lebenden Einsiedler sich in Cänobien vereinigten. Bios vondiesem Orden zählte man zur Zeit der Reformation, in ganzEuropa 2000 Klöster mit z 0,000 Mönchen. Außerdem nochzoo weibliche Klöster des Ordens, welche die zweite Abtheilungdesselben bildeten.
Z. ryy.
Das Mönchswesen übte besonders dadurch §inen großen Ein-fluß auf die Gestaltung der Welt, daß es die Veranlassung zurEhelosigkeit der Priester gab, und hiedurch viel dazu beitrug,daß das Christenthum so ursprünglich eine Volksreligionwar, eine Pricsterreligion wurde, so wie die alten Religio-nen Egiptens.
Bis zum 7ten Jahrhundert wurden die Einstedler (wo-vLtssri) noch zu den Laien gezählt, und erst im gten fing ma»an Leute die so geistlich lebten auch zu den Geistlichen zu zäh-len. Doch dauerte es noch bis ins rote Jahrhundert, ehe sieTonsur und Salbung erhielten, und auf diese Weise förmlichunter die Geistlichen ausgenommen wurden. Durch die groß«,Vorrechte und Begünstigungen so die Päbste den Mönchsordenertheilten, — galten sie aber spater in den Augen des Volksfast noch mehr als die andern Geistlichen.
Schon in den ersten Zeiten des Christenthums herrschte beivielen Christen der Glaube, daß Ehelosigkeit und EnthaltsamkeitGott vorzüglich wohlgefällig sei, und hiedurch kam cs, daß manschon in den drei ersten Jahrhunderten viele Lehrer und Bi-schöfe findet, die sich der Ehe enthielten. Doch war dieses nichtallgemein, und es gab auch noch sehr viele verheirathete Bischöfeund Lehrer. So wie die Cönobien im vierten Jahrhundertentstanden, und auf der Nilinsel Tabenna allein an 50000 un-verheiralhete Christen lebten, so wurde die Ehelosigkeit auch un-ter Bischöfen und Geistlichen allgemeiner, und der Begriff,daß geistliches. Leben nothwendig mit Ehelosigkeit verknüpft sei,wurde immer herrschender.
Indes war die Ehelosigkeit nicht gebothen, und erst im eilf-ten Jahrhundert machte Gregor VH allen Geistlichen den Cö<libat zur Pflicht, nachdem er den Plan entworfen: daß alle