Braun.
M schläglich beschieden und endlich Ansang 1844 sus-H pendirt und zur Disposition gestellt. 1848 zum4 Parlament in Frankfurt gewählt, gehörte er zurgroßdeutschen Partei, war auch 1850 Mitglied1 der Ersten Kammer des Preußischen Landtages u.s nachher des Abgeordnetenhauses. Er st. 30. Sept.s 1883 in Bonn. B. schrieb u. a.: Biographische^ Mittheilungcn über Cl. Aug. v. Droste-Hülshofs,! Köln 1833; Die Lehren des sogenannten Herme-l sianismus, ebd. 1835; mit Elvenich: ^.ota Ro-j wann, Hann. 1838, u. Nelsbomata llwsl., ebd.^ 1837; Deutschland und die Nationalversammlung,
) Aachen 1849; übersetzte St. Cyprians Büchleins vom Gebete des Herrn, Brem., 2. Aust., 1835, u.
- gab den Justinus Martyr, ebd. 1830, u. Lidlio-/ tlreoa rsAnkarnm üclei, 1844, 2 Bde., heraus.
- Er war 1831 mit Hermes und Droste-HülshofsMitbegründer der Zeitschrift für Philosophie und.katholische Theologie. Seit 1847 Vorstand desVereins der Alterthumskunde in Rheinland, wid-mete er sich auch der Knust- u. Altcrthumswiffen-schaft u. schrieb in diesem Fache: Die Extern-steine, Bonn 1858; Das Portal zu Remagen, ebd.1859; Rafaels Disputa, Düsseld. 1859, u. zahl-reichen Abhandlungen in der Zeitsch. des Vereins.3) Karl Johann, Ritter v. Braunthal (Pseu-donym auch Jean Charles), Dichter u. Schrift-steller, geb. 1802 in Eger; privatisirte zuletzt inWien n. starb hier 6. Januar 1867. Er schrieb:Die Himmclsharfe (geistliche Lieder), Wien 1826;Die Glückliche, ebd. 1826; die ästhetisch gebildeteDame, ebd. 1830; die Trauerspiele: Loda (1826);Graf Julian (1831), 2. Ausl., 1838; Die Ge-opferten (1835); die Dramen: Ritter Shakespeare
. (1836) n. Don Inan (1842); Fragmente aus demTagebuche eines jungen Ehemannes, Wien 1833;Herrn Humors Wanderungen durch Wien u. Ber-lin, ebd. 1833; Novellen, ebd, 1834; Morgen,Tag und Nacht ans dem Leben eines Dichters,Lpz. 1834; Die stehenden Masken im Lustspieldes Lebens, ebd. 1836; Phantasie- u. Thicrstücke(Gedichte), ebd. 1836; Gedichte, neue Folge,Nürnb. 1839; Lieder eines Eremiten, Stuttg.1840; Mission, Kaust. 1841, u. eine Anzahl von
- Romanen, die ohne besonderen Werth sind. Seine.Gedichte sind oft durch den heitersten Humor ge-; würzt; die ernsten Balladen zeichnen sich durch
- gemüthvolle Tiefe ans; in seinen Dramen gelangteHer nicht zu künstlerischer Abrundung. 4) Alex-Lander, einer der berühmtesten neueren Botaniker,.. .geb. 10. Mai 1805 zu Regensburg; wurde zuerst
"Professor der Botanik in Freiburg im Breisgau,'. 1850 in Gießen u. 1852 in Berlin, wo er auch die(Dircction des Botan. Gartens übernahm. Unterden zahlreichen Untersuchungen u. AbhandlungenB-s, die namentlich in den Monatsberichten undden Abhandlungen der Berliner Akademie, denBerichten des Botanischen Vereins für die MarkBrandenburg u. der Gesellschaft der naturforschen-den Freunde in Berlin enthalten sind, ist vor allenals epochemachend zu nennen seine vergleichendeUntersuchung über die Ordnung der Schuppen derTannenzapfen u. der Blllthen der Sonnenblumenrc. (Abhandl. der Leop.-Carol. Akademie Bd.14); die Erscheinung der Verjüngung in derNatur, insbesondere in der Lebens- u. Bildungs-
geschichte der Pflanze (Lpz. 1851), gehört zu sei-nen bedeutendsten Leistungen. Doch find auch nochals die wissenschaftliche Botanik wesentlich förderndzu nennen: Richtungsverhältnisse der Saftströmein den Zellen der Charccen, Berl. 1852; DasIndividuum der Pflanze in seinem Verhältniß zurSpecies, ebd. 1853; Pilzkrankheiten der Pflanzen,ebd. 1854; xsl§arnin nnieollularium gensra nova,Lpz. 1855; Über Obzlriilinm, Berl. 1856; ver-schiedene Schriften über Isoelss, LelaAmollL, tklrara,Narmlia, kilnlaria sto., über Parthenogenesebei Pflanzen, 1857; Polyembryonic, 1860 rc.Von großer Bedeutung sind seine zahlreichen Un-tersuchungen über die morphologischen Verhältnisseder Phanerogamen, ans Grund deren er zur Auf-stellung eines natürlichen Pflanzensystems gelangte,das in Aschersons Flora der Prov. Brandenburg(Berl. 1864) abgedruckt ist n. in wissenschaft-lichen Kreisen allgemein zur Geltung gekommen ist.
5) Kaspar, namhafter Lylograph, geb. 1807 inAschaffenburg; widmete sich in München der Ma-lerei, ging 1837, um die Technik der französischenlylographen kennen zu lernen, nach Paris. NachMünchen zurückgckchrt, gründete er 1839 mit v.Dessauer eine Tylographische Anstalt, aus welchereine große Anzahl illnstrirter Prachtwerkc hervor-ging und welche, seitdem er sich mit Felix Schnei-der aus Leipzig 1843 associirt hatte, einen immergrößeren Aufschwung nahm u. eine sehr wirksameSchule für xylographen wurde. Er verband mitderselben ein Verlagsgeschäft (Braun u. Schneider)und gründete 1844 die humoristische Zeitschrift:Fliegende Blätter, welche jetzt der Professor EdnardIlle rcdigirt. Von den von B. illustrirten Wer-ken sind zu erwähnen: Das Nibelungenlied, nachZeichnungen von Schnorr und Neureuther; derVolkskalender mit Illustrationen nach Kanlbachu. Cornelius; Illustrationen zu Musäus' Volks-märchen, zu Götz v. Berlichingen, zu der Cottai-schen Bilderbibel und die Münchener Bilderbogen.B. schrieb: Das Landwchrzeughaus in München.
6) Alexander Karl Hermann, einer der säch-sischen Minister von 1848, geb. 10. Mai 1807 zuPlauen im Voigtlande; studirte in Leipzig dieRechtswissenschaften u. wurde Advocat in Planen;er saß 1839—42 in der sächsischen Zweiten Kam-mer u. unternahm dann, um das öffentliche undmündliche Gerichtsverfahren kennen zu lernen, eineReise nach den Rheinländern, Württemberg, Hol-land, England n. Frankreich; 1845 wurde er wie-der in die Kammer u. zu deren Präsidenten, ge-wählt. Nach dem Rücktritte des Ministeriums in-folge der Märzereigniffe 1848 wurde B. 16.März Minsterpräsident und Minister der Justiz,nahm aber im Februar 1849 seine Entlassung n.wurde 1850 Amtshauptmann in Plauen, wo er23. März 1868 starb. Sein Reisebericht erschienLpz. 1846. 7) August Emil, bedeutender Alter-thumforscher, geb. 19. April 1809 in Gotha;studirte seit 1826 in Göttingen und München undging 1833 mit Gerhard nach Rom, wo er beidem Archäologischen Institut angestellt wurde und12. Sept. 1856 starb. Er wendete zuerst dieGalvanoplastik zur Vervielfältigung von Kunst-werken an. B. gab heraus: II §1uäiric> cki Ma-rille, Par. 1838; Die Kunstvorstellungen des ge-