In der römischen Geschichte finden wir, daßdie größten Bewegungen des Staats daher gekom-men, daß man nicht zu allen Zeiten den Grund-satz strenge durchgesührt: daß alles Grund*
ei ge nt hu in vom Staate zu Lehn gehe,nnd daß nur einerlei Art Eigenthumim Staate zu dulden sey.
Die Römer nahmen von den Völkern mitdenen sie im Kriege um Freiheit und Eigenthumgewürfelt, wenn sic das Spiel gewonnen, inwelchem sic ebenfalls Freiheit und Eigenthumgesetzt — einen Theil der gewonnenen Ländcrcycn
Lenken ließe — und wie die Viktoria wohl wieder hinaufzu bringen
Eben so ist es mit den Heuerlcuten gegangen, und esist ein wahres Glück, daß Freund Koppe diesen Ausdruckauf die Beine gebracht — auch daß sie sich von HofrathLuden aufheften ließen, sie sollcen alle mit den Jüdin nachPalästina. Dieses hat sie in Zorn gebracht, und im Zornhaben sie weiter über die Sache nachgedacht, und indemsie einen großen Lärmen erhoben, so haben andre ebenfallsdarüber nachgedachr. Früher war ihnen solches nicht ein-gefallen.
Daß ihrer in der Weimarer Verfassung keine Erwäh«nung geschähe, das hatten weder Herr Ludewig Wieland,noch Herr Hofrath Luden, noch Herr vr. Schlokmannbemerkt, und es war zu befürchten, daß letzterer in seinempolitischen Panorama das Kapitel von den Heuerlcutenganz vergessen würde. — Daß sie die französische Lcgisla«tion in xiincw der Hcuerleure nicht kannten, war ihnenzu verzeihen, da sie in Jena nicht einmal die Weimarerkannten-