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stand nehmen, sie ebenfalls zu unterzeichnen.Etwas, worunter 80 angesehene Namen stehen,genießt schon großes Zutrauen in der Gesellschaft,weil jeder fühlt, daß 50 Menschen sich nicht leichtvereinigen, ihre Namen unter etwas Unbedeuten-des zu setzen.
Betrifft es. nun einen Gegenstand, den dasDolk kennt und der ihm werth ist, so erfolgendie Unterzeichnungen in großer Menge,—und dieMenge der Unterzeichnungen giebt dann Zcngnißvon der Stimmung und Meinung des Volks.
Ein Beispiel zu dem Gesagten lieferte dieKoblenzer Bittschrift um Einführung der Land-stande. — Daß Landstande etwas sehr wohlthäti-gcs waren, und daß deswegen die Fürsten injenen großen Tagen Landstande versprochen, als(wie in altgermanischer Zeit) die Völker für denHerzog fochten, und der Herzog für den Sieg;—das begriffen die Rheinländer sehr gut, und des-wegen Unterzeichneten 5000 Bürger jene Adressezum Zcugniß der Stimmung des Landes.
Für einen andern Gegenstand möchte es wohlunmöglich gewesen scyn, 5000 Unterschriften derAngesehensten des Landes zu sammeln, — auchwenn man das Unterschreiben auf die eine oderdie andere Weise hätte begünstigen wollen.
Früher wären wir Rheinländer aber auchdieser Einheit nicht fähig gewesen. Das Nochund Hungcrjahr 1816 hat sie uns gegeben. In-dem damals die bestehenden gesellschaftlichen Ein-