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Ueber den Gebrauch einer Normal-Linie bei geodätischen Arbeiten : ein Beitrag zur Goniometrie
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Betrachtungen über die Anwendung der Normalen,keine weitere Rücksicht genommen, ungeachtet dieganze Idee eigentlich aus dem Gebrauch der Mcri-dianc in der mathematischen Geographie entstanden ist.Die gouiometrischcn 'Ausdrücke welche ich in den obigenUntersuchungen aufgestellt habe, beziehen sich daherauch auf wirkliche Parallelen, und nicht auf Mcri-dianc, welche gegeneinander geneigt sind.

Hieraus könnte aber vielleicht ein anscheinenderWiderspruch hergelcitet werden, indem die hier angc-iiommenc vollkommne Parallelität der Normalen vcr-hindert, die wahren Meridiane als Normalen zubrauchen; denn, die Vorschrift, Meridiane zu Nor.'malen zu machen, hebt die Anwendbarkeit der, in denvor. §-). gegebenen gouioinctrischen Ausdrücke auf. Wennich nun diese Behauptung in der Allgemeinheit, womitsie ausgestellt ist, cinräumc, so wird es doch nur wenigerBemerkungen bedürfen, um zu zeigen, wie sehr leichtsich beides in völlige Ucbcreinstimmung bringen läßt.

§. 42 .

Was zuerst die Messung der Abweichungen be-trifft, so ist klar, daß die Normalen eben sowohlgegen einander geneigt, als parallel sein könnten,ohne die Arbeit in, geringsten schwieriger zu machen,wofern nur die Neigung der Normalen gegen einan-der gegeben ist. Denn in diesem Falle würde nurnöthig sein, den Parallelismus um die gegebne Grö-ße, zu alteriren, wodurch denn die Abweichung aneinem Winkelpunkte auf der einen Seite um ebendiese Neigung größer, auf der andern Seite kleinerausfallcn müßte, als uiztcr der Voraussetzung desParallclismus der Normalen geschehen wäre. Zugleichaber ergicbt sich auch, daß die Summe zweier Ab-weichungen an einem Winkclpunkte noch eben die-