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errichtet wurden, zu hoher Vliithc. Den bisherigenFabrikationsgegenständen: Brillen, Loupen rc.,wurden zahlreiche neue Zngfcrnrohre, Tuben,Mikroskope, Operngläser, Feldstecher, Militär-perspective, Marinegläser rc. hinzngcfiigt; auchbeschäftigte sich B. mit Vorliebe mit der Fabrikationphotographischer Apparate u. erfand 3 neue Ob-jektive für Photographie. Seine Militärfernrohrcsind in der preußischen Armee eingeführt. Da B.keine Söhne hatte, begründete er 1872 eineAktiengesellschaft zur Fortsetzung der Fabrik, welchejetzt unter der Firma: Rathenower optische Jndu-strieanstalt, vormals Emil B., von ihm als Delegir-ten des AnfsichtsratheS geleitet wird. 4) JuliusHermann Moritz, deutscher Schriftsteller, geü.13. Febr. 1821 zu Dresden; stndirte, nachdem erdie dortige Krenzschule besucht, in Leipzig zunächstTheologie, dann nach bestandenem Examen Phi-losophie, worauf er sich der Literatur zuwandtc.Infolge der Reaktion, die auf die Jahre 1848 n.1849 folgte, an Deutschlands Zukunft verzweifelnd,ging er 1851 nach Amerika, kehrte aber schon imnächsten Jahre, nachdem er einen großen Thcilder Vereinigten Staaten durchreist n. namentlichdas dortige Sectcnwesen studirt, wieder in dieH-imath zurück, wo er seine Beobachtungen unterdem Titel: Wanderungen zwischen Hudson undMississippi, Stuttg. 1853, veröffentlichte. In dem-selben Jahre ging er nach Schleswig-Holstein, umdie dort unter dein dänischen Regiment herrschen-den Zustände kennen zu lernen, und die Fruchtdieser Reise waren außer zahlreichen Artikeln inZeitschriften die Schleswig-Holsteinischen Briefe,Lpz. 1854. 1855 übernahm er die Redaktion
der Grenzboten, die er mit einigen Unterbrech-ungen (u. a. drei Reisen in den Orient, die imAufträge des Österr. Lloyd unternommen wurden,u. eines neunmonatlichen Aufenthaltes bei HerzogFriedrich in Kiel, dem er in Prcßangelegenheitenbeistand) bis zum Frühjahre 1866 fortführte. Ur-sprünglich stark demokratisch u. mit Robert Blumpersönlich befreundet, gehörte er seit seiner Rück-kehr ans Amerika der nationalliberalen Partei ann. stand im innigen Verkehre mit Karl Mathy u.H. von Treitschke. Nach seiner Heimkehr vonKiel, wo er nur gegen die Dänen, nicht aber auchgegen Preußen thätig sein gewollt, trat er zu denentschiedenen Anhängern Bismarcks über. DieseRichtung trennte ihn von den Herausgebern derGrenzboten u. brachte ihn später in Beziehungenzur preußischen Negierung, von der er zunächstnach Hannover gesandt wurde, um die dortigePresse während des Übergangsjahrcs zu leiten.Noch Ablauf der letzteren znrückgetreten, privati-sirte er, vielfach literarisch thätig, in Leipzig, vonwo er im Febr. 1870 in Las Auswärtige Amtdes Nordd. Bundes berufen wurde, um dort un-mittelbar unter dem Bundeskanzler in gleicherWeise beschäftigt zu werden wie früher in Han-nover. In dieser Eigenschaft machte er den Deutsch-Französischen Krieg in der nächsten Umgebung Bis-marcks mit. 1873 zog er sich von dieser Thätig-keit zurück, um die Redaktion des nationalliberalenHannoverischen Cyuriers zu übernehmen, die er in-deß schon 1875 niederlegte, um wieder ins Privat-leben überzutreten. Äußer den oben genannten
Werken haben wir von ihm: Eine Wallfahrt nachJerusalem, Lpz. 1860; Bilder aus dem Orientn. Bilder ans „Griechenland, beide Triest, Österr.Lloyd; Das Übcrgangsjahr in Hannover, Lpz.1868; Die Urgeschichte des Orients nach Lcnor-mand, Lpz. 1868, 3 Bde.; Geschichte der Mo»monen, ebd. 1870; Zur Geschichte der Interna-tionale, ebd. 1874. Endlich hat er eine Anzahlvon Übersetzungen geliefert, von denen wir dieNovellen Bret Hartes und 5 Bde. AmerikanischeHumoristen (diese wie jene Leipzig bei Grunow)hervorheben. 5) Wilhelm, deutscher Zeichner n.Schriftsteller, gcb. 15. April 1832 in Wiedensahl(Provinz Hannover); besuchte die PolytechnischeSchule in Hannover, stndirte dann im Antikensaalder Düsseldorfer Akademie und besuchte weiterhindie Malerschulen der Akademien zu Antwerpen u.München. Im Kllnstlervcreine Jung - Münchenward B. veranlaßt, neben dem Stifte auch die Federzu führen, n. eignete sich so die Gewandtheit an,Bild und Wort zu einem Ganzen zu verbinden,wobei die Feder ebenso scharf als der Stift zusein Pflegt. So hat er eine ansehnliche Reihevon lustigen Büchern n. Büchelchen in die Weltgeschickt, nachdem er länger ein fleißiger Mitar-beiter an Kaspar Brauns Fliegenden Blättern u.Münchener Bilderbogen gewesen. Er gab heraus:Bilderpossen (1857), Max und Moritz (1858),Schnacken und Schnurren (1867), Schnnrribns(1869), Antonius von Padua (1870), Hans Hucke-bein, der Unglücksrabe(1871), Kunterbunt, FrommeHelena, Kühne Müllerstochter, Schreihals (1872),Bilder zur Jobsiade, Der Geburtstag oder dieParticularisten, Pater Filncius (1873), Dideldum(1874), Kritik des Herzens (1875). 6) Wilhelm,Sohn von B. 2), ausgezeichneter Chirurg, geb.5. Jan. 1826 zu Marburg; wurde nach abiol-virten Gymnasial- und Universitätsstndien 1851Privatdocent der Chirurgie u. Assistent der chir-urgischen Klinik zu Berlin, von wo er im Octbr.1855 als ordentlicher Professor des gleichen Fachesu. Direktor der Klinik nach Bonn versetzt wurde.Den Schlcswigischen Feldzug 1849 machte er alsAssistenzarzt mit; sowol 1866 in Böhmen, als1870 in Frankreich entwickelte er als konsultativerGeneralarzt des 8. (rheinischen) Armeekorps eineerfolgreiche Thätigkeit. B. ist besonders hervor-ragend durch die Sicherheit der Operationen n.durch sorgfältige Behandlung der einzelnen Fälle.Neben zahlreichen Abhandlungen schrieb er: Be-obachtungen zur Anatomie der Mrbelthicre, Berl.1851; Lehrbuch der Chirurgie, 2 Bde., Bd. 2 in3 Abtheilungen, Berl. 1857 ff., enthaltend dieResultate zahlreicher selbständiger Forschungen.
1> Löffler. 0) Thamhayn. 3) Wimmmauer 41. 5) Regnet.
Büsch, Johann Georg, volkswirthschastlicherSchriftsteller, geb. 3. Jan. 1728 in Altcn-Medingim Lünebnrgischen; wurde 1756 Professor derMathematik am Gymnasium zu Hamburg, 1767auch Direktor der Handelsakademie u. mit EbelingStifter der ersten Handelsschule; er st. 5. August1800, u. ihm wurde von der Stadt Hamburg einDenkmal gesetzt. Er schr. u. a.: Schriften überStaatswirthschaft n. Handel, Hamb. 1780, 2 Bde.,1784, 3 Bde.; Grundriß einer Geschichte der merk-würdigen Welthandel, ebd. 1781, 4. A., von Bre-