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vermischt; zu den Thoneiseusteinen gehören theil-weise die in Nieren und Knollen abgesondertenBohnerze, die sich namentlich im Jura finden.Wegen seines hohen Eisengehaltes u. der Leichtig-keit seiner Verarbeitung ist der B. in allen seinenAbarten, mit Ausnahme der phosphorsäurcreiche-ren, ein wcrthvolles Eisenerz. Hetzen
Branuelle (^eoentor Lecstsk.), Gattung derLogelfamilie der Flüevögel, Ordnung der Sper-lingsvögel, lerchengroß, von kräftigem Körper-bau mit starkem, kegel-pfriemenförmigcm Schna-bel, inittelhohen, kurzzehigen, stark bekralllen Füßenu. kurzem, breitem Schwänze; halten sich vielauf dem Erdboden auf u. leben wie die Lerchen,zu denen sie von den Sängern hiullberführcn,von Jnsecten u. Sämereien. Es sind trefflicheSingvögel; ihr Nest wird im Gebüsche ange-legt u. mit einfarbigen blauen Eiern besetzt. Essind fast Standvögel, welche oft nur zur kaltenWinterszeit fortziehen. Man kennt in Europa u.Asien12 Arten. Die wichtigsten sind: die Alpe n-B.,Steinlerche, Alpeu-Flüevogel (Blllmtlerche,H.. alprnns L.), s. Flüevögel; die Hecken-B.,Graukehlchen (^.. moclnlaris ^.), sperlings-groß; Kopf, Hals, Vorderbrust schmutzig-schie-sergrau, Rücken trüb olivenfarbig, lcrchenfleckig;in Deutschland sporadig, dann aber häufig in Gär-ten u. der Nähe von Häusern; singt sreisitzend,bereits im ersten Frühling. Thonw.
Braunfärben, s. Färberei.
Braunfcls, 1) (Solms-B.) Standesherrschaftim preußischen Regierungsbezirke Koblenz; bestehtaus den Bürgermeistereien B., Schöffengrund,Asslar u. Greisenstein; 20,000 Ew., meist evan-gelisch ; gehört jetzt zum Kreise Wetzlar. 2) Stadtebenda, auf einer Basalthöhe, zwischen Solmsbachu. Jsarbach, Eisenbahnstation; Schloß; hier dieBraunfelssche Alterthümersammlung (beschriebenvon Schaum, 1819), fürstliche Bibliothek; künst-liche Wasserleitung; 1700 Ew. B. wurde 946(nach And. 935) von Eitel Crafft von Dahlheimgegründet; 1622 (1625) wurde es vom GrafenErnst von Mansfeld erobert, aber bald daraufwurde Stadt u. Grafschaft dem kaiserlichen Gene-ral Tilly eingeräumt; 1632 eroberte es GrafKonrad Ludwig wieder, nahm aber im Dec. 1634eine liguistische Besatzung in B. auf, welche GrafHeinrich von Nassau im Jan. 1635 wieder ver-trieb. 1640 wurde cs von den Franzosen besetzt,aber 1642 dem Grafen Johann Albert wiedergeräumt. 1679 brannte das Schloß u. ein Theilder Stadt ab, jenes ließ Graf Heinrich wiederbauen; da mit dessen Tode die Grafschaft an dieSolms-Greifenstcinsche Linie kam, ließ Graf Wil-helm Moritz das jetzige Schloß bauen u. residirtehier. Über das Haus Solms-B., s. Solms.
Braunfels, Ludwig, deutscherPublicist, Dich-ter u. Übersetzer, geb. 22. April 1810 zu Frankfurta. M.; studirte in Heidelberg seit 1829 Philosophieu. redigirte 1833—38 in Koblenz die Rhein- u.Moselzeitung, welcher er unter steten Kämpfen mitder Censur eine freisinnige Haltung zu geben wußte;bis 1841 studirte er Jurisprudenz in Bonn undließ sich 1843 in seiner Vaterstadt als Rechtsan-walt nieder, welche Stellung er noch heute bekleidet.In den Jahren 1848—49, sowie 1857—66 war
- Braunkohl.
er Mitglied des Frankfurter Gesetzgebenden Kör-pers; 1866 hielt er sich eine Zeit lang in derSchweiz auf. Als Schriftsteller hat er sich nebenseiner geschätzten journalistischen Thätigkeit auchals Historiker, als lyrischer u. dramatischer Dichter,bes. aber durch seine Ausgabe der Nibelungen mitÜbersetzung, Franks, a. Bk. 1846, und als Über-setzer von spanischen Dramen (Festmahl des Bel-sazar, von Calderon; Don Juan und FrommeMartha, von Tirso de Molina, in 2. A. in^MeyersBibliothek der ausländischen Classiker, Hivbnrgh,1870; ferner: Das Unmöglichste von allen, vonLope de Vega, sowie Gräfin n. Zofe, freie Be-arbeitung nach Demselben, in Dramen ans undnach dem Spanischen, Franks, a. M. 1856) einengeachteten Namen erworben. Eine Ausgabe desDon Quixote mit Übersetzung u. Commcntar wirdvon ihm erwartet.
Braunfisch, eine Art Delphin (s. d.).
Braunheu ist Wiesenheu, welches man nachder Mahd in Hausen durch Selbsterhitzung trock-net. Wenn das Gras einen Tag ab gew elkt hatu. weder Than, noch vom Regen herrührcndeFeuchtigkeit an demselben hastet, wird es in große,bis 6 m hohe n. ebenso breite, runde Haufenznsammengebracht u. festgetretcn. Hat der Hau-sen die bestimmte Höhe erreicht, so wird eineLage Stroh daraus gebracht u. dann der Haufennock) eine halbe Stunde festgctrcten. Wurde dasFutter im richtigen Fcuchtigkcitsgrade zusammcn-gebracht, so entwickelt sich sehr bald eine starkeHitze, die bis auf 80° u. darüber steigt. Zn naßzusammen gebracht, ist die erzeugte Wärme nichtim Stande, die überflüssige Feuchtigkeit zu ver-dampfen, es tritt Vergährung ein. Ist derHaufen richtig angelegt, so fängt er nach einigenTagen an zu dampfen, welches je nach der Witter-ung 4—8 Tage dauert. Nach 6—8 Wochen istder ganze Proceß beendet, die Hitze vorüber u.das Futter zur Verwerthung geeignet. Das B.hat eine braune Farbe u. einen starken, ange-nehmen, honigartigen Geruch; liefert, weil nichtsdurch Heuen verloren geht, bedeutend Mehrge-winn an Futter, ist nahrhafter u. nimmt weitweniger Raum auf dem Heuboden ein, als Grün-heu. Die Bereitung des B-s eignet sich besondersfür Gebirgsgegenden, wo sich häufig feuchte Nie-derschläge ereignen, bes. aber bei der Grummt-ernte; sie ist aber auch überall da an ihremPlatze, wo die Futterernte in ungünstige Witter-ung fällt. Rhode.
Braunit (Hartbraunstein, Hartmanganerz), Mi-neral, welches entweder kleine Krystalle des qua-dratischen Systems, oder körnige Massen bildet.Er ist hart (Härte — 6) u. spröde, undurchsichtig,eisenschwarz u. stark glänzend; spec. Gew. — 5;in Säuren löst er sich auf. Seiner chemischen Zu-sammensetzung nach ist er Manganoxyd (LIv^O^mit 69 pCt. Mangan n. 31 pCt. Sauerstoff. Erfindet sich mit anderen Manganerzen im Thüringer-Wald (Ilmenau,'Schmalkalden), im Harz (Mans-feld), im Fichtelgebirge (Wunsicdel), im Wcster-walde, in Pyrmont, NAmerika rc. Hetzer.
Braunkehlchen, Vogel, so v. w. Braunkehli-ger Steinschmätzer.
Braunkohl, s. u. Krauskohl u. Lrassioa.