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Ueber den Gebrauch einer Normal-Linie bei geodätischen Arbeiten : ein Beitrag zur Goniometrie
Entstehung
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der übrigen Gestirne zu haben schien, und manbemerkte bald, daß eine Linie vom Auge zu die-sem unbeweglichen Punkte alle Tagkrcise in gleicheHalsten rb ilc. Da eben dies an dem Tagbogcnder scheinbaren Bewegung der Sonne geschah,und der Tag daher in gleiche Thcilc getheilt wurde,so nannte mqn jene Linie die Mittagslinie, unddie Unvcrandcrlichkcit derselben gab die natür-liche Veranlassung zu dem Gedanken, die Lageder Ocrter an der Mittagslinie abzuzahlen, oderdarauf zu beziehen.

Die unveränderliche Richtung dieser Liniewurde von der Zeit des phönicischcn Hercules biszu der des Picard (1680) nicht in Zweifel gezo-gen, da derselbe auS den Abweichungen mehrererastronomischen Beobachtungen von denen des1 ^ gs Lrsbe auf die Vermuthung gericth, daßdie Richtung der Mittagskreisc einer' Veränderungunterworfen seyn konnte.

Die Vermuthung hat sich glücklicherweisenicht bestätigt, allein sie hat den Nutzen gehabt.Laß die sorgfältigsten Untersuchungen darüber an-gcsiellt worden, woraus sich ergeben bat, daßdie Mittagslinicn ihre Richtung durchaus nichtverändern.

Nicht blos für die Astronomie und die mathe-matische Geographie, sondern auch für die speci-ellere Geodäsie sind die Mittagslinicn von großerWichtigkeit, indem sich alle Messungen auf die-selbe beziehen lassen, wodurch eine Wahrheit desBildes von der gemessenen Flache erhalten wird.