btt Tischler u. s. w. jede für sich. Allein diese Wahlen würdenschon deswegen schlecht werden, weil die Leute sich untereinandergar nicht kennen, da die Gewerbe sich über das ganze Land zerestreut haben, und es würde schon Mne Kleinigkeit seyn, dieSchmiede aus einem ganzen Negicrungsbrzirke zusammen zubringen und zum abstimmen.
Bei den Gemeinewahlrn geht diese Einteilung nach Znnun,gen ebenfalls nicht, wenigstens nicht bei den Landgemeincn, undeben in diesen wohnt drei Viertel der- ganzen Bevölkerung.Denn die ; Schmiede, die 4 Zimmerkeute, die ; Schuster unddie 6 Schneider, die in einer solchen Gemeine zu finden find,können doch für sich keine Innung machen und einen Schöffenwählen. — Eine Zunft kann nur da bestehen, wo sie zahlreichund mächtig ist. ; Meister können unter sich so wenig eineInnung machen, als 5 Haushaltungen eine Gemeine. Jenekönnen keinen Altmeister unter sich wählen, und diese keinenBürgermeister.
Es gibt keine Stände mehr, sondern nur noch Bcschäf,tigungen, und leicht geht jetzt der Mensch von der einen zurandern über. Der Sohn des Schneiders wird ein Schuster,und der Sohn des Schmiedes ein Wagner. Alles Znnungswc,sen beruht aber wesentlich auf dem abgeschlossenen Sein in sichselber, welches dadurch erreicht wird: daß der Sohn derBeschäftigung des Vaters folgt, und daß die Zunftnur Meistrrskinder in die Lehre nimmt. — JedeInnung ist m ihrem Wesen so eingerichtet, wie die Adelsinnunges war, und dieses ganze Jnnungswesen ist im Mittel allerentstanden, und mit dem Mittel aller wieder zu Grunde gegan,gen. Wenn es jetzt noch bestände, so müßte es jetzt schon anden Militaireinrichtungen und an den Landwehren zu Grundegehen, da diese alle andere gesellschaftliche Einrichtungen durch.'kreutzen. Damals als es entstand, bildete der Krieger, oderRitterstand ebenfalls eine besondere Innung. Dieses war dieDien st Mannschaft, welche neben den anderen Innungenbestand, ohne diese zu durchkreutzen. — Daß in Indien sich dieKasten so lange gehalten, rührt daher, baß sie nebeneinanderstehen, scharf gesondert, und ohne sich zu durchkreutzen. WennBenz. Pr. Vcrf. r Th, 22