wie man sic sonst nicht darstellen kann, und dieAnpassung einzelner Messungen an ciuandcr zurDarstellung ciucs größern Theils der Erdfiächesich nur durch die allgemeine Beziehung auf dieMittagslinien so bcwirkcn laßt, daß auch dasgrößere Bild noch dem dargcstclltcn Dheil derKugelfläche ähnlich bleibt.
Jur Entwerfung von Land- und See-Kar-tcn sind die Mittagslinien als unentbehrlich, stetszum Grunde gelegt, so lange diese Karten über-haupt einigen Anspruch auf Richtigkeit habenmachen können, d. i. seit der letztern Halste des16. Jahrhunderts. Es fehlt jedoch viel, daßdiese Richtigkeit der Karten sieh soweit erstreckte,als man gegenwärtig zu erwarten berechtigt seynmögte, weil die Kostbarkeit und die Schwierig-keiten , welche mit der Bestimmung der Mittags-linien verbunden sind, bisher nur gestattet haben,dieselbe an einigen Hauptpunkten zu bewirken,deren Zahl verbaltnißmaßig noch sehr gering ist.
Auch in der praktischen Geometrie ist dieBenutzung der Mittagslinien einigermaßen bear-beitet worden. Der scharfsinnige Lambert hatin seinen Beitragen mehrere Aufgaben mit Hülfeder Meridiane aufgelöset, und I. T. Meyer hatin seiner praktischen Geometrie auch diese» Gegen-stand so weit abgehandelt, als die Schwierigkeitzuließ, Meridiane aus dem Felde zu ziehen.
Der Gebrauch der Magnetnadel bei geodäti-schen Arbeiten gründet sich ebenfalls auf denBegriff der Mittagslinien, und er ist besonders