Urthcil Zutrauen, so findet der zuletzt alles un-vernünftig, was ihm unangenehm ist.
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Im Preußischen hat schon seit Friedrichsdes Großen Zeit und früher jeder Untcrthan dasRecht, an den König zu schreiben und ihm seinAnliegen vorzntragen. Auch ist er immer seinerAntwort aus dem Kabinette gewiß, die stets vomKönige eigenhändig unterzeichnet ist.
Es ist begreiflich, daß viele dieser Briefe, soan den König kommen, unvernünftiger Natursind. — Jeder der irgendwo eine Noth oder einAnliegen hat, glaubt, daß der König ihm Helsenkönne, und er brauche es diesem nur zu sagen.Andere glauben, daß ihnen Unrecht geschehen sep,an welchem Glauben nun wohl in den meistenFallen mehr ihre geringe Rechtskcnntniß und ihreUnwissenheit in allem, was die Verwaltung be-trifft, Schuld ist, als etwas anders. Alle dieseLeute schreiben an den König, und so gehen täg-lich eine Menge Briefe ein von alten Invaliden,von Soldatenfrauen, von Bürgern und Bauernaller Art, die ihrem Wesen nach unvernünftigsind, und die sich der Briefsteller hätte ersparenkönnen, wenn er die bestehenden Verhältnisse ge-kannt hatte. Auf solche Briefe kann nicht, andersals eine versagende Antwort ertheilt werden. —Von 30, die eingehen, mögen wohl 25 in der