich, bedeutenderdeutscher Geograph, geb. 27. Sept. 1724 zu Stadt-Hagen im Schanmbnrg-Lippeschen; wuchs unterharten Verhältnissen ans, besuchte 1743 die latei- ,nische Schule des Höllischen Waisenhauses, stndirte fseit Ostern 1744 an der dortigen Universität, na- ,mentlich unter Siegmnnd Jakob Banmgarten,Theologie, während er die Mittel für seinen Unter-halt erwerben mußte; wurde 1747 Magister, hielttheologische Vorlesungen; 1748 übertrug ihm der ;dänische Geheimrath v. Lyr den Unterricht seinesältesten Sohnes, der in Köstritz erzogen wurde.
Lyr nahm beide 1. Dec. 1749 ans eine Gesandt- ;schaftsreise nach St. Petersburg mit. Im Ang. 1750kehrte B. mit seinem Zögling nach Jtzehö, demeigentlichen Wohnorte des Vaters, zurück. Hierbegann er seine Erdbeschreibung. Michaelis 1752legte er seine Hofmcisterstelle nieder u. hielt sichdann zwei Jahre in Kopenhagen ans, wo er seinWerk fortsctzte; 1754 wurde er znm außerordent-lichen Professor in Götlingen berufen. Obgleich erhier über Theologie u. Geographie las, blieb dochseine Erdbeschreibung das Hauptziel, das er weiterverfolgte. Als Adjunct der theologischen Facultätschrieb er die Inauguraldissertation: blxitoms tlleo-loAias s solis sacris litorls oonoinnatas st al>omnibns rslms st vsrdis solwlrstiels purKatas,vertheidigte sie öffentlich 7. Ang. 1756 u. wurdeDoctor der Theologie. Er ließ die Abhandlung alslllpitoms tlieoloxias, Lemgo 1759, mit einigenvorher unterdrückten Stellen u. mit einem Anhänge öerscheinen, worin er viele der bisherigen Theologie lals erwiesen geltende Lehrsätze für problematisch lerklärte. Hierauf wurde ihm befohlen, sich der Itheologischen Vorlesungen, besonders der dogma- Itischen, vorerst zu enthalten n. nichts Theologischesdrucken zu lassen, ohne es der Censur des Geheim-rathes in Hannover unterbreitet zu haben. Nach-dem er allen Ansprüchen auf eine theologische Lehr- !stelle förmlich entsagt, wurde er 1759 znm ordent-lichen Professor der Philosophie ernannt. 1761folgte er einein Rufe als lutherischer Prediger nachSt. Petersburg, wo er eine Schule gründete undmit rastloser Anstrengung emporbrachte. Feind-selige Gegenwirkungen bestimmten ihn 1765 zur .Niederlegnng dieser Stelle; die Gemeinde, wie auch !Katharina H. bemühten sich umsonst, ihn zurück- >znhaltcn. Er siedelte nach Altona über; 1766wurde er als Director des Gymnasiums am GrauenKloster u. Oberconsistorialrath nach Berlin berufen. iEr machte sich um die seinerAufsicht anvcrtrauteLehr- sanstatt im höchsten Grade verdient. B. st. 22. Mai1793 in Berlin. Seine Schriften, über hundert,zerfallen in theologische (einschließlich der kirchsn-geschichtlichen), pädagogische, weltgeschichtliche, bio- igraphische, geographische rc. Ihre Darstellung ist