hardiner) gehorchten einem hchen Rache, der aus den fünf Achtcn der fünf ältesten und angesehensten Abteien bestand.
Mit einer Macht in der so wenig Einheit und Zusammen,Hang war, ließ sich wenig ausrichten. Auch war sie zu sehraufGrund und Boten gefestigt, um in ihr und mit ihr eine frischeund starke Despotie zu übe».
Anders war es mit den Bettelorden. Diese ohne Habe Mohne Güter, fanden wie der Soldat, überall wo sie hinkanmiihren Unterhalt bei dem gläubigen Bauer, der für sie pflüg»und erndtete — dem sie Segen und Ablaß gaben, und dessenFrau und Kinder sie mit bundbcmaltcn heiligen Bildern be-schenkten.
Gab man diesen eine Verfassung wie die eines stehende»Heeres, brachte man alle Kloster miteinander in eine Hierarchiesche Verbindung, — gab man jeder Provinz einen Provinzialunter dem alle Klöster standen so in der Provinz lagen, fehleman über alle Provinzialen einen General des Ordens so inRom seinen Sitz hatte, so konnte mau über so ein Mönchsheerwie über jedes andere verfügen, — denn der gemeine Mönchwurde wie der gemeine Soldat in Unterwürfigkeit gehalten,durch die Furcht vor der Strafe. Gehorsam war wie in jederArmee das Erste und Letzte und wer hierin fehlte, dem wurdezur Strafe allerhand erniedrigende Bußübungen aufgelegt, a»denen sich die andern Mönche zu gleicher Zeit spiegelten undweideten, weil ein Mönch stets ohne Gesinnung und voll gifti,gen Neides. *)
Auch wurde strenge Disziplin dadurch erhalten, baß geradewie bei den Regimentern der Armee, der General jeden Mönchin ein anderes Kloster des Ordens senden konnte, — wo dannwenn ein deutscher Mönch in ein Kloster nach Italien xroxaeast gesendet wurde, in diesem ohne Wiederrcde jede Strafean ihm vollzogen wurde, so der strenge General befohlen.Was nun die Offiziere in dieser Mönchsarmee betraf die
») So war cs in den Franziskaner Klöstern eine Strafe, im Rcftktorioeinen Kreidcstrich sn der Prior über de» Boden gezogen, und oft ab-sichtlich durch bcschmnyte Stellen mit der Zunge, in Gegenwart allerMönche wieder auizulecken.