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Ueber Handel und Gewerbe, Steuren und Zoelle
Entstehung
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überlegen, weil dann, so erzählt Tacitus, nachder Meinung der Deutschen das Herz der Fröh-lichkeit offen und aller Hader vergessen sey. *)

Die gedruckte Bittschrift wurde nun in dieGemeinen des Regierungsbezirks vertheilt, damitjeder sic lesen und mit völliger Kenutniß der Sa-che sie unterschreiben könnte. Die Unterschriftenaber geschahen nicht auf gedruckten Bogen, son-dern auf geschriebenen.

Unterzeichnet eine große Anzahl Bürger, somüssen diese Unterzeichnungen auf mehrern Ab-schriften der Bittschrift geschehen, welche dann,indem sie alle vereinigt werden, ein Ganzes ma-chen. So bildeten die Unterschriften unter derKoblenzer Bittschrift, als Görres sie mit zehnTheiluehmcrn dem Staatskanzler mit der Bitteübergab, sie an den Stufen des Throns nicder-zulegen, einen Folivband Unterschriften, da an50N0 Bürger unterzeichnet hatten.

*) Auch pflegten sie bei Gelagen über Aussöhnung mitFeinden, über Heirathsstiftungen und Herzogen»,«»! zuberathschlagen, sogar über Krieg und Frieden. Als wennder Geist zu keiner Zeit für sanfte Gefühle offener, oderfür die wichtigsten Angelegenheiten erwärmter wäre. EinVolk, so wenig tückisch, als verschlagen, blößce in seinerungezähmten Lust jedes Geheimniß des Herzens- Nachherwurde das, was jeder frei und offenherzig geäußert, denfolgenden Tag von neuem in Ueberlegung gezogen. BeideZeitpunkte hatten ihren Werth, denn sie berachschlagten,wenn sie nichts von Verstellung wußten, und beschlossen,wenn sie vor Jrrchum sicher waren.

Tacitus über die Sitten der Deutschen.