gehen.
Die Weltkluge» Römischen Priester hatten es früh erkannt,daß die Macht der Kaiser an der Erblichkeit der Ncichsbedientcnund an der Erblichkeit der Lehne würde zu Grunde gehen, indemsic hiedurch eine Mitte.'macht im Staate bilden würden, die demKaiser nur in so fern gehorchen würde, in so fern als ihr solchesgenehm sei, wie sich dann dieses auch spater in der Landeshoheitwirklich gezeigt, so aus den Ncichsbedienten erwachsen ist.
Damit nun nicht dem Bischöfe von Nom, dem Kaiser jenesPriesterreichs, in seinem geistlichen Staate ähnliches begegne, in,dem sich in den Bischöfen und Erzbischöfen eine ähnliche Mittel,macht bilde, so ebenfalls dxm Pabste nur in so fern gehorche,als ihr solches genehm, so durchschuitt der Pabst jede Erblichkeit,durch das Verbot der Ehe, gleich in ihrer Wurzel.
Dann darf er noch eine zweite große Anstalt, wodurch ersich und sein Reich sicherte, und des Gehorsams seiner geistlichenLehnlcute gewiß blieb.
Er stellte die Klostergeistlichkeit der Weltgeist,lichk e i t g e g e n üb e r — die Mö n che denPr i ester n u 7 d 'die Ordensgenerale den Bischöfen und Erzbischö,fen. Dadurch daß die Kailcr aus dem Hause Hohenstaufen esim raten Jahrhundert versäumt, aus den mächtigen Städtenein Unterhaus zu bilden, und dieses ihrem mächtigen Lehnadelgegenüber zu stellen — dadurch ging das Kaiscrchum zu Grün,de. — Nom war klüger, es erkannte wie schwer es ist eine ent,fernte Mittelmacht, die mit tausend Wurzeln auf dem heimatli,chen Boden liegt, in einem unbedingten Gehorsam zu erhalten,und daß dieses nur dadurch möglich, daß man eine andere Machtin ihrer Nähe, ihr gegenübcrstellt.
Die älteren Mönchsorden waren ohne Zuthun des Pabstesentstanden. Sie entwickelten sich aus der Lage der Gesellschaftund aus dem Geiste der Zeiten. Die Verfassung der Klösterwar republikanisch. All- Mönche wählten unter sich einen Abt,uud die verschiedenen Klöster standen unter sich nur in einerschwachen , Verbindung.— Die Benediktiner Abteien waren lau,! ge voneinander völlig unabhängig, und die Cistercicnscr (Der»,
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