(vics Oome,) ferner die Vögte (sclvocsti) der Klöster undihre Stellvertreter, (vios sclvooaü) alle diese wurden ausden freien und schöffcnbaren Leinen genommen, und so kamdann vielfach Amt» und Dienstadel noch zum angchorncn Landeund Baurenadel.
Sic nannten sich nun, indem sie sich von den anderen Landebauern und Dienstlcutcn (minisrsrisls,) schieden, Edle undFreie. Nobiles et liberi, wenn sie in Urkunden als Zeuegen erschienen, auch setzten sie immer ihre Unterschriften vor dieder Dienstleute.
Ebenfalls heiratheten sie nicht in die Familien der Dienstrleute, sondern heiratheten unter sich, so wie dieses in jederInnung Sitte, wo der Meister wieder eines Meisters Tochternimmt.
Eine sonderbare Wendung nahm dieser Adel in der folgendenPeriode, wo ihn der Dienstadel übcrwuchs, und wo er genörhigtwar, sich mit diesem zu vermischen, um nur adelig zu bleiben.
§. roy.
Eine zweite Art Adel entwickelte sich aus dem Kriegsdienste,aus den Gefolgen, (Oomilsrus) diese bestanden bios aus Rei,terei, welche nicht von ihrem Eigenthume, sondern bios fürLöhnung (boneticia) diente. Da diese Gefolge, so die Herzogeund Fürsten unterhielten, sich beständig in den Waffen übtenund unter sich die Nittcrspiele einführten, so gelangten sie garbald zu demjenigen Ansehen, welche jetzt im Heere die Linieoder die Garde hat. Sie hatten in ihrer Vcrsi>.,ng drei Stu,fen, indem nämlich einer zuerst gewisse Jahre als simpls^ oderWaffenjungk, und wiederum gewisse Jahre als ksmulus oderKnappe dienen mußte, ehe er von der ritterlichen Zunft alsmiles (später Ritter) ausgenommen wurde. *)
Diese Abtheilung in Stufen war uralt. Schon zu den Zei,ten des Tacitus fand sie sich in den Gefolgen wie man aus denWorten sicht; etium Oomilstus graclus ftabet.
Siebe Möser über die UdelSprobe in Deutschland, im 4. Bande der
Phantasien, gewöhnlich diente einer vom rq. bis m. Jahre als Fa-mulus oder Knappe,