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Da kn Viesen Gefolge» die Stellen ebenfalls erblich wurden,so bildete sich in ihnen auch ein höherer und niederer Adel.
Von Anfang mochte der hohe und niedere Dienstadel ausdem vorhandenen hohen und niederen Landadel genommen wer»den. In der Folge aber nahm die Dienstmannschaft (nach demgewöhnlichen Gange aller Gilde», die gerne nur Meistersöhncanfnehmen) nur Dienstmannskinder zu Waffenjungen an, und sokonnte so leicht aus den anderen Ständen keiner hercinkommen.
Traf es sich daß die Heere bei einem Kriege schnell verstärktwurden, so ernannte der Kaiser so viele Ritter als er gebrauchte,ohne sich an die Ordnung und Stufen der eigentlichen Ritter«schüft zu binden, noch an die vorgeschriebcnc Lehrzeit, so fürnothwendig gehalten um la rrolols prokession tl'arms» zulernen, und es erschienen dann so viele Ritter des edlen Bür,gor« und Bauerstandes, baß man sie sogar in den Titulaturenunterschied, und jene Strenge feste, und diese Strengenannte, wohingegen die Ersteren edel strenge hießen. ")Jedoch hielten sich die Ritter die zu einer geschloffenen Ge«scllschaft, oder anderen adeligen Innung oder fürstlichen Dienst,Mannschaft gehörten, von diesen geschieden, sicherten sich gegendas Eindringen solcher Ritter durch Vereine und Verbindungen,und schlossen jeden solchen Ritter ü la »uits än 8t. Lmpiravon ihren Versammlungen aus. — Sie hielten nun noch streit,
») Das ging damals eben so alt wenn jetzt schnell Landwehren errichtetwerden. Die Offiziere die der Fürst ernennt werden von der Gardeauch gewöhnlich nicht für voll angesehen, da solche aus Gelehrten undauS den Bürger- und Bauernstände genommen, und nicht seit demIZ. Jahre als Fähndrich gedient haben. Nur unterscheidet man nichtmehr so genau in den Titulaturen wie damals, indem man den bür-gerlichen Lieutenant hochwohlgcbohrcn nennt, grade wie den adeligenindes der bürgerlich- Regicrungsrath blvs Wohlgebohren beißt. Etliegt hiebei die poetische Firion zum Grunde, daß jeder Offizier ade-lig wird, sobald er sein Patent erhält, — und daß sobald er die Uni-form angczogen ein nobler Geist in ihn fährt, wie solches der Wacht-meister in Wallensteins Lager schon bemerkt. Dieses ist ein Adel»er bloS aus der adeligen Beschäftigung aus der noble prossssiou«l'arms» hervorgeht, — und der weder auf adeliger Abstammung nochauf adeligen Dkfitz gegründet ist.