Satz war, um den das Brod unter dem Preiseverkauft werden sollte, den der Oberbürgermeisterjede Woche bestimmte, und der mit dem Brod-preise der Gegend im Durchschnitt übereinstim-mend war.
Die Vcrthcilung der Brodzeichen war sehrlästig; 74 Bürger unterzogen sich ihr. Sie wur-den von den Vorstehern des Kornvereins gewählt,und jeder hatte einen Distrikt in der Stadt vonetwa 50 Häusern, der seine Nachbarschaft aus-machte, in die er die Brodzeichen verthciltc. DieDcrtheilnng geschah nach der aufgenommenenListe; doch konnten die Aufseher hierbei etwasnach eigener Einsicht verfahren, und den unternStanden, die aus Mangel an andern Lebensmit-teln, mehr Brod essen, als die höheren, auchreichlicher bei der Verthcilnng der Zeichen beden-ken.
So wie Niemand ohne ein Brodzeichen einBrod bcym Bäcker kaufen konnte, so konnte keinBäcker ein Malter Korn in dem Kaufhause derKornhansa ^ haben, wenn er außer dem Geldc,keine 50 Brodzeichen hatte, welche ihm, jedes zn5 Stüber gerechnet, bei der Zahlung für 4 Rtlr.10 Stüber angenommen wurden.
Als das Korn 20 Thlr. 10 Stüber kostete,so mußte er für den Malter 50Brodzeichen geben,und 16 Thaler oder 8 Kronthaler in Silber.
Durch diese Einrichtung war dem Verkaufenaußer der Gemeinde vorgcbeugt, weil jede Woche