237
den des Landes, wie eine Insel, ans der dasBrod immer bedenkend wohlfeiler war. Dennwenn in den andern Gemeinden das Korn 25Tbaler kostete, so kostete es in Elberfeld nnr 20Thlr., und jedes 7pfü»dige Brod war 5 Stüberwohlfeiler, als eine Stunde davon.— Oft betrugdieser Unterschied 6, 8, ja endlich 10 Stüber.
Gewinnsüchtige Bäcker, die das Korn beimKornvcrein für die festgesetzten Preise holten,verkauften das Brod außerhalb, um thcure Preisezu machen.
Es wurde nun, nm hierüber jeder lästigenKontrolle enthoben zu scyn, von der Kornhansaein einfaches Mittel beschlossen. Sie ließ einekupferne Münze prägen, mit der Aufschrift: El-berfcldcr Kornvcrein, und mit der Umschrift:Kauft in der Zeit, so habt ihr in der Noch.
Aller Kornhandel wurde nun mit dieserMünze geführt, und zwar in folgender Weise:
Zuerst wurden in jedem Distrikte der Stadtalle Einwohner in jedem Hause ausgenommen,und hierüber eine genaue Liste gemacht. Nachdieser Liste wurde berechnet, wie viel jeder Haus-vater wöchentlich an Brod bedürfe, wenn manim Durchschnitt täglich Z Pfund auf den Kopfrechne,— und jedem wurden so viele Brodzeichencingesendet.
Wer nun Brod haben wollte, schickte dieseMünze nebst dem Gelbe zum Bäcker. Jede Münzewurde für 5 Stüber angenommen/ welches der