Print 
Ueber den Gebrauch einer Normal-Linie bei geodätischen Arbeiten : ein Beitrag zur Goniometrie
Place and Date of Creation
Page
49
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

49

welche in der praktischen Geodäsie gewöhnlich fehlen.— Wollte man sich endlich gar auf die Angaben derEntfernungen, die von Ortbcwohnern cingezogcnwerden können, verlassen, so fällt cs in die Augen,wie sehr man fehlen, und wie unsicher eine daraufgegründete Rechnung werden könne.

Aus diesen Gründen habe ich geglaubt, daß dievorstehende Auflösung der Aufgabe, bei welcher dieEntfernungen der Ziclobjekte nicht als bekannt ange-sehen, sondern gesucht werden, hier einen Platzverdienen könnte, da sie zumal um nichts schwerer,und sehr wenig weitläuftiger ist, als die gewöhnliche.Allein ich habe doch bei dieser Darstellung keine Rück-sicht auf die Normallinic genommen, weil man beigoniometrischen Arbeiten oft unerwartet in die Lageverseht wird, den wahren Winkclpunkt nicht benutzenzu können, und cs dann schwer hält, an dem ge-wählten crcntrischen Punkte eine richtige Normale zulegen. Auch kann es Fälle geben, wo die Reduktionercentrischer Winkel ohne Hülfe der Normalen ge-schehen muß, wie z. B. wenn an den Punkten Lund L noch keine Normale gelegt, wäre, u. deegl.

Dritter Abschnitt.

§- r7-

Nach der bereits gegebnen Erklärung von demBegriffe, welcher hier mit der Normallinie verbundenwird, und nachdem die nützliche Anwendung solcherNormalen an einigen oft vorkommenden Fällen imvorhergehenden Abschnitt gezeigt worden, darf ichwohl hoffen, über die Sache selbst allgemein ver-

4

/